Selbsternannter Bitcoin-Erfinder wegen Investitionsbetrug verhaftet – 214 Millionen Dollar sind weg

  • Jörg Molt, ein deutscher DJ und Unternehmer, der behauptete, ein Miterfinder von Bitcoin zu sein, wurde verhaftet.
  • Ihm wird vorgeworfen, 50 Personen durch sein „Bitcoin-Renten“-Projekt um 214 Millionen Dollar betrogen zu haben.

Im November 2019 trat ein deutscher DJ und Unternehmer Jörg Molt auf der 2019 WCC Vegas Blockchain Week Konferenz auf und behauptete, Miterfinder von Bitcoin zu sein und eine „Satoshi School“ zu betreiben, in der nur Bitcoin und Blockchain gelehrt würden. In einem damaligen Interviews sagte er auch, er besäße etwa 250.000 Bitcoins, eine Behauptung, die weithin angezweifelt wurde.

Molt wurde später von seiner Ex-Frau entlarvt, die bekannt gab, dass er 2008, als Bitcoin geschaffen wurde, noch nicht einmal einen Computer hatte, was ihm den Beinamen „Faketoshi“ einbrachte.

Jörg Molts Betrugsmasche

Der selbsternannte Bitcoin-Erfinder wurde inzwischen am Frankfurter Flughafen wegen Betrugs verhaftet. Der 48-Jährige versuchte, nach Südamerika zu fliegen. Die Strafverfolgungsbehörden leiteten Ermittlungen gegen seine 54-jährige Lebensgefährtin ein und durchsuchten seine Karlsruher Wohnung, bei der nicht näher bezeichnete Beweismittel gefunden wurden.

Nachdem er eine große Fangemeinde in den sozialen Medien gewonnen hatte, startete Molt ein System namens „Bitcoin-Rente“, mit dem er angeblich 50 Personen um 214 Millionen Dollar betrogen haben soll. Sein „Bitcoin-Rentenprogramm“ wurde Jahr 2020 geschlossen, nachdem Mitglieder der Community Betrug witterten.

Molt hatte den Investoren vorgelogen, dass 60 Prozent der Investitionen für den Kauf von Bitcoin-Mining-Hardware und zur Erwirtschaftung von Renditen in einer Anlage in Schweden verwendet werden würden. Er plante, die restlichen 40 Prozent auf einem sicheren Konto zu halten, von dem er behauptete, man könne jederzeit davon abheben. Die Ermittlungen ergaben jedoch, dass die Gelder nicht in Bitcoin-Mining investiert wurden.

Antonopoulos bezeichnete Molt als Lügner

Molts Behauptungen werden schon seit 2019 infrage gestellt. In einem seiner Interviews sprach er von einem Andreas Antonopoulos als seinem engen Freund. Doch dieser nent ihn schlicht einen Lügner.

„Anscheinend hat eine deutsche Person namens Jörg Molt ein Selfie gezeigt, das mit mir aufgenommen wurde und den Leuten erzählt, wir seien Freunde. Das ist eine LÜGE. Ich kenne ihn überhaupt nicht. Ich habe von anderen gehört, dass er behauptet, der Gründer von Bitcoin zu sein und Tausende von BTC zu haben – eine LÜGE.“

Die Popularität von Bitcoin hat eine Reihe von Personen dazu verführt, zu behaupten, entweder Satoshi Nakamoto oder seine Assistenten zu sein. Erst kürzlich behaupteten die Bogdanoff-Zwillinge, am Aufbau von Bitcoin beteiligt gewesen zu sein. Sie wollen eine aktive Rolle bei der Ausarbeitung des Quellcodes, speziell des prädiktiven Codes gespielt haben.

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John ist seit Jahren ein begeisterter Krypto- und Blockchainjournalist. Besonders fasziniert ist er von aufstrebenden Startups und den versteckten Mächten hinter Angebot und Nachfrage. Er hat einen Bachelor-Abschluss in Geographie und Wirtschaft.

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