Thailand verbietet Zahlungen mit Kryptowährung

  • Die thailändische Börsenaufsicht hat Kryptowährungen als Zahlungsmittel verboten, da deren hohe Volatilität und die Unfähigkeit der Zentralbank, sie zu regulieren, ein zu hohes Risiko darstellen.
  • Die Behörde stellte jedoch klar, dass es sich nicht um ein generelles Verbot von Kryptowährungen handele, die bei den Bürgern großen Anklang gefunden haben.

El Salvador war das erste Land, das eine Kryptowährung zur gesetzlichen Währung mit all ihren Funktionen gamacht hat. Paraguay und jetzt auch Malaysia erwägen, denselben Schritt zu gehen und Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel einzuführen.
Im Gegensatz dazu wird es in Thailand nun das Verbot einer wesentlichen Teilfunktionalität von Kryptowährungen geben, das am ab dem 1. April in Kraft treten wird.

Die thailändische Behörde erklärt, sie habe Krypto-Zahlungen verboten, da diese die finanzielle Stabilität des Landes beeinträchtigen und ein großes Risiko für die Wirtschaft des Landes sein könnten.

Wie bei vielen Regulierungsbehörden in anderen Ländern lautet die Begründung weiter, dass es Kryptowährungen an den Eigenschaften soliden Geldes mangele. Ihre Volatilität mache sie für Zahlungen ungeeignet, während ihr hohes Risiko des Cyber-Diebstahls sie für die alltägliche Verwendung durch die Bervölkerung zu unsicher mache. Darüber hinaus könnten Kryptowährungen zur Geldwäsche verwendet werden, so die SEC.

Die Bedenken sind zwar berechtigt, aber teils schon überholt. Denn mittlerweile hat sich gezeigt, dass Kryptowährungen aufgrund der öffentlichen, offenen und unveränderlichen Natur der Blockchain zu den am wenigsten effektiven Möglichkeiten der Geldwäsche gehören. Kriminelle, die sich auf Kryptowährungen verlassen, um Straftaten zu begehen, können aufgespürt werden, wie andere Kriminelle auch; Beispiele dafür sind das New Yorker Ehepaar, das 4,5 Milliarden Dollar von Bitfinex gestohlen hatte, bis hin zu den schwerkriminellen Hackern, die in den USA hohe Schäden verursacht haben, weil Sie den Betrieb von Schlüsselunternehmen sabotiert und Lösegeld für die Wiederinbetriebnahme erpresst hatten.

Thailand verbietet Kryptowährungen jedoch nicht generell. Thailändische Investoren haben sich millionenfach für Kryptowährung entschieden. Der Chainalysis Global Crypto Adoption Index platziert Thailand weltweit auf Platz zwölf für die Akzeptanz und auf Platz sieben für den erhaltenen On-Chain-Wert, noch vor Ländern wie Brasilien, China und die Philippinen.

Thailands Nachbarland Maylaysia erwägt, Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel einzuführen. Das malaysische Kommunikationsministerium hat vorgeschlagen, dem Beispiel El Salvadors mit Bitcoin zu folgen; allerdings ist die Zentralbank des Landes grundsätzlich gegen einen solchen Schritt.

Mehr zum Thema: In Malaysia gehen die Meinungen über Bitcoin als gesetzliche Währung auseinander

In El Salvador ist die Einführung von Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel allerdings nicht so reibungslos verlaufen, wie Präsident Nayib Bukele es gerne gehabt hätte. Als jüngsten Rückschlag hat der Finanzminister des Landes, Alejandro Zelaya, die Verschiebung des Starts eines Bitcoin-Fonds in Höhe von einer Milliarde Dollar angekündigt, der zwischen dem 15. und 20. März angeboten werden sollte.

Der Minister machte für die Verschiebung die schwierigen Marktbedingungen verantwortlich, die durch den Krieg in der Ukraine verursacht werden.

„Ich denke, dies ist nicht der richtige Zeitpunkt. Es gibt einige Bewegungen auf dem Planeten.“

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Steve ist seit vier Jahren Blockchain-Autor und seit noch längerem ein großer Krypto-Enthusiast. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn besonders die Chancen fur Entwicklungsländer.

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