Nordkorea finanziert sein Rüstungsprogramm mit gestohlener Kryptowährung

  • Ermittlern zufolge finanziert Nordkorea sein Raketenprogramm weiterhin mit gestohlener Kryptowährung.
  • 2021 hat Nordkorea durch Cyber-Angriffe auf Krypto-Börsen in Europa, Amerika und Asien Kryptowährung für 400 Millionen Dollar gestohlen.

Die nordkoreanische Clan-Diktatur setzt ihre Cyber-Attacken zum Diebstahl von Kryptowährungen fort und finanziert damit ihr Raketenprogramm, so ein aktueller UN-Bericht. Nordkorea hat zwischen 2020 und Mitte 2021 einen dreistelligen Dollar-Millionenbetrag gestohlen. Der Bericht stellt fest, dass diese Angriffe eine „wichtige Einnahmequelle“ für Nordkoreas ballistisches Raketenprogramm darstellen.

Die Ermittler übergaben diesen Bericht am vergangenen Freitag dem UN-Sanktionsausschuss. Er zeigt unter anderem, dass Nordkorea mindestens drei Kryptobörsen in Europa, Amerika und Asien angegriffen hat. Wie im Dezember 2021 berichtet, summiert sich die Beute auf mittlerweile rund 1,7 Milliarden Dollar von Börsen weltweit.

Der Bericht bezieht sich auf eine Studie des Blockchain-Sicherheitsunternehmens Chainalysis, die letzten Monat veröffentlicht wurde. Bei Cyberangriffen aus Nordkorea sollen alllein im vergangenen Jahr 400 Millionen Dollar erbeutet worden sein.

Mehr zum Thema: Nordkoreas staatliche Hacker stahlen 2021 400 Millionen Dollar in Kryptowährung

Nordkorea verwendet das Geld, um seine Infrastruktur für Atomwaffen und ballistische Raketen auszubauen. Das Land ist von den Vereinten Nationen mit scharfen Sanktionen belegt worden. Das hat den Gangster-Staat jedoch nicht davon abgehalten, sein Raketenprogramm fortzusetzen.

Viele Sanktionen sind wirkungslos dank Kryptowährung

Kryptowährungen haben sich für den nordkoreanischen Staat als effizientes Instrument zur Umgehung der US-Sanktionen erwiesen. Die nordkoreanischen Hacker haben setzen mehrere in Fachkreisen geläufige Methoden ein, um in weltweit operierende Krypto-Börsen einzudringen.

Dazu gehören Phishing-Köder, Malware und Code-Exploits. So ist es den Hackern gelungen, sich Zugriff auf die Hot-Wallets der Börsen zu verschaffen und sie auf von Nordkorea kontrollierte Adressen zu verschieben.

Der Auslandsgeheimdienst Nordkoreas, das Reconnaissance General Bureau, soll hinter den Angriffen stecken. Nordkorea verschmäht auch private Kryptowährungen wie Monero nicht.

So sind Kryptowährungen inzwischen zu einer wichtigen Einnahmequelle geworden. Das Regime profitiert auch von den unklaren globalen Vorschriften für digitale Vermögenswerte. Gleichwohl erlitt das Land aufgrund der COVID-19-Pandemie große Handelsverluste. Dies dürfte ein weiterer Grund für die Zunahme der Cyber-Attacken auf ausländische Kryptobörsen sein.

Einem früheren Bericht zufolge plant Nordkorea außerdem, auch solche Kryptos weiterhin zu halten, die mit einer internationalen Sperre belegt sind, also nirgendwo offiziell gehandelt werden können, nicht einmal mehr illegal bei Binance. Der Bericht stellt fest:

„Was auch immer der Grund sein mag, der Zeitraum, den Nordkorea bereit ist, diese Gelder zurückzuhalten, ist aufschlussreich, denn er lässt auf einen sorgfältigen Plan schließen, nicht auf Verzweiflung und Zeitdruck.“

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Bhushan is a FinTech enthusiast and holds a good flair for understanding financial markets. His interest in economics and finance draw his attention towards the new emerging Blockchain Technology and Cryptocurrency markets. He is continuously in a learning process and keeps himself motivated by sharing his acquired knowledge. In his free time, he reads thriller fictions novels and sometimes explores his culinary skills.

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