Tonga erhält nach Vulkanausbruch und Tsunami Zehntausende Bitcoin-Spenden

  • Der polynesische Inselstaat Tonga im Südpazifik  hat nach dem Vulkanausbruch und dem darauffolgenden Tsunami vom 14.Januar über 40.000 Dollar an Bitcoin-Spenden erhalten
  • Ein ehemaliger Abgeordneter hatte zuvor davon gesprochen, mit geothermisch erzeugtem Strom betriebene Miningfarmen im Land einzurichten und Bitcoin offizielles Zahlungsmittel einzuführen

Tonga wurde am 14. Januar von einem durch einen unterseeischen Vulkanausbruch verursachten Tsunami getroffen. Die Schockwellen der Eruption liefen um die halbe Welt.

Seit dem von der Regierung als beispiellose Katastrophe bezeichneten Naturereignis wurden mehrere Hilfsaktionen und auch bereits einige Wiederaufbauprojekte eingeleitet. Dazu gehört auch ein Bitcoin-basierter Hilfsfonds für Tonga, der von dem ehemaligen tonganischen Abgeordneten und Bitcoin-Fan Lord Fusitu’a eingerichtet wurde. Einige Dutzend Spender folgten bisher dem Aufruf des Politikers zu Krypto-Spenden an das Bitcoin-Wallet des Landes. Innerhalb von drei Tagen nach seiner Freischaltung gingen 250 Bitcoin-Spenden im Wert von über 40.000 Dollar ein.

Derzeit ist das gesamte Ausmaß der durch den Vulkanausbruch verursachten Schäden noch unklar, aber es besteht die Möglichkeit einer humanitären Krise. Die Kommunikation mit dem Rest der Welt wurde durch ein beschädigtes Unterseekabel stark beeinträchtigt. Außerdem hat eine riesige Aschewolke das Land bedeckt, Flugzeuge können derzeit nicht starten oder landen. Die meisten Informationen über die Ereignisse auf der Insel stammen von Aufklärungsflügen. Die Regierung hat bisher den Tod von drei Menschen sowie die Zerstörung von Häusern auf einer der kleinen Außeninseln Tongas bestätigt.

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) arbeitet mit anderen UN-Organisationen und Partnern zusammen, um Tonga in der entstehenden Krise zu unterstützen. Die Prioritäten sind Kommunikation, Logistik, Wasserversorgung und Abwasserentsorgung.

Tonga erwägt Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel

Lord Fusitu’a hat über verschiedene Möglichkeiten gesprochen, wie das Königreich Tonga Bitcoin einführen könnte, wobei er sich an den Schritten El Salvadors in Sachen Kryptowährung orientiert. Einer davon ist die Einrichtung von Bitcoin-Miningfarmen, die mit geothermischer Energie aus Vulkanen betrieben werden, wie in El Salvador. Dem Ex-Abgeordneten zufolge gibt es in dem Land 21 Vulkane, von denen jeder als Energiequelle dienen könnte. Ein einziger Vulkan könnte täglich Bitcoin im Wert von 2.000 Dollar erzeugen, die an tonganische Familien verteilt werden könnten.

Der zweite Vorschlag ist schlicht die Einführung von Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel. Eine entsprechende Abstimmung im Parlament soll im Mai stattfinden. Derzeit ist El Salvador das einzige Land, in dem Bitcoin offiziell als Währung verbindlich anerkannt ist. In einer Reihe von Tweets schrieb Lord Fusitu’a, dass Bitcoin bereits im November oder Dezember dieses Jahres eingeführt könnte.

Laut Lord Fusitu’a könnte seine Einführung in das tonganische Finanzsystem Geldtransfers erheblich erleichtern. Geld aus dem Ausland macht 41,1% des tonganischen Bruttosozialprodukts aus.

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