Thailand führt eigene Kryptowährung ein

  • Thailand plant die Einführung der Kryptowährung TAT-Coin als Teil einer „Krypto-Tourismus“-Kampagne.
  • Das Token soll potenzielle Krypto-Anleger dazu bringen, das Land zu besuchen und in TAT-Coin zu investieren, um das Bruttosozialprodukt des Landes zu steigern.

Die Tourism Authority of Thailand (TAT), die thailändische Tourismusbehörde, plant die Ausgabe einer Kryptowährung  namens TAT-Coin, die Teil einer „Kryptotourismus“-Initiative werden soll, um das Land für finanzstarke Krypto-Investoren attraktiv zu machen.
Die Idee zur Ausgabe von TAT Coin stammt, wie die Bangkok Post berichtet, von Jirayut Srupsrisopa, dem Gründer und Chef der in Thailand ansässigen Kryptowährungsbörse Bitkub. Srupsrisopa hat sich bei der Regierung für diese Idee stark gemacht, denn er ist überzeugt, dass Anleger in Kryptowährungen die thailändische Wirtschaft revolutionieren könnten, wenn es attraktiv genug für sie sei, sich im Land niederzulassen.
Er sagt, es gebe genug Investoren, die von Kryptowährungen profitiert haben und nach profitablen Möglichkeiten suchen, ihre Erlöse zu platzieren. Genau diese Möglichkeiten will Thailand jetzt bieten, unter anderem durch erhebliche Steuervergünstigungen als Anreiz, sich am TAT-Coin zu beteiligen.

Synergien durch Kryptowährung und Tourismus

Der thailändische Tourismussektor machte vor der Pandemie etwa 20% des thailändischen Bruttosozialprodukts aus. Etwa 40 Millionen Touristen besuchten das Land 2019, und sie brachten 60 Milliarden Dollar an Einnahmen. Mit dem Ausbruch von COVID-19 war die Regierung jedoch gezwungen, die Grenzen zu schließen. Laut thailändischem Tourismusministerium verlor der Staat dadurch Einnahmen in Höhe von 80 Milliarden Dollar, die man nun wieder hereinholen will – vorzugsweise jedes Jahr. Thailands Grenzen sind mittlerwele wieder offen, allerdings nur für Personen mit dem Nachweis einer COVID-Impfung.
Laut Srupsrisopa entwickelt die thailändische Tourismusbehörde derzeit einen Rahmen für die Ausweitung der Krypto-Adoption. Der Gouverneur der Organisation, Yuthasak Supasorn, sagt, das Konzept sei bereits von mehreren Behörden diskutiert worden. Dazu gehören die thailändische Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde (SEC), Bitkub Online Co und die Bank of Thailand (BOT). Das Konzept soll spätestens dann stehen, wenn der Reiseverkehr wieder den Stand von vor der Pandemie erreicht hat.
Darüber hinaus planen die Behörden, die thailändische Kryptowährung selbst zu verwalten, eine digitales Wallet zu entwickeln und ein neues Umfeld für Touristen zu schaffen. Gouverneur Yuthasak prognostiziert, dass das Land bis 2024 wieder den Stand erreicht haben wird, den es vor der COVID-Pandemie hatte. Der erste Schritt dazu ist, im ersten Quartal 2022 mindestens eine Million ausgabefreudiger Touristen ins Land zu holen. Die Behörden gehen davon aus, dass 10% der Inhaber digitaler Währungen Thailand irgendwann besuchen werden.
Auch andere Branchen wollen die neue Kryptowährung nutzen,  darunter die Lebensmittel-Branche sowie kommerzielle Web-sites.

Attraktivität durch strenge Vorschriften

Trotz der nun offiziellen Krypto-Affinität sollten sich zwielichtige Akteure, die es bekanntlich in jedem Markt gibt, keine Illusionen machen. Thailand hat sich als ein Land mit strengen Vorschriften für die Krypto-Branche erwiesen. Die thailändische Börsenaufsichtsbehörde SEC hat Meme-Coins, Fan-Token und NFTs von allen inländischen Krypto-Börsen verbannt – mit der Begründung, dass es diesen Finanz-Produkten an substanzieller Unterstützung und an ernst zu nehmenden Zielen fehle. Gegen Binance wurde sogar Strafanzeige erstattet, weil die Börse ihre Geschäfte ohne Lizenz betrieb.

Mehr zum Thema: Thailand verbietet Meme-Münzen, Fan-Token und NFTs an Krypto-Börsen

About Author

Let’s talk crypto, Metaverse, NFTs, and CeDeFi, and focus on multi-chain as the future of blockchain technology. I like analyzing on-chain data in search of reliable investment.

Comments are closed.