Uniswap Labs richtet neuen Unternehmenszweig für Web3-Projekte ein

  • Uniswap Labs, das Unternehmen hinter der auf Ethereum basierenden dezentralen Tauschbörse Uniswap, wagt sich mit einer neuen Risikokapitalsparte an Web3-Projekte heran.
  • Die neue Abteilung wird nicht nur in Web3-Unternehmen investieren, sondern sich auch aktiv an deren Governance-Systemen beteiligen.

Unter dem Namen Uniswap Labs Ventures wird der neue Unternehmenszweig in unterschiedliche Bereichen des Web3 investieren, darunter Infrastruktur, Entwickler-Tools und verbrauchernahe Anwendungen. Die Mittel für die Investitionen kommen aus dem Unternehmen selbst, wobei deren Höhe noch nicht bekannt gegeben wurde.
Laut offizieller Ankündigung wird Uniswap Labs Ventures von Matteo Leibowitz geleitet werden. Er wird neben Marty-Catherine Lader, dem Chief Operating Officer der Börse, tätig sein. Laut seinem Linkedin-Profil war Leibowitz seit August 2020 bei Uniswap als Strategy Lead tätig. Davor war er etwa zwei Jahre lang Forschungsanalyst bei The Block.
Uniswap Labs hat bisher in insgesamt 11 Unternehmen und Protokolle investiert, die sich mit der dezentralen Version des Internets beschäftigen. Die Liste umfasst unter anderen Tenderly, LayerZero, MakerDAO, Aave, Compound Protocol und PartyDAO.

Uniswap Labs Weg ins Web3

Das neue Team wird nicht nur Investitionen ins Web3 anbieten, sondern auch aktiv an der On- und Off-Chain-Governance teilnehmen, „falls dies relevant wird“. Konkret wird sich Uniswap Labs Ventures an den Governance-Systemen von Aave, MakerDAO, Compound und Ethereum Name Service (ENS) beteiligen.
Es ist jetzt etwa eine Woche her, dass Uniswap mit einer Sammelklage konfrontiert wurde. Der Vorwurf lautet auf Betrug, insbesondere auf den Verkauf von „Betrugs-Token“. Gründer und Geldgeber der Börse gehören zu den Beschuldigten: Paradigm, Andreessen Horowitz (a16z) und Union Square Ventures.
Außerdem geriet die Börse schon Ende letzten Jahres ins Visier der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC. Diese leitete eine Untersuchung ein, um herauszufinden, wie Investoren Uniswap nutzen und wie die Marketing-Strategien aussehen.
Dennoch steht Uniswap weiterhin an der Spitze des dezentralen Finanzsektors (DeFi). DeFi Pulse ist nach dem Gesamtwert der abgeschlossenen Transaktionen (TVL) von 7,04 Milliarden Dollar – Stand: 11. April – der fünftgrößte Anbieter. Dieser Wert ist etwa halb so hoch wie der der führenden DeFi-Plattform Maker.

Kooperation statt Konkurrenz

Die Börse unternimmt weitere mutige Schritte in Richtung Investitionen in andere Unternehmen. Einem Sprecher zufolge zeigt einen eher kooperativen als einen wettbewerbsorientierten Ansatz auf Seiten von Uniswap. Es zeigt auch den Wunsch von Kryptounternehmen, trotz einiger Unterschiede in ihren Kerngeschäften in andere Firmen zu investieren. Die Krypto-Börse FTX und das DeFi-Protokoll Cake gehören zu den Unternehmen, die kürzlich Risikofonds aufgelegt haben.
Ryan Rasmussen, ein DeFi-Forscher bei Bitwise Asset Management, lobte Uniswap Labs für seinen jüngsten Schritt und fügte hinzu:

 „Viele werden diesem Beispiel folgen und das Web3-Ökosystem erweitern.“

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