Tron-Gründer will bis fünf Milliarden Dollar für Beteiligungen bereitstellen

  • Tron Gründer Justin Sun teilte Reportern mit, mehrere Unternehmen hätten sich an ihn gewandt, nachdem er kürzlich getwittert hatte, er sei bereit angeschlagenen Kryptofirmen zu helfen.
  • Tron kooperiert bereits mit einer Investmentbank um sich zu möglichen Übernahmen beraten zu lassen.

Die derzeitige Kryptokrise hat nicht nur die Anleger, sondern auch die Kryptounternehmen in Mitleidenschaft gezogen. Das hat die Kryptobörsen FTX und Binance dazu veranlasst, angeschlagenen, aber eigentlich gesunden Unternehmen Unterstützung anzubieten. Nun ist offenbar auch Justin Sun, der Gründer des Tron-Blockchain-Ökosystems, bereit, sich in dieser Richtung zu engagieren, da er bis zu fünf Milliarden Dollar für Unternehmensbeteiligungen bereitstellen will. Sun teilte Reportern mit, mehrere Unternehmen hätten sich an ihn gewandt, nachdem er kürzlich getwittert habe, dass er bereit sei, zu helfen.

FTX hat bereits Kreditlinien für Voyager Digital und BlockFi bereitgestellt. Binance-Chef Changpeng Zhao teilte ebenfalls mit, mehrere Krypto-Fonds hätten sich an ihn gewand, weil er über die größte Bargeldreserve der Branche verfüge:

„Wir sehen uns all das an. Wir sehen uns 50 bis 100 Unternehmen an. Jeder weiß, dass wir die größte Barreserve der Branche haben. Jeder spricht mit uns.“

Zhao sagte, dass Binance bereits einige Geschäfte abgeschlossen habe. Auf die Frage, warum diese Deals nicht in den Nachrichten waren, erwähnte er, dass das Unternehmen nur Vereinbarungen mit größeren Firmen bekannt geben würden, um die Privatsphäre der kleineren Firmen zu schützen.

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50 bis 100 Kandidaten

Sun hihgegen teilte in einer kürzlich abgegebenen Erklärung mit, die Zahl der Firmen, die bei ihm Hilfe suchten, können den 50 bis 100 verglichen werden kann, die Binance angibt.

„Wir prüfen das aktiv und sehen, was wir hier tun können. Wir sind bereit, fünf Milliarden Dollar einzusetzen, um die Miner der Branche dabei zu unterstützen, ihren Betrieb fortzusetzen.“

Tron ist jetzt in Verhandlungen mit einer Investmentbank über mögliche Geschäfte. Der Name der Bank wurde aufgrund einer Geheimhaltungsvereinbarung nicht genannt. Laut Sun werde man sich auf notleidende, aber eigentlich gesunde Unternehmen konzentrieren, und vor konkreten Geschäftsabschlüssen würde eine Due-Diligence-Prüfung stattfinden.

Auf die Frage, ob die genannten fünf Milliarden Dollar sein eigenes oder das Geld von Tron sei, sagte er, dass es stamme aus beiden Quellen. Seine DAO verfügt derzeit über Reserven von 2,3 Milliarden Dollar. Zur aktuellen Marktsituation erklärte er, dass das Schlimmste bereits überstanden sei.

„Unser Interesse gilt Plattformen mit einer großen Nutzerbasis, sowohl im zentralisierten als auch im dezentralisierten Finanzwesen. Ich denke, dass der Deleverage-Prozess derzeit die schlimmste Zeit hinter sich hat. Wir müssen ihn also nur noch bereinigen und weitergehen. Ich glaube natürlich nicht, dass der Markt sehr optimistisch sein wird.“

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John ist seit Jahren ein begeisterter Krypto- und Blockchainjournalist. Besonders fasziniert ist er von aufstrebenden Startups und den versteckten Mächten hinter Angebot und Nachfrage. Er hat einen Bachelor-Abschluss in Geographie und Wirtschaft.

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