Uniswap blockiert mit Straftaten in Verbindung stehende Wallets

  • Die Uniswap DEX hat mitgeteilt, man sperre Wallets, die mit kriminellen Aktivitäten einschließlich Hacks und Diebstahl in Verbindung gebracht werden.
  • Die Börse will offenbar ihr ramponiertes Image aufpolieren, da ihr in der Vergangenheit unter anderem Pump-and-Dump-Aktionen nachgesagt wurden.

Die auf Ethereum basierende dezentrale Börse (DEX) Uniswap (UNI) bereitet sich darauf vor, bestimmte Kunden-Wallets auf ihrer Plattform zu sperren. Besagte Wallets werden mit kriminellen Aktivitäten in Verbindung gebracht, die auf der Uniswap-Website aufgelistet werden:

„Wir beabsichtigen, Wallets zu sperren, die eindeutig mit Straftaten wie Umgehung von Sanktionen, Terrorismusfinanzierung, Hacks und Diebstahl, Erpressung mit Ransomware, Menschenhandel und Videos von Kindesmissbrauch in verbindung gebracht werden können.“

Sperrung durch Uniswap

Uniswap gibt an, dass die Operation zusammen mit TRM Labs durchführt wird, das Blockchain-Intelligenz bereitstellt. TRM Labs ist ein Unternehmen für Compliance und Risikomanagement bei digitalen Vermögenswerten.

Etliche Kunden haben bereits festgestellt, dass ihre Wallets blockiert sind. Uniswap sagt, diese Wallets seien zu Straftaten zurückverfolgt und deshalb gesperrt worden.

Die Börse beteuert, es sei unwahrscheinlich, dass bei der Entscheidung über die Sperrung eines Wallets Fehler gemacht wurden oder noch gemacht werden. Die DEX weist jedoch darauf hin, dass sie Kunden, die Nachforschungen anstellen müssen, ein Publikum zur Verfügung stellen wird. Darüber hinaus hat Uniswap seinen Kunden versichert, dass man keine Änderungen an den Datenschutz- und Datenpraktiken vorgenommen habe, und die Sperrung der Wallets werde nicht an die Strafverfolgungsbehörden gemeldet.

Irrungen und Wirrungen

Wie jede andere Kryptobörse, ob dezentralisiert oder nicht, hatte auch Uniswap seinen Anteil an Problemen. Anfang des Monats reichten zwei US-Firmen – Kim and Serritella LLP und Barton LLP – eine Sammelklage gegen die Börse ein. Die Unternehmen behaupten, die Plattform habe nicht registrierte Wertpapiere angeboten und verkauft, die als digitale Token präsentiert wurden.

Eine der Klägerinnen ist die in North Carolina ansässige Krypto-Investorin Nessa Riley. Sie behauptet, sie habe eine Investition von 10.400 Dollar in die Token EthereumMax, Matrix Samurai und Rocket Bunny verloren. Riley gibt Uniswap die Schuld und behauptet, die Plattform habe es versäumt, gründliche Nachforschungen anzustellen, bevor sie die Token auflistete, von denen sie nun überzeugt ist, dass sie gefälscht sind. Die beiden oben genannten Firmen haben seitdem Kunden mit ähnlichen Beschwerden zusammengebracht, um gegen den „grassierenden Betrug“ vorzugehen.

Darüber hinaus wurde Uniswap beschuldigt, Rug Pulls und Pump and Dump-Betrug zu unterstützen. Einer dieser Fälle ereignete sich im Juli letzten Jahres: Ein YouTuber brachte seinen Token auf den Markt, der innerhalb von drei Tagen um 3.600 Prozent anstieg, um dann 60 Prozent abzustürzen.

Wie viele andere Kryptobörsen schaffte es auch Uniswap, auf die schwarzen Listen der Regulierungsbehörden zu gelangen. Obwohl nicht offiziell bekannt gegeben, hat die US Securities and Exchange Commission SEC Ermittlungen gegen Uniswap eingeleitet. Der Grund dafür war, herauszufinden, „wie Investoren Uniswap nutzen und wie es vermarktet wird“. Die Sperrung von Wallets, die als Tatwerkzeug bei Verbrechen dienen, ist möglicherweise ein Versuch, den Ruf des Unternehmens wieder herzustellen.

Der UNI-Token rangiert jetzt auf Platz 36 mit einer Marktkapitalisierung von 3,8 Milliarden Dollar. Bei Redaktionsschluss wurde UNI bei 8,23 Dollar gehandelt, ein Minus von 9,3 Prozent.

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