TRON: MPC Torch Projekt wird das Datenschutzprotokoll für das Internet

  • Das MPC Torch Projekt von TRON soll das Datenschutzprotokoll für das Internet der Zukunft werden, wie Justin Sun erklärte.
  • Da das Projekt extrem ambitioniert gibt, geben viele Kritiker dem Projekt allerdings keine großen Erfolgschancen.

Der CEO von TRON, Justin Sun, hat ein neues Projekt für das TRON Ökosystem enthüllt. Es wird den Namen MPC Torch tragen und soll das Datenschutzprotokoll für das Internet werden. Laut der offiziellen GitHub Website arbeiten derzeit mehr als 20 Entwickler an der Entwicklung des Projektes. MPC Torch wird auf die zk-SNARKS (Zero-Knowledge Succinct Non-Interactive Argument of Knowledge) Technologie setzen und soll laut Aussage von Sun das „Internet neu gestalten“.

Das MPC Torch Projekt ist Teil des Datenschutzprotokolls TRONZ, welches bereits im vergangenen Monat angekündigt wurde. MPC oder Multi-Party-Computing ist eine auf den Schutz der Privatsphäre ausgerichtete Technologie, die den Parteien hilft, gemeinsame Berechnungen mit privaten Eingaben durchzuführen. Dabei müssen die Eingaben nicht gegenseitig offengelegt werden, was ein Höchstmaß an Datensicherheit schafft.

Justin Sun hat bereits mehrfach für das Projekt geworben und die Bedeutung des Projekts betont (frei übersetzt):

Das MPC Torch Projekt von TRON versucht, die auf zk-SNARKS basierende Anonymität zu nutzen, um das Internet neu zu gestalten. Das ultimative Ziel von TRONZ ist es, die Sicherheit und Glaubwürdigkeit des Setups zu verbessern und eine Reihe von fairen und verlässlichen Parametern für die gesamte Menschheit bereitzustellen.

Zu Ehren der Pioniere des Datenschutzprotokolls gibt die TRON-Stiftung 100 US-Dollar an Stiftungen des Datenschutzprotokolls. Letztendlich werden Einzelpersonen, die das kollektive MPC Torch Projekt antreiben, der gesamten Menschheit kostenlos zur Verfügung gestellt!

Um an dem Projekt teilnehmen zu können, müssen Interessenten eine E-Mail an tronz_mpc@tronz.io senden und sich darin vorstellen. Falls die Bewerbung angenommen wird, werden die notwendigen Ressourcen freigegeben.

Zweifel und Kritik an dem Projekt

Das Projekt ist extrem ambitioniert, weshalb es auch viele Kritiker in der Krypto-Gemeinschaft gibt. Ob es Sun und der Tron Foundation gelingen wird ein Datenschutzprotokoll für das Internet zu etablieren, erscheint eine extreme Mammutaufgabe, zumal es dafür Standards und Gremien, wie das World Wide Web Consortium (W3C) gibt.

Innerhalb der Krypto-Gemeinschaft besitzt Justin Sun auch den Ruf kühne Versprechungen nicht einzulösen. Sowohl die Akquisitionen von BitTorrent, als auch DLive haben sich bisher als Enttäuschung erwiesen. Weder BitTorrent noch DLive konnten bisher einen massiven Anstieg der TRON Nutzerzahlen initiieren.

Zwar konnte TRON kürzlich EOS als zweitgrößte Plattform für dApps ablösen. Allerdings basiert der Großteil des Transaktionsvolumens auf Gambling-dApps, weshalb eine Studie von DappReview TRON auch als das „Las Vegas auf der Blockchain“ bezeichnete. Die viel umworbenen Projekte BitTorrent und DLive haben hingegen noch keine merklichen Erfolge verzeichnen können. Auch die Investition von Sun in die Kryptowährungsbörse Bitfinex und die Listung aller TRC20 und TRC10 Token hat nur einen kurzfristigen Effekt erzielt.

Alles in allem könnte ein Erfolg zweifellos einen großen Aufschwung für TRON bedeuten. Allerdings scheinen die Erfolgschancen eher gering. Dennoch wird nur die Zukunft zeigen können, ob Sun mit MPC Torch nicht doch erfolgreich sein wird.

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About Author

Collin is a Bitcoin investor of the early hour and a long-time trader in the crypto and forex market. He's fascinated by the complex possibilities of blockchain technology and tries to make matter accessible to everyone. His reports focus on developments about the technology for different cryptocurrencies.

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