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Ripple: Britisches Finanzministerium stuft XRP als ‚Exchange Token‘, nicht Wertpapier ein

  • Das britische Wirtschafts- und Finanzministerium stuft XRP als „Exchange Token“ ein. 
  • Der Bericht des HM Treasury stuft XRP in „erster Linie“ als Tauschmittel, sowie auch Bitcoin und Ethereum ein. 

Während sich Ripple in den Vereinigten Staaten einer Klage der US-Börsenaufsicht zur Einstufung von XRP als Wertpapier gegenüber sieht, hat das Vereinigte Königreich vergangene Woche für Klarheit gesorgt. Laut einem am 07. Januar vom HM Treasury, dem Wirtschafts- und Finanzministerium der britischen Regierung, veröffentlichten Bericht handelt es sich bei XRP um keinen Wertpapier-Token.

In dem Dokument mit dem Titel „UK regulatory approach to crypto assets and stablecoins: Consultation and call for evidence“ schreibt die britische Behörde, dass Kryptowährungen eine Vielzahl von Funktionen erfüllen, vom Handel mit digitalen Sammlerstücken bis hin zur Kapitalbeschaffung für neue Projekte. Gleichzeitig konstatiert der Bericht auch, dass es keine international vereinbarte Taxonomie oder Klassifizierung gibt.

Bereits im Jahr 2019 veröffentlichte die britische Finanzaufsicht, die Financial Conduct Authority (FCA) daher ihre „Leitlinien zu Krypto-Assets“, in der drei große Kategorien von Token in Bezug darauf beschrieben werden: E-Geld-Token, Wertpapier-Token und unregulierte Token. Wertpapier-Token haben demnach Eigenschaften, die einer bestimmten Investition ähnlich sind, „wie einer Aktie oder einem Schuldtitel, wie in der britischen Gesetzgebung festgelegt“.

Unter diese Kategorie fällt XRP laut dem HM Treasury jedoch nicht. Vielmehr gehört XRP in die Kategorie der „unregulierten Token“, die noch einmal in „Utility Token“ und „Exchange Token“ unterteilt werden können. Diesbezüglich schreibt die britische Behörde in dem Bericht:

Exchange Token: Token, die in erster Linie als Tauschmittel verwendet werden – dazu gehören weithin bekannte Krypto-Assets wie Bitcoin, Ether und XRP.

Ferner konstatiert die HM Treasury auch, dass „viele Token eine hybride Form annehmen können und zu verschiedenen Zeitpunkten in verschiedene Kategorien fallen“. Zum Beispiel können sie zunächst zur Kapitalbeschaffung verwendet werden, um dann später hauptsächlich als Exchange Token genutzt zu werden.

Ripple’s Kontakte nach Großbritannien

In der XRP Community wurde diese Nachricht als massiv bullisch aufgenommen. Zudem unterstreicht die Haltung des britischen Finanzministeriums die guten Beziehungen von Ripple nach UK. So hat Ripple CEO Brad Garlinghouse im Oktober geäußert, dass London ein Ziel, neben der Schweiz, Singapur, Japan und den Vereinigten Arabischen Emiraten im Falle eines Exodus aus den USA sein könnten.

Des Weiteren pflegt Ripple auch eine gute Beziehung zur Zentralbank von England, der Bank of England (BoE). Wie im Juli 2017 enthüllt, testete die BoE für ihr Echtzeit-Bruttoabwicklungssystem (RTGS) der nächsten Generation die Technologien von Ripple.

Im Rahmen des Proof of Concept (PoC) stellte die Zentralbank, dass sich die Lösung von Ripple „als vielversprechend erwies, um RTGS-Systeme zu ermöglichen, die nahtlos und weltweit interoperabel sind“. Auf der Yahoo Finance „All Markets“ Konferenz in 2018 bestätigte Garlinghouse zudem, dass die BoE „ein bezahlter Kunde von Ripple“ sei.

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Jake Simmons

Jake Simmons has been a crypto enthusiast since 2016, and since hearing about Bitcoin and blockchain technology, he's been involved with the subject every day. Beyond cryptocurrencies, Jake studied computer science and worked for 2 years for a startup in the blockchain sector. At CNF he is responsible for technical issues. His goal is to make the world aware of cryptocurrencies in a simple and understandable way.

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