Über 85% der Ethereum-Entwickler unterstützen die Migration zum Proof-of-Stake bereits in 2021

  • Eine Umfrage eines Ethereum-Forschers hat bewiesen, dass eine überwältigende Mehrheit der Entwickler für die Migration zu Proof-of-Stake im Jahr 2021 ist.
  • Ethereum-Entwickler könnten die Zusammenführung des Eth1-Mainnets und der Beacon Chain priorisieren, bevor Sharding implementiert wird.

Ein Proof-of-Stake (PoS) Konsens-Mechanismus könnte noch in diesem Jahr für Ethereum kommen. Laut einer aktuellen Umfrage von einem Ethereum-Entwickler, unterstützt eine überwältigende Mehrheit der Gemeinschaft die Umsetzung des PoS noch in diesem Jahr. Dies folgt jüngsten Ereignissen, wie dem hitzigen Streit mit Ethereum Minern, welche die Entwickler dazu gebracht haben, sich für eine schnellere Umstellung einzusetzen.

Justin Drake, ein Ethereum 2.0 (Eth2) Forscher, hat die Umfrage kürzlich auf Twitter veröffentlicht. Er hatte einige der wichtigsten Ethereum-Forscher, Entwickler und Client-Entwickler befragt. Dazu gehörten Gründer Vitalik Buterin, einer derjenigen, die die Migration zum PoS unterstützt, und andere Schlüsselfiguren wie Tim Beiko, Lakshman Sankar, Dankrad Feist, Danny Ryan und Georgios Konstantopoulos.

Laut der Umfrage stimmten 86% der Entwickler und Forscher zu, dass es wünschenswert wäre, im Jahr 2021 auf den PoS im Mainnet zu migrieren. 9% stimmten der Migration „eher zu“. Wie Drake jedoch verriet, hatten einige wichtige Eth1-Forscher ihre Stimme noch nicht abgegeben, als er die Ergebnisse veröffentlichte.

In der Umfrage wurden die Forscher zu einem „sicheren Minimum Viable Merge“ im Jahr 2021 befragt. Dies würde bedeuten, dass die Staker ihre Ether nicht transferieren oder zurückziehen können und es noch keine Änderungen an der Ethereum Virtual Machine geben würde.

Die Proof-of-Stake Ära ist da

Ethereum ist schon seit einer Weile auf dem Weg zur Implementierung von Eth2. Letztes Jahr veröffentlichten die Entwickler eine Roadmap für die Migration und enthüllten, dass sie mit der Einführung der Beacon Chain beginnen würde. In Phase 1 werden die Entwickler Sharding einführen, wodurch das Netzwerk den Datenverkehr auf kleinere Chains (Shards) verteilen und somit skalieren kann. Mit Phase 1.5 sollte ursprünglich die Verschmelzung der Proof-of-Work Blockchain mit der neuen PoS Beacon Chain folgen.

Angesichts der jüngsten Ereignisse haben sich die Ethereum-Entwickler jedoch dafür ausgesprochen, Phase 1 zu überspringen und zuerst mit der Verschmelzung zu beginnen. Einer der Hauptgründe für die Beschleunigung der Migration ist ein Streit zwischen den Minern und den Entwicklern über EIP-1559.

Wie CNF berichtete, waren die Miner nicht allzu glücklich mit dem EIP. Sie hatten vor, einen Protest zu inszenieren, der das Ethereum-Netzwerk auf eine seiner bisher größten Prüfungen stellen würde. Allerdings hatten die Miner ihre Idee nach langen Diskussionen aufgegeben, um den Netzwerk nicht zu schaden.

Während der Streit zwischen den Minern und den Entwicklern beigelegt wurde, haben letztere daran gearbeitet, dass so etwas nie wieder passiert. Eine schnellere Umstellung auf den PoS ist eine der Strategien, die sie anwenden möchten, um dies sicherzustellen. Bereits Anfang März unterbreitete Vitalik einen Vorschlag, wie die Verschmelzung mit der Beacon Chain beschleunigt werden könnte.

Ether (ETH) wird zu Ultraschallgeld

Die Migration auf eine PoS Blockchain könnte irgendwann nach dem London Hard Fork im Juli kommen, der den umstrittenen EIP-1559 einführen wird. Der Vorschlag wird Ether zu einer deflationären Währung machen. Vitalik kommentierte dies in einem kürzlich erschienenen Podcast mit den Worten:

Und der Witz, den ich manchmal mache, ist, wenn man bei Bitcoin weiß, dass ein festes Angebot hat und es dadurch gesundes Geld ist, was ist dann, wenn Sie ein abnehmendes Angebot haben, macht uns das zu einem Ultraschallgeld?

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Steve ist seit vier Jahren Blockchain-Autor und seit noch längerem ein großer Krypto-Enthusiast. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn besonders die Chancen fur Entwicklungsländer.

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