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Tether erwartet „wertlose und söldnerische“ Klagen wegen Manipulationsvorwürfen durch Studie

  • Tether erwartet „wertlose und söldnerische“ Klagen aufgrund einer nicht benannten Studie, die behauptet, dass (USDT) Emissionen von Tether für die Manipulation des Kryptowährungsmarktes verantwortlich sind. 
  • Währenddessen ist das Verfahren der New Yorker Staatsanwaltschaft gegen Tether und iFinex weiterhin offen. Nächste Woche läuft eine wichtige Frist ab. 

Das Unternehmen hinter dem Stablecoin Tether (USDT) hat gestern eine Pressemitteilung auf ihrer Website veröffentlicht, die beschreibt, dass Tether eine „wertlose und söldnerische“ Klage erwartet. Grund für die Anklage soll eine nicht benannte Studie sein, die (zum Zeitpunkt der Veröffentlichung) noch nicht herausgegeben wurde und fälschlicherweise behauptet, dass Tether (USDT) Emissionen für die Manipulation des Kryptowährungsmarktes verantwortlich sind.

Zwar hat Tether keine Angaben dazu gemacht, um welche Studie es sich handelt. Dennoch gibt es einige Spekulationen darüber, dass es sich dabei um die Studie von Token Analyst handelt könnte. Wie CNF am Freitag berichtete, stellte Token Analyst fest, dass Tether maßgeblich zur Rallye von Bitcoin in 2019 beigetragen hat. Laut der Studie stieg der Bitcoin Preis an Tagen, an denen USDT ERC20 ausgegeben wurden in 19 von 27 Tagen (70 Prozent) und an 12 von 24 Tagen (50 Prozent) bei USDT Omni.

Unabhängig davon, um welche Studie es sich handelt, bestreitet Tether die Ergebnisse und Schlussfolgerungen vehement und erklärt im Rahmen der Pressemitteilung, dass sich die Ergebnisse auf fehlerhafte Annahmen, unvollständige Daten und fehlerhafte Methoden stützen. Tether geht davon aus, dass „Söldneranwälte dieses zutiefst fehlerhafte Papier verwenden, um die Kläger für eine opportunistische Klage zu gewinnen, was möglicherweise das wahre Motiv“ der Studie gewesen ist (frei übersetzt):

Wir möchten unsere Position klar stellen, dass alle Ansprüche, die auf diesen Unterstellungen beruhen, wertlos, leichtsinnig und ein schamloser Versuch eines Geldraubs sind. Dementsprechend wird sich Tether in einer solchen Klage energisch verteidigen. Diese grundlosen Anschuldigungen sind ein Versuch, das Wachstum und den Erfolg der gesamten digitalen Token-Community zu untergraben, zu der Tether ein wichtigen Beitrag leistet.

Tether erklärte in der Vergangenheit bereits mehrfach, dass ihr Geschäftsmodell in der Annahme von Geldern von institutionellen Investoren besteht, um eine entsprechende Anzahl von USDT zu prägen, welche dann an diese ausgegeben werden.

Verfahren der NYAG weiterhin offen

Trotz dieses „sauberen“ Geschäftsmodells ist momentan ein Verfahren des New York Attorney General’s Office (NYAG) gegen Bitfinex und Tether anhängig. Im April leitete die New Yorker Staatsanwaltschaft ein Verfahren gegen Tether und ihre Muttergesellschaft iFinex ein, weil die Kryptowährungsbörse Bitfinex Gelder in Höhe von 850 Millionen Euro verloren und anschließend Gelder von Tether verwendet habe, um den Fehlbetrag zu vertuschen.

Nach der Einleitung des Verfahrens gab Tether erstmals bekannt, dass alle USDT-Münzen nur zu 74 Prozent durch US-Dollar gedeckt sind und weitere Vermögenswerte zur vollständigen Deckung eingesetzt werden. Dies bestätigte Tether auch nochmals in der gestern veröffentlichten Pressemitteilung (frei übersetzt):

Alle Tether-Token sind vollständig durch Reserven gedeckt und werden gemäß der Marktnachfrage ausgegeben, und nicht zum Zwecke der Kontrolle der Preise von Krypto-Assets.

Aktuell steht es um das Verfahren so, dass Tether und iFinex, die für die Untersuchung relevanten Dokumente bis zum 14. Oktober bei der New Yorker Staatsanwaltschaft einreichen müssen. Allerdings geht es bei der Untersuchung nicht um die Art und Weise, wie USDT gedruckt werden, sondern lediglich um die Frage der Zahlungsfähigkeit von Tether. Derzeit hat Tether noch immer keine Dokumente übergeben. Womöglich kommt aber nächste Woche wieder Bewegung in den Fall, wenn die Frist der NYAG abläuft.

About Author

Jake Simmons

Jake Simmons ist seit 2016 ein Krypto-Enthusiast. Seit er von Bitcoin und der Blockchain-Technologie gehört hat, beschäftigt er sich täglich mit dem Thema. Jenseits von Kryptowährungen studierte Jake Informatik und arbeitete 2 Jahre lang für ein Startup im Blockchain-Bereich. Bei CNF ist er für die Beantwortung technischer Fragen zuständig. Sein Ziel ist es, die Welt auf eine einfache und verständliche Weise auf Kryptowährungen aufmerksam zu machen.

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