- Die DZ BANK hatte Ende Dezember die MiCAR-Zulassung der BaFin zur Aufnahme von Kryptodiensten mit der eigens entwickelten Wallet „meinKrypto“ erhalten.
- Auf ihr basiert nun das Angebot für die Genossenschaft der Sparkassen und Raiffeisenbanken, die es wiederum ihren Privatkunden zugänglich machen.
Die Volks- und Raiffeisenbanken müssen ihrerseits bei der BaFin eine MiCAR-Lizenz für „meinKrypto“ beantragen. Sobald sie diese erhalten und das Angebot implementiert haben, können ihre Kunden vollständig digital in Kryptowerte investieren. Die „meinKrypto“-Wallet wird in die VR Banking App integriert.
Die EU-Verordnung „Markets in Crypto-Assets Regulation“, kurz MiCAR, bildet den einheitlichen Rechtsrahmen für Kryptowerte und Dienstleistungen in der EU. Finanzinstitute und andere Marktteilnehmer müssen für unterschiedliche Geschäftsvorhaben spezifische MiCAR-Zulassungen beantragen.
Unabhängig vom Angebot der DZ Bank steht es den Volksbanken und Raiffeisenbanken frei, ihren Kunden eigene Angebote zu Anlagen in Kryptowährungen und deren Derivate zu machen.
Doch alle Angebote müssen von interessierten Kunden persönlich nachgefragt werden, denn die Volks- und Raiffeisenbanken werden sie nicht aktiv bewerben. Wir erinnern uns: Auch Blackrock und JPMorgan haben ihre Krypto-Produkte anfangs nur auf Nachfrage „unter dem Tresen“ verkauft.
Das Verbandsangebot

Doch immerhin stehen zu Beginn des Krypto-Angebots des Verbands der Volks- und Raiffeisenbanken mit Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH), Litecoin (LTC) und Cardano (ADA) vier renomierte Krypto-Finanzprodukte zur Auswahl.
Die Entscheidung zum Angebot der Assets trifft aber jede einzelne Genossenschaftsbank individuell. Laut einer Befragung ihres Verbandes vom September 2025 will zunächst nicht mehr als ein Drittel der Institute das Angebot für interessierte Kunden wirklich bereithalten.
Die „meinKrypto-Wallet“ wurde von Atruvia, dem IT-Dienstleister der genossenschaftlichen FinanzGruppe und der DZ BANK entwickelt. Die Verwahrung der Kryptowerte übernimmt der Digital-Custody-Zweig der Boerse Stuttgart, während die Ausführung von Transaktionen über die EUWAX erfolgt.
„EUWAX“ ist das Kürzel der Europäischen Wertpapierbörse Stuttgart, des Börsenplatzes in Deutschland, der sich auf den Handel mit Optionsscheinen, Zertifikaten und anderen strukturierten Finanzprodukten spezialisiert hat.
Die EUWAX ist besonders für Privatanleger und institutionelle Investoren interessant, die auf Derivate setzen. Sie handelt mit Optionsscheinen und Zertifikaten sowie mit Hebelprodukten – und in Zukunft auch mit den oben genannten Krypto-Währungen und deren Derivaten.

