Senatorin Elizabeth Warren fordert, die SEC müsse Krypto-Börsen genauer auf die Finger gucken

  • Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren fordert die Securities and Exchange Commission (SEC) auf, Kryptowährungsbörsen in Bezug auf die US-Finanzmärkte und alle Risiken, die sie potenziell für die Verbraucher darstellen, zu bewerten.
  • Die Initiative kommt einige Wochen, nachdem warren Bitcoin wegen seines extremen Energieverbrauchs scharf kritisiert hat; aufgrund der ständig wachsenden Akzeptanz wird es für die Regierung Zeit, zu handeln.

Senatorin Elizabeth Warren interessirt sich sehr für den Kryptowährungsmarkt. Am Donnerstag schrieb sie einen Brief an die Securities and Exchange Commission (SEC), in dem sie ihre  „große Besorgnis über regulatorische Lücken“ im Kryptowährungsmarkt äußert, die auch die Krypto-Börsen betreffen, wo die meisten Investoren ihre digitalen Vermögenswerte kaufen, verkaufen und deponieren.

Die demokratische Senatorin merkte an, dass das Fehlen klarer Vorschriften für die Börsen nicht nur eine Bedrohung für die größeren Finanzmärkte darstellte, sondern auch für die Verbraucher, die ihre Investitionen diesen Börsen anvertrauten.  Die SEC muss ihre volle Autorität nutzen, um diese Risiken zu minimieren, und der Kongress muss tätig werden, um diese regulatorischen Lücken zu schließen und sicherzustellen, dass jeder Investor Zugang zu einem sicheren Kryptowährungsmarktplatz hat,“ fügte sie hinzu.

Seit Ende letzten Jahres hat der Kryptowährungsmarkt eine enorme Nachfrage erlebt. Während dieser Zeit haben die Regulierungsbehörden Lücken identifiziert, die teilweise durch das Fehlen einer angemessenen Klassifizierung von Kryptowährungen verursacht werden. Da sich einige Kryptowährungen an der Grenze zu Wertpapieren befinden, lässt dies die Börsen ungeschützt. Während die meisten Aktivitäten der Börsen unter die aufsicht der SEC fallen, gibt es einen Bedarf an behördenübergreifender Zusammenarbeit, die die Commodity Futures Trading Commission, das Finanzministerium und die Bankaufsichtsbehörden einbezieht.

Warren erwartet, dass die SEC noch vor Ende des Monats die Initiative ergreift. Sie schrieb:

„Diese regulatorischen Lücken erstrecken sich auch auf die Art und Weise, wie Kryptowährungsbörsen die Krypto-Assets einer Person halten, die an einer traditionellen Wertpapierbörse nicht erlaubt wäre.“

Sie fügte weiter hinzu, dass das Fehlen von „vernünftigen Regelungen“ die Verbraucher den Machenschaften von Manipulatoren und Betrügern ausgeliefert hat.

Seit seinem Amtsantritt hat der SEC-Vorsitzende Gary Gensler Interesse an einer Regulierung des Bereichs bekundet. Er hat den Kongress aufgefordert, der SEC mehr Befugnisse zur Regulierung des Kryptomarktes zu geben. Seine frühere Kommentare zum Markt deuten darauf hin, dass er offen für neue Innovationen ist, und dass er keine Regulierungen einführen will, die das Wachstum in diesem Bereich begrenzen.

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Die Aktivitäten der beiden größten Kryptowährungsbörsen Coinbase und Binance legen ein Interesse an einer stärkeren Regulierung nahe. Brian Armstrong, CEO von Coinbase, hat sich mit Regierungsvertretern getroffen, um Initiativen zu diskutieren, die die Regierung und andere Akteure ergreifen können, damit der Markt wachsen kann und Anleger geschützt werden. Binance allerdings, obwohl in den USA bieher ungeschoren, hat in mindestens sechs Ländern, darunter Singapur, Thailand und Großbritannien, erhebliche Probleme mit den jeweiligen Regulierungsbehörden. Zwar wiederholt der Binance-Chef gebetsmühlenartig, man sei bereit, mit den Behörden zu kooperieren, doch der Ruf des Unternehmens ist auf das Schwerste angeschlagen.

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John Kiguru ist ein scharfsinniger Autor mit großer Leidenschaft für Kryptowährungen und deren zugrunde liegender Technologie. Er durchsucht das Netz den ganzen Tag über nach neuen digitalen Innovationen, um seine Leser über die neuesten Entwicklungen zu informieren.

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