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Ripple verklagt YouTube wegen Rufschädigung und finanzieller Schäden

  • Ripple hat gestern offiziell eine Anklage gegen YouTube eingereicht, nachdem eine Vielzahl von Scam-Videos kostenlose XRP versprechen und nicht von der Plattform entfernt worden.
  • Ripple fordert ein aggressiveres Vorgehen gegen Betrüger auf YouTube und anderen Social-Media-Plattformen.

YouTube und Twitter sind beliebte Sammelplätze für Scams, bei denen vermeintlich bekannte Größen des Kryptomarktes, wie Vitalik Buterin oder Brad Garlinghouse kostenlose Ether (ETH) oder XRP verschenken. Hacker verschaffen sich Zugang zu den offiziellen Accounts oder erstellen Konten, die dem vermeintlichen Original sehr ähnlich sehen und ein kostenloses Geschenk versprechen. Ripple hat sich diese Entwicklungen lang genug angesehen und zieht jetzt Konsequenzen aus dem laschen Umgang von YouTube mit solchen Betrugsfällen.

Ripple reicht Klage gegen YouTube ein

Ripple Labs und sein CEO Brad Garlinghouse haben die Videoplattform YouTube verklagt, da es die Plattform versäumt habe gegen XRP Scams in jeglicher Form vorzugehen. Dies schädigt sowohl den Ruf von Ripple und hat auch finanzielle Schäden für das Unternehmen nach sich gezogen. Die Klage führt dabei vor allem sogenannte „XRP Giveaways“ an, die dem Opfer versprechen eine größere Belohnung zu erhalten, wenn sie eine entsprechende Menge XRP an eine vermeintliche Adresse schicken.

Garlinghouse führt auf Twitter aus, dass YouTube das „Epizentrum“ dieser vermeintlichen Betrügereien ist, jedoch andere Plattformen wie Instagram und Twitter ebenfalls betroffen seien (frei übersetzt):

In der gesamten Branche haben es die Social-Media-Unternehmen versäumt, ihre Plattformen davor zu schützen, von den völlig vermeidbaren Betrüger-Werbebetrügereien missbraucht zu werden. Hunderte von Menschen (darunter auch einige von Ihnen) wurden verletzt, aber Big Tech führt sie weiterhin in die Irre.

Ripple hatte sich in der Vergangenheit bereits mehrfach an YouTube gewendet und für mehr als 25 verschiedene Konten die Auflösung bzw. Löschung verlangt. Jedoch habe es die Plattform versäumt, angemessen schnell und gründlich zu reagieren. Deswegen fordert Garlinghouse, dass die Plattform härtere Maßnahmen ergreift, schneller reagiert und das Monitoring für solche Scams verbessert. Bis heute ist laut Garlinghouse kein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt worden, sodass sich Ripple gezwungen sah eine Klage einzureichen.

Die Klage führt aus, dass bis heute „Millionen von XRP im Wert von Hunderttausenden von Dollar“ gestohlen wurden. Angeblich unterstütze YouTube sogar die Betrüger und profitiere ebenfalls von den erzielten Einnahmen (frei übersetzt):

Nachdem YouTube bei unzähligen Gelegenheiten über den Betrug informiert wurde, verkaufte es und half den Betrügern bei der Verbreitung von Anzeigen – so genannten „Video Discovery Ads“ – um mehr YouTube-Besucher dazu zu bringen, Videos, die den Betrug fortsetzen, anzusehen und darauf zu klicken.

Ein Bundesgericht soll YouTube zwingen sofort Maßnahmen zu ergreifen, um die vorsätzliche Untätigkeit zu beenden und weitere finanzielle Schäden von Ripple abzuwenden.  YouTube erklärte bisher zu der Klage nur kurz und knapp in einer Standardantwort (frei übersetzt):

Wir nehmen den Missbrauch unserer Plattform ernst und ergreifen rasch Maßnahmen, wenn wir Verstöße gegen unsere Richtlinien feststellen, wie Betrug oder Nachahmung.

Garlinghouse zeigte auf Twitter ebenfalls ein Beispiel eines Fake-Accounts, der jedoch dem Original zum Verwechseln ähnlich sieht:

Krypto-Scams haben eine lange Geschichte

Leider werfen Scams und vermeintlich kostenlos versprochene Kryptowährungen ein schlechtes Licht auf die gesamte Branche. Der PlusToken Scam konnte mehr als 40.000 Bitcoins und 800.000 Ether stehlen und gehörte damit zu den größten Hacks der Geschichte. Einige Experten gehen davon aus, dass die Betrüger mit ihrer Beute sogar die Preise des gesamten Marktes beeinflussen konnten.

Kürzlich wurde außerdem der YouTube Kanal von Pogo gehackt. Hacker übernahmen den Kanal und versprachen kostenlose Bitcoin und Ether an die Opfer zu senden, wenn die Opfer einen gewissen Betrag an das Wallet der Betrüger schickten.

Der Preis von XRP folgt unterdessen dem aktuellen Markttrend und verzeichnet innerhalb der letzten 24 Stunden ein Minus von 0,57 % auf einen Preis von 0,1845 USD.

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About Author

Collin Brown

Collin ist ein Bitcoin-Investor der frühen Stunde und ein langjähriger Trader im Krypto- und Devisenmarkt. Er ist fasziniert von den komplexen Möglichkeiten der Blockchain-Technologie und versucht, die Materie für Alle zugänglich zu machen. Seine Berichte konzentrieren sich auf die aktuellen Entwicklungen der Technologie einzelner Kryptowährungen.

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