Solana vermeldet bereits den zweiten Netzwerkausfall im neuen Jahr

  • Vom 21.-22. Januar war das Solana-Netz gut 30 Stunden instabil und fiel aufgrund von Liquidations- und Arbitrage-Bots aus
  • SOL verzeichnete daraufhin einen Kursverlust von 36% aufgrund der Unzuverlässigkeit des Netzwerks

Erneut ist das Solana-Netz von einer Netzinstabilität mit anschließendem Ausfall betroffen – schon der zweite in diesem Jahr und der vierte innerhalb von sechs Monaten.

Der jüngste Vorfall ereignete sich am 21./22. Januar und dauerte 30 Stunden. Es gab viele fehlgeschlagene Einzahlungs- und Rückzahlungsversuche und die Volatilität der Kursdaten zu führte zu unrechtmäßigen Liquidationen. Der Netzausfall wird auf Liquidations- und Arbitrage-Bots zurückgeführt, die in dem jüngsten Marktcrash ihre große Chance sahen:

„Liquidations- und Arbitrage-Bots begannen, ein hohes Transaktionsvolumen einzureichen, um Liquidationen und Trades zu gewinnen.“

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Netzausfall aufgrund von Bots

Die Bots nutzten die günstigen Transaktionen des Netzwerks und die hohe Rentabilität erfolgreicher Arbitrage-Geschäfte. Tausende doppelter Transaktionen führten zu einem Versagen der Validatoren aufgrund mangelnder Filterung und zu einer Unterdrückung legitimer Nutzertransaktionen. Verschlimmert wurde die Situation durch die Unbeständigkeit der Preisorakel, die die Zahl der fehlgeschlagenen Transaktionen erhöhte.

In dem Bemühen, die Netzwerkfunktionalität wiederherzustellen, nahmen die Ingenieure Änderungen am System vor und veröffentlichten die Version 1.8.14. Darüber hinaus sicherte Solana den Nutzern eine 50%-Rückerstattung der Liquidationsstrafe für diejenigen zu, die während des Vorfalls liquidiert wurden. Diejenigen, die von abnormaler Volatilität betroffen waren, erhielten eine 100% Rückerstattung.

Solana-Nutzer machten ihrem Frust auf Twitter Luft, obwohl das Netzwerk als potenzieller „Ethereum-Killer“ angepriesen wird. Das Netzwerk rühmt sich mit besseren Eigenschaften als der Rivale Ethereum, unter anderem in Bezug auf Skalierbarkeit, Transaktionsgeschwindigkeit und Gasgebühren. Ein kürzlich veröffentlichter Bericht von JPMorgan zeigte, dass Solana Ethereum allmählich aus seiner Rolle bei DeFi und NFTs verdrängt. Ob das so bleibt?

Die Geschichte wiederholt sich

Die ständigen Ausfälle beeinträchtigen die Reputation von Solana und verheißen nichts Gutes für die Zukunft des Unternehmens. Solana war einst bei den institutionellen Anlegern sehr beliebt, aber ihre Skepsis gegenüber dem Netz dürfte nun noch weiter zunehmen.

Zu Beginn des Jahres fiel das Netz zum dritten Mal innerhalb von sechs Monaten wegen eines DDoS-Angriffs – Distributed Denial of Service – aus. Mitte Dezember war der Ausfall auf eine Überlastung des Netzes nach der Einführung einer neuen NFT-Sammlung zurückzuführen, und im September fiel Solana 16 Stunden lang wegen einer Überlastung durch Transaktionen aus.

SOL hat aufgrund des jüngsten Ausfalls 36% an Wert eingebüßt. Bei Redaktionsschluss lag der Kurs bei 85,26 Dollar, was einem weiteren Rückgang von 16,3% entspricht. Gegenüber dem Höchststand von 260 Dollar am 6. November beträgt der Verlust 65,8%.

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