- Vitalik Buterin warnt, dass Quantencomputer die Sicherheitsalgorithmen von Bitcoin und Ethereum schon 2028 aushebeln können.
- Ethereum wird sich auf einen stabilen Basis-Layer verlagern, und auch andere Projekte sollten sich um Innovationen der L2-Schiene und bei Anwender-Tools kümmern.
Ethereum-Erfinder Vitalik Buterin hat ernsthafte befürchtungen über den raschen Fortschritt des Quantencomputings geäußert. Auf der Devconnect-Konferenz in Buenos Aires erklärte er, dass Bitcoin und Ethereum innerhalb der nächsten vier Jahre mit hohen Sicherheitsrisiken aus dieser Richtung konfrontiert sein könnten.
Vitalik Buterin warned at the Devconnect conference that elliptic curve cryptography could be broken by quantum computing before the 2028 U.S. presidential election, urging Ethereum to upgrade to quantum-resistant cryptography within four years. pic.twitter.com/E2SKlAkrwV
— EVerse (@RafaelVerse) November 19, 2025
Laut dem Experten Dr. Mark Webber entwickeln sich die Quantensysteme in einem Tempo, das die derzeitigen kryptografischen Schutzmaßnahmen schon bald bedroht sein könnten, die sich im Wesentlichen auf die elliptische Kurvenmathematik stützen
Sobald leistungsstarke Quantenmaschinen die Forschungslabors verlassen und im Massenmarkt zugänglich werden, wird die zentrale Sicherheit hinter Transaktionen, digitalen Signaturen und privaten Schlüsseln in der Proaxis angreifbar.
Diese Vorhersage hat eine breite Diskussion ausgelöst, da im Endeffekt nichts weniger als die gesamte Kryptobranche mehr oder weniger von diesen kryptografischen Sicherheitsstrukturen abhängt.
Selbst ein kleiner Durchbruch bei den Quantenfähigkeiten kann netzwerkweite Risiken schaffen und die Entwickler zwingen, viel früher als erwartet alternative Schutzmaßnahmen vorzubereiten.
„Verknöcherung“ soll Ethereum helfen
Während der Konferenz teilte Vitalik eine Strategie Änderung mit. Er schlug vor, dass die Basisschicht von Ethereum in eine Phase der „Verknöcherung“ eintreten sollte, was bedeutet, dass sie nicht mehr ständig verändert werden würde.
Jahrelang hat Ethereum Entwickler aufgrund seiner Flexibilität und Bereitschaft zur Weiterentwicklung angezogen. Diese offene Struktur unterstützt neue Anwendungen, Token-Standards und experimentelle Ideen – aber auch die von Angreifern.
Vitalik Buterin glaubt, Ethereum habe ein Stadium erreicht hat, in dem Stabilität noch mehr Gewicht bekommen sollte. Das System sichert aktuell Hunderte von Milliarden Dollar an Wert, und selbst ein kleiner Fehler auf Protokollebene kann gravierende Folgen haben.
Er erklärte, dass eine stabile Grundlage dazu beitrage, unerwartete Probleme zu vermeiden und Risiken bei zukünftigen Upgrades zu reduzieren.
Layah Heilpern merkte an, dass eine „Verknöcherung“ eine neue Reifephase für Ethereum markieren könnte, ähnlich dem langsamen und vorsichtigen Vorgehen bei der Entwicklung von Bitcoin. Ethereum würde nicht völlig einfrieren, sondern Änderungen auf der Kernebene einschränken, während andere Teile offen für Innovation blieben.
Innovation jenseits von Layer 1
Buterin stellte klar, dass „Verknöcherung“ nicht bedeute, dass Innovationen gestoppt würden. Stattdessen möchte er, dass sich die Innovation von Layer 1 weg bewegt und in L2-Netze, Wallets und Datenschutz-Tools fließt.
Layer-2-Rollups verwalten bereits einen großen Teil der täglichen Ethereum-Aktivitäten, und ihr Wachstum ermöglicht es Layer 1, sich auf die Abrechnung und die Sicherheitzukonzentrieren, anstatt auf hochfrequentierte Arbeitslasten.
Entwickler werden weiterhin mit Funktionen experimentieren können, aber diese Funktionen werden in den höheren Schichten des Ökosystems und nicht im Kernprotokoll angesiedelt sein. Diese Struktur verhindert, dass die Hauptkette einem ständigen Risiko ausgesetzt ist, während gleichzeitig Raum für Kreativität und Akzeptanz bleibt.
Analysten heben hervor, dass diese Verschiebung an die Entwicklung des World Wide Web im Internet erinnert, bei der die grundlegenden Protokolle stabil bleiben, während Innovation in den darauf aufbauenden Anwendungen stattfindet.

