Tether kooperiert mit Regulierungsbehörden und will Stablecoin-Bedenken ausräumen

  • US-Senator Sherrod Brown hat Briefe an Stablecoin-Emittenten und Krypto-Börsen verschickt und Informationen darüber angefordert, wie sie Verbraucher und Investoren schützen.
  • Tether hat als Reaktion darauf versichert, man werde mit dem Gesetzgeber zusammenarbeiten, um die Branche zu verbessern.

Nicht nur der Marktwert von Kryptowährungen steigt, auch die damit verbundenen Risiken. Anleger müssen geschützt werden. Obwohl sich die meisten Bedenken auf die hochvolatilen Vermögenswerte konzentrieren, sind auch Stablecoins wie Tether (USDT), die an andere Währungen gekoppelt sind, nicht von Kritik verschont geblieben. In einem kürzlich erschienenen Bericht der Arbeitsgruppe für Finanzmärkte des US-Präsidenten heißt es, Stablecoins seien großes Risiko für Investoren, da die unregulierten Vermögenswerte eine Bedrohung für die Marktintegrität seien.

In dem Bericht wird hervorgehoben, dass Stablecoins zu „Betrug und Fehlverhalten beim Handel mit digitalen Vermögenswerten, einschließlich Marktmanipulation, Insiderhandel und Front-Running, sowie einem Mangel an Handels- und Preistransparenz“ führen können.

Als Reaktion auf die in dem Bericht geäußerten Bedenken hat Senator Sherrod Brown, Vorsitzender des US-Senatsausschusses für das Bank-, Wohnungs- und Städtewesen, Stablecoin-Emittenten und Kryptobörsen angeschrieben und um Informationen darüber gebeten, wie sie Verbraucher und Anleger schützen.

Mehr zum Thema: Bankenausschuss des US-Senats will detaillierte Berichte von Kryptobörsen über Stablecoins

Angeschrieben wurden Gemini, Paxos, Coinbase, Tetter, Circle, Binance.US und TrustToken. In dem Brief heißt es:

„Ich habe erhebliche Bedenken hinsichtlich der nicht standardisierten Bedingungen, die für die Rücknahme bestimmter Stablecoins gelten, wie sich diese Bedingungen von traditionellen Vermögenswerten unterscheiden und wie diese Bedingungen möglicherweise nicht auf allen Handelsplattformen für digitale Vermögenswerte einheitlich sind.“

Tether kooperiert beim Anlegerschutz

Tether hat als Reaktion auf das Schreiben von Brown versichert, dass man mit dem Gesetzgeber zusammenarbeiten werde, um die Branche zu verbessern.

„Wir schätzen das Interesse der Gesetzgeber an der Funktion, dem Zweck und der Sicherheit aller Stablecoins im gesamten Ökosystem der Kryptowährungen. Wir waren und sind erfreut, mit politischen Entscheidungsträgern auf der ganzen Welt an diesen wichtigen Themen zu arbeiten.“

Die Behörden der G-20-Staaten haben sogar eine Regulierung von Stablecoins gefordert, bevor diese zur Verwendung zugelassen werden. Viele von ihnen sind auch der Auffassung, dass vor der weltweiten Zulassung von Stablecoins digitale Zentralbank-Währungen eingeführt werden müssen.

Kürzlich wurden Stablecoins in die vom Consumer Financial Protection Bureau (CFPB) eingeleitete Tech-Sondierung einbezogen. Laut Rohit Chopra, dem Direktor, könnten Stablecoins, die von einem großen Tech-Unternehmen ausgegeben werden, eine schnelle und weit verbreitete Akzeptanz erfahren, wenn es seine große Kundenbasis ausnutzt. Der SEC-Vorsitzende Gary Gensler bezeichnete Stablecoins auch als „Pokerchips“, nachdem berichtet wurde, dass die SEC beschlossen hat, gegen den Markt vorzugehen.

Die Regulierungsbehörden sind in erster Linie besorgt über das Asset Backing von Stablecoins, obwohl diese im Wert an den US-Dollar gekoppelt sind. Stablecoins sind aktuell durch US-Staatsanleihen wie USD Coin abgesichert.

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John ist seit Jahren ein begeisterter Krypto- und Blockchainjournalist. Besonders fasziniert ist er von aufstrebenden Startups und den versteckten Mächten hinter Angebot und Nachfrage. Er hat einen Bachelor-Abschluss in Geographie und Wirtschaft.

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