SWIFT: Netzwerkperformance kann CBDCs hosten – Sind Ripple und Stellar involviert?

  • Das Interbank-Netzwerk SWIFT hat mit Großbanken Frankreichs, Deutschlands, Großbritanniens und der Schweiz ein Experiment zur Interoperabilität digitaler Zentralbankwährungen durchgeführt.
  • In den Test war die Unternehmensberatung Capgemini involviert, die Transaktionen zwischen den unterschiedlchen CBDCs mithilfe von DLT-Netzwerken mit Quorum-Technologie ermöglichte.

Der globale Anbieter sicherer Finanznachrichtendienste SWIFT hat ein Konzept für die Integration des Netzwerks der digitalen Zentralbankwährungen (CBDCs) in die bestehende Finanzinfrastruktur vorgestellt. Dieser Entwurf von SWIFT wurde nach einem achtmonatigen Experiment mit neuen Technologien und Währungen veröffentlicht. Das experimentelle Finanznachrichtenprotokoll hat bewiesen, dass CBDCs sowie tokenisierte Vermögenswerte im internationalen Finanzökosystem problemlos gedeihen können.

SWIFT hat insbesondere die Spitzenbanken Frankreichs, Deutschlands, Großbritanniens und der Schweiz an dem Experiment beteiligt. Wie berichtet, wurde im Rahmen des Experiments die Machbarkeit der Erforschung von CBDCs auf internationaler Ebene untersucht. Außerdem wurde untersucht, wie digitale Währungen bei Bedarf in Fiat-Geld umgewandelt werden können.

SWIFT sorgt für Interoperabilität bei internationalen Transaktionen

Die aus den Experimenten gewonnenen Erkenntnisse tragen nun dazu bei, die bei grenzüberschreitenden Transaktionen auftretenden Interoperabilitätsprobleme zu lösen. Dies wird durch die Überbrückung der Kluft zwischen verschiedenen Distributed-Ledger-Technologie (DLT)-Netzwerken und bestehenden Zahlungssystemen erreicht. Folglich werden virtuelle Vermögenswerte problemlos mit traditionellen Währungen fließen und interagieren können.

Das erfolgreiche  Experiment trägt dazu bei, die schrittweise Einführung von CBDCs zu erleichtern und damit den Handel und die Investitionen in über 200 Ländern weltweit zu fördern. Derzeit ist das SWIFT-Netzwerk in über 200 Ländern aktiv und verbindet mehr als 11 500 Banken und Fonds. Daher ergänzen die Ergebnisse die Kernfunktionen des globalen Nachrichtenprotokolls.

Heute erforschen neun von zehn Zentralbanken aktiv virtuelle Vermögenswerte mit verschiedenen Technologien, insbesondere für die Verwendung im Inland. Damit die CBDCs ihr volles Potenzial entfalten können, ist nicht nur die Interoperabilität untereinander, sondern auch mit Fiat-Währungen notwendig. SWIFT hat in seinem Experiment mit dem consulting-Unternehmen Capgemini zusammengearbeitet, um CBDC-zu-CBDC-Transaktionen zwischen verschiedenen DLT-Netzwerken auf Basis von Quorum-Technologien zu tätigen. Darüber hinaus führte das Unternehmen im Rahmen dieses Tests Fiat-CBDC-Transaktionen zwischen den Netzwerken durch.

All das verdeutlicht, dass Blockchains nicht nur miteinander sondern auch mit „LowTech“ verbunden werden können, um grenzüberschreitende Zahlungen über ein einziges Gateway zu tätigen. Es zeigt auch, dass das Transaktionsmanagement von SWIFT jede netzwerkübergreifende Interaktion unterstützen kann.

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SWIFT-Lösungen verbinden mehrere Tokenisierungsplattformen miteinander

SWIFT hat ein weiteres Experiment mit einer anderen Teilnehmer-Gruppe durchgeführt. Auch dieses war erfolgreich und SWIFT wies damit nach, dass man über einen Mechanismus verfügt, der mehrere Tokenisierungsplattformen und zahlreiche Bareinzahlungen miteinander verbinden kann. Bei diesem Test hat SWIFT mit Citi, Clearstream, Northern Trust und SETL zusammengearbeitet und dabei 70 Situationen real abgearbeitet, in denen Marktemissionen und Sekundärmarkttransfers von tokenisierten Anleihen, Aktien und Bargeld simuliert wurden. Das Ergebnis des Experiments veranschaulicht die Effizienz der Infrastruktur bei der Erstellung, Übertragung und Rücknahme von Token. Es zeigte auch, dass die Infrastruktur eine robuste Interoperabilität zwischen zahlreichen Tokenisierungsplattformen gewährleisten kann.

Der Chief Innovation Officer von SWIFT, Tom Zschach, lobt das Potenzial virtueller Vermögenswerte, die Art und Weise, wie wir in Zukunft bezahlen und investieren, zu gestalten. Zschach sagte jedoch, dass sich das Potenzial nur dann entfalten werde, wenn die verschiedenen Ansätze miteinander verbunden werden und zusammenarbeiten. Für SWIFT seien Inklusivität und Interoperabilität die zentralen Säulen des Finanzökosystems. Laut Zschach tragen die von SWIFT betriebenen Verfahren und Prozesse dazu bei, dass die Zentralbanken ihre Netze mit anderen Zahlungssystemen verbinden können. Das werde, wie er erklärte, über ein einziges Gateway geschehen, was schnelle grenzüberschreitende Zahlungen ermögliche.

Zschach wies außerdem darauf hin, dass die durchgeführten Experimente Teil von SWIFTs umfassender „Innovationsagenda“ seien. Die erfolgreichen Tests unterstützten SWIFTs „strategische Ausrichtung auf reibungslose, interoperable, grenzüberschreitende Transaktionen“.

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Nun ist SWIFT nicht die einzige Organisation, die sich mit dem reibungslosen Fluss von CBDCs befasst. Ripple, ein führender von Krypto-Bezahldienstleister ist ebenfalls sehr aktiv. Schon im vergangenen Jahr hat Ripple eine private Version des XRP-Ledgers getestet und damit den Zentralbanken eine Plattform für die sichere Ausgabe von CBDCs zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus arbeitet Ripple mit der europäischen Denkfabrik Digital Euro Assocation zusammen, um das Wachstum von CBDCs und des digitalen Euro voranzutreiben.

Auch Stellar, ein dezentralisiertes Protokoll, bleibt bei diesem Trend nicht außen vor. Stellar eignet sich für den Handel mit CBDCs, da es auf das Vertrauen in die Emittenten von Vermögenswerten setzt. Vor einigen Monaten wurde das Protokoll zum Netzwerk der Wahl, um Anwendungsfälle für einen CBDC in Brasilien zu untersuchen.

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Olaleye Komolafe is a professional reporter with vast experience in web3, cryptocurrencies, and NFT journalism. He enjoys writing about the evolving metaverse sphere. Notably, some of his contents have been published in numerous publications.

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