Telegram (TON) will nach FTX-Pleite Uniswap-Konkurrenten starten – DeFi ist die Antwort

  • Telegram will eine eigene Kryptobörse entwickeln, und angesichts des Negativ-Beispiels von FTX soll sie vollständig dezentralisiert sein und bleiben.  
  • Laut Telegram-CEO Pavel Durov ist FTX unter anderem deswegen zusammengebrochen, weil man auf eine zentralisierte Plattform gebaut hatte.

Telegram plant den Betrieb einer eigenen Krypto-Börse. Sie soll dezentralisiert sein und auf Kundenseite mit Non-Custodial-Wallets betrieben werden, damit die Kunden die vollständige Kontrolle über ihr Eigentum. CEO Pavel Durov kündigte den Plan am Mittwoch auf seinem Telegram-Kanal an:

„Der nächste Schritt von Telegram ist der Aufbau einer Reihe dezentraler Tools, einschließlich Non-Custodial-Wallets … für Millionen Menschen, um Kryptowährungen sicher zu handeln und zu speichern. So vermeiden wir die Fehler, die durch die übermäßige Zentralisierung verursacht werden und die Hunderttausende Krypto-Kunden im Stich gelassen hat.“

Bei Telegram hat man trotz des insgesamt schwindenden Vertrauens in die Branche, das durch den FTX-Zusammenbruch verursacht wurde, hochfliegende Pläne für Krypto. CEO Durov sieht die Lösung des Problems in der konsequenten Umsetzung des Prinzips der Dezentralisierung. Er argumentiert:

„Die Blockchain-Branche wurde auf dem Versprechen der Dezentralisierung aufgebaut, kanalisierte sich aber schnell in den Händen einiger weniger, die begannen, ihre Macht zu missbrauchen.”

Telegram bringt alles Nötige selbst mit

Der Telegram-CEO ist zuversichtlich, dass der Aufbau der Wallet und der Börse nach der erfolgreichen Entwicklung von „Fragment“, der hauseigenen Auktionsplattform, keine große Herausforderung mehr sein wird. Durov sagt, die Entwicklung und der Start von Fragment seien von ihm selbst und vier weiteren Entwicklern in einem Zeitraum von fünf Wochen durchgeführt worden. Fragment basiert auf der ebenfalls hauseigenen TON-Blockchain; Sie ermöglicht es Telegram-Benutzern, ihre Handles zu versteigern und sie mit dem offiziellen Token der Blockchain, Toncoin (TON), zu handeln.

Die Kunden können Domains finden und kaufen und aktuelle Handles versteigern. Telegram wird den Kunden vier- oder fünfstellige Handles ab 126 Toncoin (über 200 Dollar) anbieten. Für begehrtere Handles wie „Casino“ oder „Bank“ gibt es Mindestgebote ab 30.000 TON, was laut CoinMarketCap bei Redaktionsschluss fast 54.000 Dollar waren. Die Preise können jedoch sinken, wenn neue Angebote nicht höher als das Mindestgebot sind. Zu den Vorteilen von Fragment sagte Andrew Rogozov, Gründungsmitglied der TON-Foundation:

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„Zum ersten Mal werden Nutzer sozialer Medien in der Lage sein, transparent zu beweisen, dass sie ihre Handles besitzen, dank ihrer Tokenisierung auf der TON-Blockchain.“

Telegram hatte ursprünglich im August vorgeschlagen, Nutzernamen über Smart Contracts zu versteigern. Das war, kurz nachdem Telegram den TON-DNS-Dienst gestartet hatte, der von Menschen lesbare Namen verwendet, um Wallets, Smart Contracts und Websites zu repräsentieren.

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Telegram und Krypto

Nachdem Telegram seine anfänglichen Bemühungen um einen eigenen Token aufgegeben hatte, startete man im April eine Krypto-Unterstützung. Laut einem offiziellen Tweet kann ein Kunde nun kostenlos Toncoin an andere senden, ohne auf eine Bestätigung zu warten oder lange Wallet-Adressen einzufügen. Die neue Funktion ermöglicht es den Kunden auch, Bitcoin innerhalb der App zu kaufen. Allerdings können nur Toncoin gesendet und empfangen werden.

Telegram hatte versucht, einen eigenen Token auf den Markt zu bringen, wurde aber 2019 von der SEC verklagt, nachdem bereits 1,7 Milliarden Dollar eingesammelt waren. Die SEC stufte das Ganze damals als illegales Token-Angebot ein. Telegram gab den Plan auf und zahlte der SEC eine Geldstrafe.

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John Kiguru ist ein scharfsinniger Autor mit großer Leidenschaft für Kryptowährungen und deren zugrunde liegender Technologie. Er durchsucht das Netz den ganzen Tag über nach neuen digitalen Innovationen, um seine Leser über die neuesten Entwicklungen zu informieren.

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