Chef der Kryptobörse FTX will sein Vermögen für wohltätige Zwecke spenden

  • FTX-Gründer Sam Bankman-Fried will 99 Prozent seines Krypto-Vermögens für wohltätige Zwecke spenden.
  • So gut seine Absichten auch zu sein scheinen, einige haben in Frage gestellt, ob er dieses Wort tatsächlich halten wird.

Viele Katastrophen haben die philanthropische Seite der Krypto-Community zum Vorschein gebracht. Von Naturkatastrophen wie Überschwemmungen und Waldbränden bis hin zur Covid-Pandemie und nun dem Vernichtungskrieg Russlands gegen die Ukraine.

Eine der bemerkenswerten Persönlichkeiten, die hohe Beträge spenden, ist der dreißigjährige Sam Bankman-Fried, Gründer der Kryptobörse FTX und einer der jüngsten Milliardäre der Welt. Nun will er noch mehr spenden.

In einem kürzlich geführten Interview bekräftigte Bankman-Fried seine Absicht, den Großteil seines 20 Milliarden Dollar schweren Krypto-Vermögens für wohltätige Zwecke zur Verfügung zu stellen. Er sagt, für ihn sei es nicht wichtig,sich selbst Dinge zu kaufen, sondern es sei wichtig denen zu helfen, die nichts haben. Er plant, mit 1 Prozent seines Einkommens oder einem Minimum von 100.000 Dollar jährlich auszukommen – immer noch genug für ein komfortables Leben.

Der Krypto-Investor bezeichnet sich selbst als effektiven Altruisten. Solche Personen treten dafür ein, die eigene Vernunft zu nutzen, um herauszufinden, wie man anderen so viel wie möglich nützen kann, und auf dieser Grundlage zu handeln. In diesem Sinne begannen Bankman-Frieds wohltätige Aktionen vor über einem Jahrzehnt – lange bevor er überhaupt auf die Idee kam, Krypto-Unternehmer zu werden. Vor kurzem spendete er 25 Dollar an alle FTX-Kunden in der Ukraine.

Bankman-Fried will 99% seines Krypto-Vermögens spenden

Um seine Goodwill-Aktionen weiter zu unterstützen, wirbt Bankman-Fried für Krypto und seine Börse. Während des kürzlich abgehaltenen Super Bowl LVI schaltete er einen Werbespot zur Kryptobranche, der enorme Aufmerksamkeit bekam. Bankma Fried setzt sich auch aktiv für eine alle Betroffenen zufriedenstellende Regulierung der Kryptoindustrie ein und hat seit Dezember an zwei Anhörungen des Kongresses zu diesem Thema teilgenommen. Darüber hinaus spendete er an mehrere Kongressmitglieder und auch für Joe Bidens Wahlkampf, als dieser sich um das Präsidentenamt bewarb. Darüber hinaus investiert der Unternehmer in andere. ausgesuchte Unternehmen, darunter eine 210-Millionen-Dollar-Investition in das US-Esports-Unternehmen TSM.

Bankman-Frieds Erklärungen lassen ihn als eine Art Krypto-Robin Hood erscheinen, der den Unterdrückten in einer kapitalistischen Gesellschaft hilft. Das wirft jedoch die Frage auf: Können Philanthropen in der Kryptobranche gedeihen? Denn diese wird mit einer ganzen Reihe krimineller Aktivitäten in Verbindung gebracht. Nach den Worten des US-Regulierers Gary Gensler ist die Kryptobranche „voll von Betrug, Schwindel und Missbrauch“.
Bankman-Fried wird zwar damit nicht in Zusammenhang gebracht, doch hat er bedeutend weniger Geld für wohltätige Zwecke gespendet als er für die Super-Bowl-Werbung und die Namensrechte an der die Miami-Heat-Arena ausgegeben hat. Allein diese beiden Werbe-Projekte kosteten über 150 Milliarden D ollar.

Eins der Ziele für seine Börse FTX besteht darin, diese zur „zur weltweit größten Quelle für Finanztransaktionen“ zu machen. Mit einem Börsenvolumen von 344 Milliarden Dollar liegt das Unternehmen – Stand Februar – auf Platz drei der größten Krypto-Börsen der Welt. Bankman-Fried sagt jedoch, dass er nie einen Gedanken daran verschwendet habe, Reichtum anzuhäufen und alles zu verschenken. Er ist von der Wahrscheinlichkeit künftiger lebensbedrohlicher Katastrophen überzeugt – der Grund, warum er plant, dieses Jahr bis zu einer Milliarde Dollar an Stiftungen zu spenden.

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