Ripple: World Bank Group bezeichnet Interledger als „vielversprechenden Ansatz“

  • Die World Bank Group bezeichnet das Interledger Protokoll als „vielversprechenden Ansatz“ für Interoperabilität im Zahlungsbereich. 
  • Die Weltbank betrieb drei Interledger Nodes, die mit zwei Blockchain-Testnetzen, Ethereum und dem XRP Ledger verbunden waren. 

Die World Bank Group in Zusammenarbeit mit der Digital Advisory Unit des IWF hat einen Bericht zur „Blockchain Interoperabilität“ veröffentlicht, in welchem sie die aktuelle Forschungsagenda aus dem Experimentieren über verschiedenen Blockchain-Plattformen, u. a. Ethereum, Hyperledger Fabric, Corda, Quorum, Polkadot und das vom ehemaligen Ripple CTO Stefan Thomas entwickelte Interledger Protokoll unter den Gesichtspunkten der Technologie, Sicherheit und Risiko sowie rechtlichen Erwägungen betrachten.

Wie der Bericht feststellt, ist eine interoperable digitale Architektur für den Austausch von Daten und digitalen Assets bei der Digitalisierung von Handel, E-Commerce oder E-Government-Diensten unerlässlich, um eine Fragmentierung zu verhindern. Als Mittel für Interoperabilität untersuchte die World Bank unter anderem Oracles, Zeitgebundene Asset-Sperrung und Freigabe, Relays, Anwendungsschicht-Adapter, diverse Blockchain-Netzwerke und Blockchain-agnostische Smart Contract Sprachen wie DAML, Vottun und Overledger von Quant Network.

Während DAML unter anderem mit Partnern zusammenarbeitet, um Anwendungen auf Corda, HyperLedger Fabric oder Sawtooth laufen zu lassen, verbindet Overledger verschiedene Blockchain-Netzwerke, sowie Legacy-Systeme und unterstützt „derzeit Hyperledger Fabric, Corda, Ethereum, Bitcoin, IOTA, EOS und Ripple, entweder mit oder ohne Permission.“ Eine Übersicht über die Experimente liefert die nachfolgende Übersicht:

WBG

Source: https://documents1.worldbank.org/curated/en/373781615365676101/pdf/Blockchain-Interoperability.pdf

Die World Bank über den Test des Interledger Protokolls

Unter dem Punkt „Arbeitsgruppenuntersuchungen und Lessons Learned“ eruiert die World Bank, dass das Interledger ein offenes Protokoll ist, welches ursprünglich vom Internetprotokoll inspiriert wurde, um Zahlungen über verschiedene Blockchain-Netzwerke hinweg zu senden.

Es ermöglicht den Austausch von Werten über verschiedene Zahlungsnetzwerke hinweg. Mit Interledger können XRP an jemanden gesendet werden, der ETH erhalten möchte, oder USD an jemanden, der EUR erhalten möchte. Interledger leitet Wertpakete auf die gleiche Weise weiter, wie das Internet Informationspakete weiterleitet.

Interledger

Source: https://documents1.worldbank.org/curated/en/373781615365676101/pdf/Blockchain-Interoperability.pdf

Des Weiteren verrät die World Bank, dass sie drei Interledger Nodes hat laufen lassen, die mit zwei Blockchain Testnetzen – Ethereum und Ripple’s XRP Ledger – verbunden waren. Dabei sendete Partei A Ether und der Node von Partei B empfing XRP, während ein dritter Knoten als Vermittler beim Token-Austausch fungierte.

„Um dies zu bewerkstelligen, muss Partei A mit Ether eine Settlement-Engine installieren, um Ether vom Ethereum-Testnetz über die Settlement-Engine für ETH an den zwischengeschalteten Knoten zu übertragen“, so der Bericht. Die Ergebnisse des Tests bezeichnet die Forschungsgruppe als „vielversprechend“:

Die Arbeitsgruppe des Interledger-Projekts behauptet, ein „Internet der Werte“ zu schaffen. Dies ist ein sehr vielversprechender Ansatz für den Zahlungsbereich. Das Interledger-Team hat bereits mehrere Settlement-Engines für verschiedene Arten von Nicht-Krypto-Zahlungen entwickelt, z. B. für PayPal und mobiles Geld.

Es ist allerdings wichtig zu betonen, dass die World Bank nicht nur das Interlegder Protokoll testete. So untersuchte die Forschungsgruppe auch Polkadot, sein Framework Substrate und seine Relay Chains. Laut dem Bericht bietet Polkadot Entwicklern „flexible Optionen“ und „bietet eine Vielzahl von Tools, die helfen, die Blockchains schnell zu entwickeln“. Allerdings sei es in dem aktuellen Status „immer noch schwierig, es mit Ethereum zu vergleichen, das bereits ein erhebliches Momentum gewonnen hat“.

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Jake Simmons has been a crypto enthusiast since 2016, and since hearing about Bitcoin and blockchain technology, he's been involved with the subject every day. Beyond cryptocurrencies, Jake studied computer science and worked for 2 years for a startup in the blockchain sector. At CNF he is responsible for technical issues. His goal is to make the world aware of cryptocurrencies in a simple and understandable way.

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