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Trotz Anstieg der Hashrate: Ist das Monero Netzwerk sicher?

  • Auch wenn die Hashrate des Monero Netzwerkes weiter, fast täglich, neue Rekorde erreicht, stellt sich die Frage nach der Sicherheit des Monero Netzwerks mit RandomX.
  • Ein direkter Vergleich der Hashrate vor und nach dem RandomX Hard Fork hat wenig Aussagekraft.

Die Hashrate von Monero (XMR) hat am 30. Dezember 2019 einen neues Allzeithoch von 1,1358GH/s erreicht. Seit der Aktivierung des RandomX Hard Forks kann das XMR Netzwerk somit ein Wachstum verzeichnen. Allerdings darf der neue Rekordwert, wie r/tevador, ein XMR Mitarbeiter via Reddit erklärte, nicht unmittelbar mit dem Hashrate-Werten vor dem Fork verglichen werden.

Der zuvor verwendete CryptoNight Algorithmus und RandomX sind aufgrund der grundlegend unterschiedlichen Algorithmen und die dadurch bedingten Wirkungsgrade nicht wirklich vergleichbar. Wie die nachfolgende Grafik zur Hashrate von Bitinfocharts zeigt, kann aber zumindest abgelesen werden, dass seit dem steilen Anstieg auf 664 MH/s, einen Tag nach dem Hard Fork (am 01. Dezember), ein stetiges Wachstum stattfindet.

Die Hashrate ist innerhalb eines Monats, mit Random X, von 664 MH/s auf zeitweise 1,13GH/s angewachsen.

Monero hashrate 2020

Source: https://bitinfocharts.com/comparison/monero-hashrate.html#2y

Ist Monero nach RandomX sicherer geworden?

Während viele den rasanten Anstieg der Hashrate im vergangenen Monat begrüßten, ist eine Debatte darüber entstanden, wie sicher das Monero Netzwerk trotz des Anstiegs der Hashrate ist. Wie bereits dargelegt, kann die Frage, ob das Monero Netzwerk durch die Verdreifachung der Hashrate wirklich sicher geworden ist, nicht pauschal beantwortet werden.

Die Grundregel, dass mit steigender Hashrate auch die Sicherheit des Netzwerkes steigt, kann aufgrund der verschiedenen Algorithmen nicht angewendet werden. r/Kallebo1337 schlug deshalb vor, dass man eine durchschnittliche Hashrate für jeden Miner errechnen müsste und abstrahieren sollte, wie viele Miner im Moment Teil des Netzwerks sein könnten. Nur das sei vergleichbar.

r/tevador erklärte allerdings auch, dass das Monero Netzwerk momentan mindestens genauso oder vielleicht sogar noch sicherer gegen Angriffe ist, wie es mit CryptoNight der Fall war. Diese Aussage macht er an der Tatsache fest, dass der Anteil an Netzwerk Hashrate, die auf Nicehash gemietet werden kann, ungefähr die gleiche wie vorher ist. Vor RandomX waren es 15-20 MH/s von 300 MH/s. Jetzt sind es 55 MH/s von 1000 MH/s.

Des Weiteren schätzt er, dass aktuell mindestens 4 der aktuellen TOP 5 Supercomputer zusammengenommen erforderlich sind, um das Netzwerk zu 51% anzugreifen. Wie CNF berichtete, bestätigte ArticMine, ein Core Entwickler von Monero, kurz nach dem Fork diese Aussage teilweise. ArticMine erklärte, dass es derzeit keinen einzelnen Supercomputer gibt, der einen 51% Angriff realisieren kann. Selbst der neueste CPU-only-Supercomputer (11969 64-Core AMD EPYC CPUs) kann auf RandomX nur etwa 480 MH/s erreichen.

Gewinne für CPU Miner steigen

RandomX hat nicht nur eine ASIC Resistenz erzielt, sondern bringt Monero auch in eine interessante Lage. Einerseits ist Monero mit dem Wechsel zu RandomX zur größten Proof of Work Kryptowährung geworden, was mehr Miner anziehen könnte. Anderseits ist es unbeabsichtigt zu einer Steigerung der Profitabilität des CPU-Minings gekommen. Wie r/tevador feststellt, wurde das CPU Mining nach RandomX um etwa den Faktor 2-3 profitabler. Der Grund dafür ist der Folgende:

Das liegt daran, dass die Hash-Rate der gängigen CPUs im Vergleich zu CryptoNightR um das 8-10-fache gestiegen ist, die Netzwerk-Hash-Rate aber nur um das 3-4-fache (300 MH/s bis 1000 MH/s).

Dies könnte sich kurzfristig weiterhin positiv auf das Wachstum der Hashrate auswirken. Dies wird wiederum die Dezentralisierung und die Sicherheit des Netzwerks weiter steigern.

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About Author

Jake Simmons

Jake Simmons ist seit 2016 ein Krypto-Enthusiast. Seit er von Bitcoin und der Blockchain-Technologie gehört hat, beschäftigt er sich täglich mit dem Thema. Jenseits von Kryptowährungen studierte Jake Informatik und arbeitete 2 Jahre lang für ein Startup im Blockchain-Bereich. Bei CNF ist er für die Beantwortung technischer Fragen zuständig. Sein Ziel ist es, die Welt auf eine einfache und verständliche Weise auf Kryptowährungen aufmerksam zu machen.

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