SEC schiesst sich auf Binance ein – BNB-Kurs verliert 8%

  • Jetzt könnte es eng werden für Binance, da die SEC in dem BNB ICO-Token-Verkauf des Jahres 2017 einen Verstoss gegen das Wertpapierrecht sieht.
  • Es ist also derselbe Vorwurf wie der gegen Ripple, der zu einem seit über einem Jahr anhängigen Rechtsstreit zwischen der Behörde und dem Unternehmen führte.

Der weltweit größten Kryptobörse Binance stehen offenbar schwere Zeiten bevor. Laut dem jüngsten Bloomberg-Bericht vom 7. Juni hat die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC eine Untersuchung des BNB-Token-Verkaufs von 2017 eingeleitet.

Es ist der zweite große Schlag der US-Börsenaufsicht gegen ein Krypto-Unternehmen nach der Klage gegen Ripple, die seit Ende 2020 vor Gericht verhandelt wird. Die SEC-Untersuchung kommt kurz nach einem Bericht, nachdem Binance Beihilfe zu illegalen Transfers von Krypto-Fonds im Wert von 2,35 Milliarden Dollar in den letzten vier Jahren geleistet haben soll.

Mehr zum Thema : Binance soll Beihilfe zur Geldwäsche in Höhe von 2,35 Milliarden Dollar geleistet haben

Nach dieser Nachricht brach die fünftgrößte Kryptowährung der Welt um 8% ein;  sie wird derzeit bei einer Marktkapitalisierung von 46 Milliarden Dollar für 282 Dollar gehandelt. Laut informierten Kreisen untersucht die SEC nun, ob der BNB-Token ICO von 2017 dem Verkauf eines Wertpapiers gleichzusetzen ist.

Das bedeutet großen Ärger für Binance, da die Firma bereits mit mehreren anderen ähnlich gelagerten juristischen Problemen zu kämpfen hat. Der US-amerikanischer Ableger des Unternehmens, Binance U.S., ist mit Ermittlungen mehrerer  Regulierungsbehörden konfrontiert. Dazu gehören das Bundes-Finanzamt IRS, die CFTC und das US-Justizministerium. Die US-Börsenaufsicht SEC hat es abgelehnt, sich zu der Angelegenheit zu äußern. In einer Mitteilung an Bloomberg teilte Binance jedoch mit:

„Es wäre nicht angemessen für uns, unsere laufenden Gespräche mit den Regulierungsbehörden zu kommentieren, die Aufklärung, Unterstützung und freiwillige Antworten auf Informationsanfragen beinhalten.“

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Das Unternehmen fügte hinzu, dass es mit den Behörden zusammenarbeite und „wir weiterhin alle Anforderungen der Regulierungsbehörden erfüllen werden“.

Binance U.S. und seine regulatorischen Probleme

Binance ist der Monopolist unter den Kryptobörsen weltweit und trägt zu über 50% des globalen Krypto-Handels bei. Probleme mit nationalen Behörden gibt es schon seit langem, doch in den USA sind sie nun am größten.

2017 verkaufte Binance seine ersten BNB-Token über ein Initial Coin Offering (ICO). In dem Whitepaper hieß es, dass man 85% der Mittel aus dem ICO-Verkauf für den Aufbau der globalen Binance-Geschäftstätigkeit verwenden würde.

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Die Börse lockte durch niedrige Gebühren Investoren und Händler an, BNB zu nutzen. Darunter befand sich auch mindestens ein US-amerikanischer Investor, ein Detail, das die SEC in ihrer Argumentation nutztzu ihrer Verteidigung nutzen möchte.

Informierte Kreise lassen verlauten, dass eine Untersuchung nicht zwangsläufig eine Strafklage der SEC gegen das Unternehmen bedeute. Doch auch die Untersuchung könnte Monate dauern, wie im Fall Ripple. Die SEC untersucht auch Market-Making-Unternehmen, die mit dem CEO der Börse, Changpeng Zhao, verbunden sind. Die Böresenaufsicht will Zhaos Eigentumsanteile an den Market-Makern von Binance U.S. überprüfen und ausserdem untersuchen, ob die Börse notwendige Broker-Dealer-Aktivitäten durchgeführt hat.

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