Terra-Absturz – Gründer Do Kwon gibt erstes Interview: „Kein Betrug“

  • Do Kwon sagt, er habe eine große Wette abgeschlossen, die er aber anscheinend verloren habe.
  • Der Terraform-Labs-Chef besteht darauf, dass sein Unternehmen niemals betrogen habe.

FÜr ein Interview, das noch nicht ausgestrahlt wurde, hat sich Zack Guzman von coinage media mit dem Gründer von Terraform Labs, Do Kwon, zusammengesetzt, um dessen Sicht der Dinge nach dem Zusammenbruch des Terra-Netzwerks zu erfahren. In dem Interview spricht Kwon zum ersten Mal darüber, was beim Zusammenbruch des Terra-Netzwerks seiner Meinung nach geschah.

Der plötzliche Zusammenbruch des Terra-Netzwerks im Mai 2022 war ein Novum im sich schnell entwickelnden DeFi-Bereich. Der Absturz hatte erhebliche negative Auswirkungen auf den gesamten Kryptomarkt, und auch andere Finanzmärkte bekamen die Folgen zu spüren. Branchenanalysten schätzen, dass Anleger durch den Crash über 45 Milliarden Dollar verloren haben, und der Kryptomarkt spürt die Auswirkungen des Crashs auch noch mehr als drei Monate später.

Eine Minute und 30 Sekunden des Interviewtrailers zeigen einen ernst dreinblickenden Do Kwon. Es ist ein Eindruck dessen, was die Zuschauer erwarten können, wenn das Interview ausgestrahlt wird. Viele in der Krypto-Community sind gespannt darauf, von Kwon zu hören. Es ist sein erstes ausführliches Interview nach dem Absturz des Terra-Netzwerks.

Im Trailer-Video sagt Kwon, dass der Krypto-Raum mit einem Joker verglichen werden könnte. Er sagt, dass es zu viele Erwartungen an UST gibt, obwohl es sich nur um einen algorithmischen Stablecoin handele. Der kurze Videoclip deutet an dass auch andere Terra Lab-Mitarbeiter ihre Auffassungen über das Geschehene in voller Länge darlegen werden.

Etliche Mitglieder der Krypto-Community sind der Meinung, dass der Interviewer Guzman ungeeignet sei, ein solches Interview zu führen. Außerdem behauptet ein prominentes Mitglied des Terra-Netzwerks auf Twitter, @FatmanTerra, dass Guzmans Interview der Vertuschung von Kwons Fehlverhalten dienen solle, da Guzman Kwon viele Jahre lang in einer Weise positiv dargestellt habe, als ob er dafür bezahlt würde. Das Interview hätte einigermaßen neutral sein können, falls es mit Bloomberg oder Fortune geführt worden wäre. Daher wird vermutet, dass es sich bei diesem Interview um reine Publicity handeln könnte. Guzman wies jedoch alle Spekulationen zurück, dass er für positive Berichterstattung bezahlt werde, wie viele annehmen.

Kwon: „Kein Betrug“

Auch Kwon besteht darauf, dass das Terra-Netzwerk kein Betrug war: Er sagte:

„Ich war zuversichtlich in Bezug auf die Wetten und Aussagen, die ich im Namen von TerraUSD gemacht habe.“

Kwon sagt, er habe fest an das Wertversprechen und die Widerstandsfähigkeit von TerraUSD geglaubt. Was soll er auch sonst sagen, wenn er keinen Haftbefehl gegen sich riskieren will? Verloren hat er sie jedenfalls alle seine Wetten, weil seinen Worten niemals Taten folgten.

In einem kurzen Interview mit dem Wall Street Journal hatte Kwon gesagt, er sei zwar gescheitert, habe aber nie eine betrügerische Operation durchgeführt. Die südkoreanischen Behörden haben rechtliche Schritte gegen Do Kwon und die anderen Gründer von Terraform Labs wegen Steuerhinterziehung und illegaler Geschäftspraktiken eingeleitet.

Mehrere südkoreanische Medien berichten, die Behörden hätten ein Ausreiseverbot gegen die Terraform-Gründer verhängt. Im Juni hinderten die Behörden jedenfalls die führenden Terra-Netzwerk-Entwickler daran, Südkorea zu verlassen. Kwon ist nicht betroffen. Wo er sich aufhält, weiss man nicht.
Manche glauben, in Singapur.

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