Studie: Wale dominieren weiterhin Bitcoin, Litecoin und Ethereum

  • Das Analyseunternehmen Clover hat eine neue Studie über die Ungleichheit der Verteilung des Vermögens in Bitcoin, Ethereum, Litecoin und diversen ERC20-Projekten veröffentlicht.
  • Entsprechend der Ergebnisse der Analyse besitzt Litecoin die größte Ungleichheit, während Bitcoin unter den größten Kryptowährungen am stärksten dezentralisiert ist.

Eine neue Studie von Clover kommt zu dem Schluss, dass die führenden Kryptowährungen noch immer von einer kleinen Gruppe von Walen gehalten werden. Für ihre Analyse hat das Unternehmen die Vermögensverteilung unter den 140.000 Nicht-Börsenadressen von Bitcoin, Ethereum, Litecoin und Bitcoin Cash verglichen und hat festgestellt, dass „überraschend wenig Konten benötigt werden, um eine Mehrheitsbeteiligung an vielen Coins“ zu erhalten.

Litecoin besitzt die größten Wale

Laut den Ergebnissen von Clover ist Litecoin die Top-Kryptowährung mit der größten Vermögensungleichheit. Lediglich 189 Adressen besitzen ein Vermögen, welches mehr als 50% des gesamten Supplies ausmacht. Die reichste Litecoin Adresse besitzt rund 2,58% aller Litecoin. In Hinblick auf Ethereum kam Clover zu dem Schluss, dass nur 322 „Wal“-Adressen mehr als 50% aller ETH besitzen, wobei Ethereum die einzige führende Kryptowährung in 2019 war, dessen Vermögensungleichheit um 13% in 2019 zugenommen hat.

Etwas besser ist die Vermögensverteilung bei Bitcoin Cash (BCH). Etwas mehr al 1.100 Wallets halten mehr als 50% des gesamten Supplies. Aus Sicht der Clover Studie besitzt aber Bitcoin (BTC) die „fairste“ Vermögensverteilung. Für 50% des gesamten Supply müssten sich 4.545 Wallet-Adressen Besitzer zusammenschließen (wobei mehrere Adressen einer Person gehören können). Die reichste Bitcoin Adresse enthält lediglich 0,62% des derzeitigen Umlaufs.

Für die Messung der Vermögensungleichheit verwendete Clover den Gini-Index, ein klassisches Maß, um die Verteilung des Vermögens über die gesamte Verteilung der 10.000 reichsten Adressen jeder Währung zu messen. Unter den Top 4 wies Bitcoin (0,65) die geringste Vermögensungleichheit vor Bitcoin Cash (0,75), Ethereum (0,78) und Litecoin (0,83) auf. Im Vergleich führte Clover an, dass die Einkommensungleichheit der Vereinigten Staaten von Amerika im Jahr 2018 0,49 betrug.

Bitcoin Ethereum Litecoin inequality

Source: https://www.clovr.com/page/crypto-whales/

ERC20 -Token viel stärker zentralisiert

In Bezug auf ERC20-Token hat Clover ermittelt, dass selbst führende Vermögenswerte eine bedeutende Ungleichverteilung aufweisen. Unter den 100 Ethereum-Token mit der höchsten Marktkapitalisierung lag die durchschnittliche Anzahl der Adressen, die eine Mehrheit des Vermögens kontrollieren konnte, bei 34 Adressen, wobei diese Zahl von Token zu Token stark schwankte.

Des Weiteren stellte Clover fest, dass 24 der 100 größten Token mehrheitlich im Besitz einer Adresse, fast immer im Besitz des Gründers, waren. Laut der nachfolgenden Liste besitzt der Huobi Token die höchste Vermögensungleichheit, gemessen am Gini Index. Allerdings wird der Veritaseum-Token, der von den 100 analysierten Token die dritthöchste Vermögensungleichheit hatte (Gini 0,996), zu 97,93% von einer Person, dem Gründer Reggie Middleton gehalten.

ERC20 Token inequality

Source: https://www.clovr.com/page/crypto-whales/

Tendenziell sinkt aber mit steigender Marktkapitalisierung auch die Ungleichverteilung. Diesbezüglich erklärte die Studie (frei übersetzt):

Vielleicht ziehen erfolgreiche Token mehr Investoren an und teilen das Vermögen auf mehr Adressen auf. Es ist möglich, dass Token mit kleineren Marktkapitalisierungen jünger sind und sich die Vermögensverteilung mit der Zeit ausgleichen kann.

BNB, LINK wealth distribution

Source: https://www.clovr.com/page/crypto-whales/

Welche Folgen hat die Ungleichheit für den Markt?

Wie Clover feststellt, könnten sich einige wenige „Wale“ die dezentralen Prinzipien der einzelnen Blockchains und Kryptowährungen untergraben:

So wie Wale die größte Aufregung in den Ozeanen verursachen, handeln einige Investoren Coins in so großen Mengen, dass sie den Wert der Münze selbst beeinflussen und möglicherweise die dezentralen Prinzipien untergraben, auf denen Blockchain und Kryptowährung basieren.

Die geringere Liquidität und die höhere Volatilität bedeuten für den Kryptomarkt, dass Wale „größere Wellen“ schlagen können. Damit könnte sich auch die hohe Volatilität des Kryptowährungsmarktes in 2019 erklären lassen.

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About Author

Jake Simmons has been a crypto enthusiast since 2016, and since hearing about Bitcoin and blockchain technology, he's been involved with the subject every day. Beyond cryptocurrencies, Jake studied computer science and worked for 2 years for a startup in the blockchain sector. At CNF he is responsible for technical issues. His goal is to make the world aware of cryptocurrencies in a simple and understandable way.

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