- Sieben SOL-ETF-Antragsteller, darunter Grayscale und Fidelity, haben bei der SEC Änderungsanträge eingereicht und damit ohe institutionelle Nachfrage signalisiert.
- Die SOL-ETFs haben eine 95% Zulassungschance, ob aber auch das Staking genehmigt wird, ist ungewiss, obwohl die Nachfrage danach hoch ist.
Am 25. Juli reichten Grayscale, VanEck, Bitwise, Canary, Franklin Templeton, Fidelity und CoinShares geänderte Registrierungserklärungen bei der US-Börsenaufsicht SEC ein. Sie beziehen sich offenbar auf das Angebot an Institutionen, denn die haben offenbar großes Interesse an Solana-Investmentprodukten.
Die Vermögensverwalter sind entschlossen, Bitcoin und Ethereum, den einzigen Krypto-ETFs, die amerikanischen Anlegern derzeit zur Verfügung stehen, ein attraktiveres Angebot entgegenzusetzen. Bemerkenswert ist, dass die Einreichung des Solana Staking ETF von CoinShares in Delaware vorgenommen wurde, dem Bundesstaat, der den Ruf einer US-internen Steueroase hat.
Die Verhandlungen zwischen der SEC und den Antragstellern haben offenbar Fahrt aufgenommen. Auch Nate Geraci, Präsident von ETF Store, und Eric Balchunas, ETF-Analyst bei Bloomberg äußern sich in diese Richtung..
Während die institutionelle Nachfrage steigt, haben Kleinanleger Zugang zu Solana über vertraute Brokerplattformen, wodurch sie Komplexität von Kryptobörsen und das Handling eigener Wallets vermeiden.
Gebühren in SOL statt wie üblich in Dollar sollen mehr Vertrauen schaffen
Der aktualisierte ETF-Antrag von Grayscale sieht einen für die Branche ungewohnten Rahmen vor. Anstatt eine Gebühr in Dollar pro Anteil zu erheben, beabsichtigt das Unternehmen, eine Verwaltungsgebühr von 2,5 % direkt in SOL-Token zu erheben. Die Strategie bindet die Leistung von Grayscale direkt an den Wert von Solana, was eine langfristige Überzeugung in die Richtung der Blockchain demonstrieren könnte.
Darüber hinaus würde der von CoinShares vorgeschlagene ETF nicht nur den Kurs von SOL verfolgen, sondern auch Einsatzprämien bieten. Der Einsatz bezieht sich auf das Sperren von Token, um die Blockchain zu sichern und gleichzeitig ein passives Einkommen zu erzielen. Im Falle einer Genehmigung würde das Produkt den Anlegern ermöglichen, sowohl von der Marktentwicklung von SOL als auch von den Einsatzrenditen zu profitieren, ohne dass sie sich direkt am Blockchain-Betrieb beteiligen müssten.
VanEck, Bitwise und Franklin Templeton haben sich ebenfalls ins Getümmel gestürzt und ihre ursprünglichen Unterlagen bei der SEC überarbeitet, um in diesem hart umkämpften Rennen um die Zulassung aufzuholen. Die genauen Bedingungen ihrer Änderungen sind noch nicht veröffentlicht worden, aber das gleichzeitige Timing lässt auf eine konzertierte Aktion innerhalb der Finanzbranche schließen.
95% Wahrscheinlichkeit für SOL-ETFs ohne Staking
Während der Optimismus in Bezug auf die Spot-Solana-ETFs groß ist, bleibt der Weg zur Integration des Einsatzes unklar. Die Regulierungsbehörden zögern weiterhin bei kryptobezogenen passiven Einkommensinstrumenten. BlackRock hat außerdem beantragt, Staking in seinen bestehenden Ethereum-ETF zu integrieren, was zeigt, dass das Interesse an Staking über Solana hinausgeht.
Einige Stimmen aus dem Kryptobereich, insbesondere das Solana Policy Institute, Multicoin Capital, Jito Labs und Bitwise, haben darauf hingewiesen, dass die SEC liquides Staking in börsengehandelten Produkten im Zusammenhang mit Solana erlauben sollte. Liquid Staking ermöglicht es, dass Vermögenswerte in der Bilanz verfügbar sind, während die Einsätze mit geringeren Betriebskosten und größerer Flexibilität auf Seiten der Anleger belohnt werden.
Trotz dieser Bemühungen steht die Genehmigung der SEC für Staking-Funktionen noch aus. Branchenbeobachter gehen jedoch davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit einer Genehmigung für Solana-Spot-ETFs ohne Staking bei 95 % liegt, was darauf hindeutet, dass die Einführung von Kern-ETFs auch dann erfolgen kann, wenn sich die Einführung erweiterter Funktionen verzögert.
Die Welle von ETF-Anträgen ist ein Beweis für das wachsende Vertrauen der Institutionen in das Solana-Protokoll, das durch günstige Gebühren und schnelle Abrechnungen, die die DeFi-Aktivität unterstützen, angetrieben wird. Die ETFs können traditionellen Anlegern ein Solana-Engagement bieten, ohne direkt in Kryptowährungen zu investieren – falls sie denn genehmigt werden. Die öffentlichkeitswirksamen Anträge sind jedenfalls ein Indiz für die neue, positive Grundhaltung der SEC.

