Ripple CEO: Twitter Hack zeigt Schwachstellen zentralisierter Systeme

  • Brad Garlinghouse kritisiert den Twitter Hack und beschreibt, dass das Vertrauen der Bevölkerung in zentralisierte Systeme damit gesunken ist.
  • Der Twitter Hack führt zu einem Nutzeranstieg dezentraler Alternativen wie dem sozialen Netzwerk Minds und anderen Twitter Konkurrenten.

Wie Crypto News Flash bereits berichtete, gab es einen großen Hack des sozialen Netzwerkes Twitter, bei dem prominente Accounts genutzt wurden, um einen Bitcoin Scam zu bewerben. Unter den Opfern befand sich unter anderem Elon Musik, Bill Gates oder der ehemalige Präsident Barack Obama. Ripple CEO Brad Garlinghouse hat wieder Zugang zu seinem Konto und startete direkt eine Kritikoffensive.

Zentralisierte Systeme haben große Schwachstellen

Garlinghouse führt aus, dass es kein Problem der Kryptowelt ist, sondern es weitreichende Hacks und Probleme über Plattformen hinweg gibt (frei übersetzt):

Es scheint endlich ein allgemeiner Konsens darüber zu bestehen, dass es sich bei diesem Hack NICHT um ein Kryptoproblem, sondern um ein Problem der sozialen Medienplattform handelt.

Vor einigen Monaten hat Ripple offiziell YouTube verklagt, da YouTube keine ausreichenden Maßnahmen unternommen hat, um einen Scam der in Verbindung mit Ripple stand, zu unterbinden (frei übersetzt):

Böswillige Betrügereien auf Twitter, YouTube und anderen bestehen seit Jahren fort, ohne dass diese Plattformen wirklich etwas unternehmen oder Rechenschaft ablegen, um das Problem mit mehr als einem Pflaster anzugehen.

Er konstatiert, dass die Nutzer von Twitter langsam wütend werden, da die Betreiber als auch die Regierungen weltweit keine ausreichenden Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, um solche Szenarien zu stoppen oder gar nicht erst geschehen zu lassen. Twitter hat bei seinen Nutzern stark an Vertrauen verloren, dass in der nächsten Zeit erst wieder zurückgewonnen werden muss (frei übersetzt):

Da die Verbraucher und (zunehmend) auch die Regierungen zu Recht wütend sind, hoffen wir, dass sie endlich den Bemühungen Vorrang einräumen, unser Vertrauen zurückzugewinnen, indem sie den Missbrauch ihrer Plattformen ernst nehmen.

Dezentrale Alternativen im Trend

Neben den Platzhirschen Facebook, Twitter oder YouTube haben sich in den letzten Jahren zahlreiche Altenrativen entwickelt, die den Nutzern die Hoheit über ihre Daten zurückgeben. Dazu gehört unter anderem das dezentrale soziale Netzwerk Minds. Das Netzwerk wurde 2015 gegründet und basiert auf der Ethereum Blockchain.

CEO Bill Ottmann konstatiert, dass Minds alle Probleme zentralisierter Systeme löst und die Nutzer ihre Datenhoheit zurückerhalten und sensible Informationen weitreichend geschützt sind und nicht zu Werbezwecken an Dritte weitergegeben werden. Eine dezentralisierte Alternative zu YouTube ist die letztes Jahr auf der TRON Blockchain gestartete Livestream Plattform DLive, welche mittlerweile mehre Millionen monatliche Zuschauer verzeichnet.

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Collin is a Bitcoin investor of the early hour and a long-time trader in the crypto and forex market. He's fascinated by the complex possibilities of blockchain technology and tries to make matter accessible to everyone. His reports focus on developments about the technology for different cryptocurrencies.

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