Sensation in der Schweiz: Lugano stellt Kryptowährungen dem Schweizer Franken gleich

  • Geschäfte und Unternehmen in Lugano werden neben dem Schweizer Franken auch Bitcoin, USDT und LVGA akzeptieren.
  • Die Tether plant, 100 Millionen Dollar in den Aufbau einer Blockchain-Infrastruktur und die Unterstützung von Krypto-Unternehmen in Lugano zu investieren.

In der kryptofreundlichen Schweiz wird es jetzt konkret: Die im Kanton Tessin gelegene Stadt Lugano wird in Zukunft Bitcoin (BTC), Tether (USDT) und ihren eigenen Token LVGA als offizielle Zahlungsmittel anerkennen. Somit sind die drei Kryptowährungen dem Schweizer Franken gleichgestellt.

Paolo Ardoino, technische Leiter bei Tether, sagt, dass das Unternehmen in Zusammenarbeit mit den Behörden in Lugano einen Fonds in Höhe von drei Millionen Schweizer Franken eingerichtet habe. Man werde die Akzeptanz von BTC, USDT und LGVA bei den lokalen Händlern intensiv fördern. Der Tether-Manager sagte, dies werde viele Talente nach Lugano locken – gut für den Arbeitsmarkt werde. Lugano zu einem Blockchain-Hub in Europa werden. Ardoino erklärte:

„Wir wollen zeigen, dass diese Werkzeuge, diese Instrumente, diese Währungen, die geschaffen wurden, in einem [lokal kontrollierten]lebendigen Umfeld wie der Stadt Lugano tatsächlich eingesetzt werden können.“

Die Bürger von Lugano können in Zukunft auch ihre Steuern einer der drei Kryptowährungen bezahlen. Das Projekt will die Zahlungen auf Parktickets, Studiengebühren und öffentliche Dienstleistungen ausweiten. Fast 200 Geschäfte und Unternehmen haben bereits signalisiert Kryptozahlungen für Waren und Dienstleistungen akzeptieren zu wollen.

Darüber hinaus plant Tether die Einrichtung eines weiteren Fonds in Höhe von 100 Millionen Schweizer Franken zum Aufbau einer Blockchain-Infrastruktur in der Region.

Kryptos auf dem Weg zur Akzeptanz als Alltagswährung

Die Legislative vieler Staaten befasst sich damit, eine Antwort auf die Frage zu finden, ob eine oder mehrere Kryptowährungen zu gesetzlichen Zahlungsmitteln gemacht werden sollen. Besonders für schwache Volkswirtschaften scheint die Idee attraktiv zu sein, da ein starker Anstieg beispielsweise des Bitcoinkurses helfen könnte, starke Geldreserven aufzubauen.

Das lateinamerikanische Land El Salvador hat diesen Weg im vergangenen Jahr eingeschlagen. Es verfügt derzeit über große Bitcoin-Reserven und hat sogar mit der Emission von Bitcoin-Anleihen begonnen.

Es wird berichtet, dass auch Mexiko sich auf die Einführung von Bitcoin vorbereitet. Die mexikanische Senatorin Indira Kempis hat kürzlich angeregt, Bitcoin zum gesetzlichen Zahlungsmittel zu machen. Nigel Green – Kolumnist von Crypto AM und CEO der deVere Group – glaubt, dass ein Bitcoin-Gesetzentwurf wahrscheinlich noch in diesem Jahr im mexikanischen Kongress debattiert werden wird. Green sagt:

„Mexikos Wirtschaft ist in hohem Maße vom US-Dollar abhängig, da das Land immer noch 80 Prozent seiner Exporte in die Vereinigten Staaten schickt – was natürlich besonders besorgniserregend war, als dem Land mit saftigen US-Handelszöllen gedroht wurde. Durch die Einführung einer Kryptowährung als gesetzliches Zahlungsmittel würde Mexiko sofort über eine Währung verfügen, die weder von den Marktbedingungen innerhalb der eigenen Wirtschaft noch direkt von der Wirtschaft eines anderen Landes beeinflusst wird.“

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Bhushan is a FinTech enthusiast and holds a good flair for understanding financial markets. His interest in economics and finance draw his attention towards the new emerging Blockchain Technology and Cryptocurrency markets. He is continuously in a learning process and keeps himself motivated by sharing his acquired knowledge. In his free time, he reads thriller fictions novels and sometimes explores his culinary skills.

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