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Telegram verschiebt den Start von TON und GRAM auf den 30. April 2020

  • Telegram hat auf die einstweilige Verfügung der Securities and Exchange Commission reagiert. 
  • Wie das Unternehmen mitteilte, wird der Launch des Telegram Open Network um ein halbes Jahr, auf den 30. April 2020, verschoben. 

Eigentlich hätte das Telegram Open Network (TON) zum 30. Oktober 2019 starten sollen. Nachdem die amerikanische Securities and Exchange Commission (SEC) vergangene Woche jedoch eine einstweilige Verfügung gegen Telegram wegen der Ausgabe eines unregistrierten Wertpapiers erlassen hatte, kam die Frist ins Wanken.

In Korrespondenz mit den Investoren erklärten die TON-Entwickler, dass sie überrascht und enttäuscht über das plötzliche Durchgreifen der Regulierungsbehörde sind. Laut Telegrams Aussagen war das Unternehmen über ein Jahr lang mit der SEC in Kontakt, um die Ausgabe des Telegram-Token GRAM zu klären.

Wie Coindesk berichtet, hat Telegram auf die Verfügung der SEC reagiert. Der Launch des TON-Blockchain-Projekts wurde auf den 30. April 2020 verschoben. Telegram hatte im Februar und März 2018, in zwei Finanzierungsrunden, jeweils 850 Millionen US-Dollar durch akkreditierte Privatinvestoren eingenommen. Diese wurden laut den vorliegenden Informationen von Coindesk per E-Mail darüber informiert, dass es aufgrund der Notklage der SEC zu einer Verzögerung des Starts von TON kommt (frei übersetzt):

Wir hatten geplant, das TON-Netzwerk Ende Oktober zu starten. Die jüngste SEC-Klage hat den Zeitplan jedoch nicht umsetzbar gemacht. Wir sind mit der Rechtslage der SEC nicht einverstanden und beabsichtigen, die Klage entschieden zu verteidigen. Wir schlagen vor, die Frist zu verlängern, um zusätzliche Zeit für die Lösung der Klage der SEC und die Zusammenarbeit mit anderen Regierungsbehörden im Vorfeld der Inbetriebnahme des TON-Netzwerks zu gewinnen.

Wie geht es nun weiter?

In den Schreiben soll Telegram seinen Investoren weiterhin erklärt haben, dass beide Investorengruppen der Fristverlängerung separat zustimmen müssen. Die Investoren der zweiten Runde müssen laut den vorliegenden Informationen bis zum 23. Oktober eine Entscheidung treffen. Sollte die Mehrheit eine Zustimmung verweigern, können diese Investoren „rund 77 Prozent ihres Geldes zurückbekommen“.

Hingegen haben die Investoren der ersten Runde eine separate Mitteilung erhalten, wonach Telegram plant bis zum 30. April weitere 80 Millionen Dollar auszugeben, wenn die Frist verlängert wird.

Dies bedeutet, dass eine Runde von Investoren für die Verlängerung der Frist stimmen könnte, während die andere nicht zustimmt. In einem solchen Fall würden die Kaufverträge der ersten Runde in Kraft bleiben, während die Verträge, der zweiten Runde aufgelöst werden. In der Folge würde das Gesamtangebot an den Telegram-Token (GRAM) entsprechend reduziert (frei übersetzt):

Für den Fall, dass nur eine Gruppe der Verlängerung zustimmt, bleiben die Kaufverträge dieser Gruppe in Kraft, während die andere Gruppe von Verträgen beendet wird. Unter diesen Umständen schlagen wir vor, die Bedingungen der noch bestehenden Kaufverträge in begrenztem Umfang zu ändern, um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass zum Zeitpunkt der Markteinführung des Netzwerks weniger Grams ausgegeben und in den Umlauf gebracht werden.

Nach der von der SEC eingereichten Klage wird das Gericht des Southern District of New York das Verfahren gegen Telegram am 24. Oktober prüfen. Noch zuvor werden aber die Investoren eine Entscheidung über den weiteren Zeitplan des Telegram Open Network treffen.

About Author

Jake Simmons

Jake Simmons ist seit 2016 ein Krypto-Enthusiast. Seit er von Bitcoin und der Blockchain-Technologie gehört hat, beschäftigt er sich täglich mit dem Thema. Jenseits von Kryptowährungen studierte Jake Informatik und arbeitete 2 Jahre lang für ein Startup im Blockchain-Bereich. Bei CNF ist er für die Beantwortung technischer Fragen zuständig. Sein Ziel ist es, die Welt auf eine einfache und verständliche Weise auf Kryptowährungen aufmerksam zu machen.

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