Werden DCG und Genesis bankrott gehen und einen weiteren Krypto-Crash wie Terra Luna verursachen?

  • Genesis soll eine Investmentbank beauftragt haben, um alle Optionen zu prüfen, einschließlich die des Konkurses.
  • DCG-Chef Barry Silbert wandte sich in einem Schreiben an die Anleger, in dem er die derzeitige Situation erläuterte und versicherte, das Unternehmen werde gestärkt aus der Krise hervorgehen.

Die Folgen des FTX-Zusammenbruchs bekommen inzwischen auch die Größten der Branche zu spüren, konkret die Digital Currency Group (DCG) und Genesis. Am 22. November steckten informierte Kreise der New York Times, dass Genesis Global Capital die Investmentbank Moelis & Company beauftragt hat, alle Optionen zu prüfen, darunter auch den Konkurs.

Der New York Times Bericht führt aus, es seien noch keine finanziellen Entscheidungen getroffen worden und Genesis könne den Konkurs immer noch vermeiden. Genesis Global muss eine Milliarde Dollar liquide Mittel heranschaffen. Eine von Branchenexperten vorgeschlagene Option ist die SEC-„Regelung M“ für den Grayscale-Trust.

In den FTX-Konten der Derivate-Einheit von Genesis Global sind mehr als 175 Millionen Dollar gesperrt. Daher richten sich jetzt alle Augen auf die Muttergesellschaft Digital Currency Group (DCG) und darauf, ob sie Genesis bei seinem Liquiditätsbedarf helfen kann. Informierte Kreise erklärten inzwischen, dass es nur noch um 500 Millionen, nicht mehr um eine Milliarde Dollar gehe. In einer Mitteilung an die Investoren am Dienstag sprach DCG-Gründer und CEO Barry Silbert über die aktuelle Situation:

„In den letzten Tagen gab es Gerüchte über konzerninterne Darlehen zwischen Genesis Global Capital und DCG.  Für diejenigen, die es nicht wissen: DCG hat sich im normalen Geschäftsverlauf Geld von Genesis Global Capital geliehen, genau wie Hunderte von Krypto-Investmentfirmen. Diese Darlehen wurden immer auf einer marktüblichen Basis strukturiert und zu marktüblichen Zinssätzen vergeben.“

DCG wird gestärkt aus dem Krypto-Winter hervorgehen

Barry Silbert fügte hinzu, dass die DCG eine Verbindlichkeit in Höhe von 575 Millionen Dollar gegenüber Genesis Global habe, die im Mai 2023 fällig werde. Er fügte hinzu, dass die DCG diesen Darlehensbetrag zur Finanzierung verschiedener Investitionen und zum Rückkauf von DCG-Aktien von nicht angestellten Aktionären auf dem Sekundärmarkt verwendet habe.

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Darüber hinaus erinnerte Silbert die Anleger daran, dass im Juni 2023 ein Schuldschein in Höhe von 1,1 Milliarden Dollar fällig wird, den die DCG Genesis im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten aus dem Ausfall von Three Arrows Capital schuldet. Silbert ist jedoch nach wie vor zuversichtlich, dass die DCG gestärkt aus dem derzeitigen Schlamassel hervorgehen kann. Er stellte fest:

„Die DCG wird auch weiterhin ein führender Akteur der Branche sein, und wir sind unserer langfristigen Mission verpflichtet, die Entwicklung eines besseren Finanzsystems zu beschleunigen. Wir haben schon frühere Krypto-Winter überstanden, und auch, wenn dieser sich härter anfühlen mag, werden wir gemeinsam gestärkt aus ihm hervorgehen.“

In Anbetracht der aktuellen Liquiditätskrise und der Unausgewogenheit des Kreditportfolios haben die Leitung von Genesis Global und ihr Aufsichtsrat beschlossen, Rechts- und Finanzberater zu beauftragen, nach Lösungen zu suchen. Das Unternehmen prüft derzeit ale Optionen. Ein Genesis-Sprecher sagte gegenüber der New York Times:

„Unser Ziel ist, aus der derzeitigen Lage herauszukommen, ohne dass ein Konkursantrag gestellt werden muss.“

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