- World Token machte gestern einen 27% Kurssprung. OpenAI‑Chef Altman soll ein Social-Media Projekt planen, das die humane Identität seiner Mitglieder verifiziert und Bots und KI‑Accounts automatisch aussperrt.
- Die Meldung löste eine starke Reaktion aus und rückt das umstrittene World‑ID‑Projekt erneut in die öffentliche Debatte.
Es soll sich um ein noch inoffizielles Vorhaben handeln, das von einem kleinen Team mit weniger als zehn Personen entwickelt wird. Ziel ist ein Social-Network, das ausschließlich Menschen zulässt – verifiziert per Apple Face ID, World Orb oder andere zuverlässige biometrische Verfahren.
KI‑generierter Content soll erlaubt sein, doch nur Personen mit verifizierter Identität dürfen einen Account einrichten. Dahinter steckt die Idee eines Social-Media-Projekts, das sich gegen die Flut von KI‑Bots und Fake‑Identitäten richtet, die dabei ist, ganze Netze zu enthumanisieren.
Der Kurs von World Token reagierte prompt. Innerhalb weniger Stunden stieg Worldcoin (WLD) um über 27 Prozent, der Umsatz explodierte geradezu und stieg um mehr als 760 Prozent. Die Marktkapitalisierung erreichte 1,42 Milliarden Dollar.

Initiator Sam Altman ist Gründer von World, und OpenAI verfügt über die Infrastruktur, um ein solches Netzwerk global zu etablieren. Die Kombination aus „Proof‑of‑Personhood“ und KI‑Moderation könnte zu einem neuen Standard für digitale Identität werden.
Gleichzeitig bleiben zentrale Fragen offen. Es gibt bislang keine offizielle Bestätigung von OpenAI, und die regulatorischen Risiken sind erheblich. Biometrische Daten wie Iris‑Scans gelten als besonders sensibel, und World steht seit seiner Gründung weltweit unter kritischer Beobachtung.
Mehrere Länder haben die Orb‑Operationen bereits eingeschränkt oder eingefroren, darunter Spanien, Portugal und Kenia. Kritiker warnen vor einer globalen Identität-Infrastruktur, die missbraucht werden könnte. Befürworter hingegen sehen darin einen realistischen Ansatz, die Integrität digitaler Kommunikation zu bewahren.
Für den World‑Token ergibt sich daraus ein asymmetrisches Szenario: Große Vorteile durch die potenzielle Integration in ein OpenAI‑Netzwerk, aber ebenso große Risiken durch politische und gesellschaftlichen Widerstand.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob sich aus dem neuen Ansatz ein tragfähiges, garantiert human bevölkertes Social Media-Modell entwickelt.

