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Software AG: IOTA ist auf der Adaptionsskala deutlich vor der Blockchain

  • Laut der Software AG ist die technische Reife des IOTA Tangle für die Integration in produktiven Lösungen deutlich weiter fortgeschritten als konkurrierende Blockchain-Lösungen.
  • Blockchains und DLTs werden in 3-8 Jahren Produktions-bereit sein, so der Bericht.

Die Software AG, dessen Vice President for Innovation & Architecture, Christoph F. Strnadl auch zum Lenkungsausschuss der Tangle EE gehört, hat gestern das „SAG Tech Radar“ veröffentlicht, das die Relevanz von ca. 25 Technologien im Bereich des Internet of Things (IoT) beleuchtet. Wie es in dem Bericht heißt, evaluiert das CTO-Büro der Software AG kontinuierlich neue Trends und Technologien.

Das Technologie-Radar für IoT und Integration der Software AG hat eine gekürzte Version der Ergebnisse veröffentlicht und bewertet Technologien, wie 5G, Gaia-X, Big Data, GraphQL, Augmented Reality, SPIFFE/SPIRE sowie auch die Blockchain/ Distributed Ledger Technologie nach ihrem Adaptionsgrad. Gemäß der Skala gibt es 4 Stadien: Adaption, Erprobung, Test und „Halten, Reduzieren“.

Adaption bedeutet, dass die Software AG eine „klare Empfehlung für Kunden“ ausspricht, die Technologie zu adaptieren. Erprobung bedeutet, dass „die Technologie für die meisten sehr nützlich ist“, wobei die Adaption in einem „Versuchsprojekt mit überschaubarem Risiko“ evaluiert wird, um den spezifischen Wert für ein Unternehmen zu messen und in einigen Fällen auch um ihre Reife zu bewerten.

Im Test-Stadium befindliche Technologien haben Potenzial, wobei die Adaption von einer individuellen Kosten-/Wert-/Risikoeinschätzung abhängt. Sofern sich eine Technologie in der letzten Kategorie „Halten, Reduzieren“ befindet, rät das Unternehmen von der Nutzung der Technologie ab.

IOTA ist konkurrierenden Blockchains weit voraus

Gemäß der Evaluierung der Software AG erhält die Blockchain und Distributed Ledger Technologie nur das Siegel „Test“. Wie das in Deutschland ansässige Unternehmen feststellt, sind die Blockchain und DLTs immer noch eine deutlich „zu stark gehypte Technologie, die nach Businessanwendungen sucht, die sie besser lösen kann, als jede bestehende Alternative (z.B. eine zentrale SaaS)“.

So gibt es laut der Software AG trotz vieler gegenteiliger Behauptungen „fast keine wirklich produktiven Anwendungsfälle außer Krypto-Börsen. Viele (wenn nicht sogar alle) vorgestellten „produktiven“ Lösungen beziehen sich auf sehr kleine Pilot- oder Testeinsätze von wirtschaftlich irrelevanter Größe und Auswirkung auf ein Unternehmen“. Dennoch schreibt das Unternehmen der Technologie ein riesiges Potenzial zu, allerdings erst in drei bis acht Jahren:

DLTs können aufgrund ihrer angeborenen Eigenschaften (wie Dezentralisierung, Vertrauenslosigkeit, intelligente Verträge, Krypto-Assets inkl. Währungen) in bestimmten Wettbewerbsnischen zu einem echten Gamechanger werden, sobald sie einmal identifiziert sind. Von der Regierung ausgegebene Kryptowährungen (z.B. ein „digitaler Euro“), Vermögenswerte (z.B. Aktien von Unternehmen) oder andere Token (z.B. dezentralisierte Identifikatoren, DIDs) werden in 3-8 Jahren verfügbar sein und die Möglichkeiten und den Druck zur Digitalisierung von Unternehmen und Prozessen erhöhen.

Ein Nutzer auf Twitter fragte Strnadl, ob die Evaluierung auch für das IOTA Tangle gilt. Strnadl erklärte darauf hin, dass IOTA vielmehr auf einem Level mit Open Telemetry liegt, das bereits in der Erprobungsphase ist. Ein separater Bericht zu IOTA wird laut Strnadl aber noch erstellt:

Ich arbeite gerade an einem #SAGTechRadar-Eintrag für #IOTA — der auf der Adoptionsskala definitiv viel weiter rechts und auf der Relevanzskala weiter oben liegen wird. Meine erste Vermutung liegt irgendwo in der Nähe der „Open Telemetry“. Aber dies ist auch eine Teambewertung.

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About Author

Jake Simmons

Jake Simmons ist seit 2016 ein Krypto-Enthusiast. Seit er von Bitcoin und der Blockchain-Technologie gehört hat, beschäftigt er sich täglich mit dem Thema. Jenseits von Kryptowährungen studierte Jake Informatik und arbeitete 2 Jahre lang für ein Startup im Blockchain-Bereich. Bei CNF ist er für die Beantwortung technischer Fragen zuständig. Sein Ziel ist es, die Welt auf eine einfache und verständliche Weise auf Kryptowährungen aufmerksam zu machen.

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