Ripple-Chef nennt 2021 stärkstes Jahr für Ripple

  • CEO Brad Garlinghouse nennt 2021 Ripples bisher stärkstes Jahr, trotz der Klage der SEC gegen das Unternehmen.
  • Garlinghouse sagt, viele positive Kennzahlen seien verzeichnet worden, darunter eine Verdoppelung der RippleNet-Transaktionen gegenüber 2020.

Ripple war 2021 vor allem wegen des – noch immer andauernden – Rechtsstreits mit der US-Börsenaufsicht SEC regelmäßig in den Nachrichten innerhalb Kryptobranche. Das Unternehmen und seine leitenden Angestellten Garlinghouse und Larsen werden beschuldigt, nicht registrierte Wertpapiere über Ripple verkauft zu haben. In der Folge gab es einen massiven XRP-Ausverkauf und mehrere Börsen stellten den Handel mit XRP ein. Das Unternehmen befand sich in einer schlimmen Lage
Laut der SEC war der Verkauf von XRP mit dem Verkauf von Aktien oder Anleihen vergleichbar und hätte daher bei der Kommission registriert werden müssen. Dies löste einen panischen Verkauf von XRP aus, was dazu führte, dass sein Kurs in einem Jahr, in dem Bitcoin und Ethereum neue Allzeithochs hatten, einen nur kleinen Anstieg erlebte. So werden wohl viele XRP-Investoren zögern, 2021 als erfolgreiches Jahr zu bezeichnen, doch Garlinghousesagt, dass das Jahr das stärkste für Ripple gewesen und ein Jahr des Durchbruchs für die gesamte Kryptobranche war.
Es seien viele positive Kennzahlen verzeichnet worden, einschließlich der RippleNet-Transaktionen, die sich im Jahr 2021 gegenüber dem dritten Quartal 2020 mehr als verdoppelt hätten. Auch die On-Demand-Liquidität ODL habe von Quartal zu Quartal einen Anstieg von 130% gehabt und sei nun in 20 Ländern weltweit zugänglich.
Die ODL-Transaktionen machten im dritten Quartal 25% des gesamten Dollar-Volumens im Netzwerk aus. Auch das weltweite ODL-Volumen ist seit dem dritten Quartal 2020 um mehr als das 25-fache gestiegen.

Ripple-Chef: SEC-Vorsitzender hat kryptofeindliche Attitüde

Das Unternehmen erklärt, RippleNet sei entwickelt worden, um sicherzustellen, dass die Kunden zu ODL wechseln, sobald der Markt reif genug ist.

„Genau das ist jetzt der Fall: Drei von fünf unserer umsatzstärksten Kunden im Jahr 2020 haben inzwischen ein Upgrade auf ODL vorgenommen, um die Vorteile von XRP-gestützten Zahlungen für ihr Unternehmen zu nutzen.“

Trotz des weltweiten Durchbruchs der Ripple-Produkte und -Dienstleistungen wurde der ODL-Fluss von XRP durch die Nicht-Existenz einer klaren Regelung in den USA beeinträchtigt, so dass der Betrieb ausgesetzt wurde. Garlinghouse bekräftigte seine Auffassung über die Absicht der SEC: Die Klage sei ein Generalangriff auf die gesamte Kryptoindustrie, nicht nur auf Ripple.

Weiter sagte Garlinghouse:

„Krypto als „Wild-West“ zu bezeichnen, ist eine Farce – die meisten halten sich an die Finanzaufsichtsbehörden auf der ganzen Welt. Diese Branche sollte nicht dafür bestraft werden, dass sie regulatorische Klarheit und eine konsequent angewandte Regulierung mit gleichen Wettbewerbsbedingungen fordert.“

Er merkte an, dass an der Entwicklung des Web 2.0 mehrere amerikanische Firmen beteiligt waren. Angesichts der Tatsache, dass Unternehmen die USA verlassen, um dem ungünstigen Krypto-Umfeld zu entgehen, frage er sich, ob dies auch bei Web 3.0 der Fall sein werde. Schließlich beschuldigte er den SEC-Vorsitzenden Gary Gensler, eine rigorose Anti-Krypto-Attitüde zu verfolgen.

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John ist seit Jahren ein begeisterter Krypto- und Blockchainjournalist. Besonders fasziniert ist er von aufstrebenden Startups und den versteckten Mächten hinter Angebot und Nachfrage. Er hat einen Bachelor-Abschluss in Geographie und Wirtschaft.

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