USA: ProShares beantragt Short Bitcoin Strategy ETF bei der Börsenaufsicht

  • Der ProShares Short Bitcoin Strategy ETF wird der erste ETF in den USA sein, der auf eine schlechte Performance von Bitcoin-Futures setzt.
  • Bitcoin könnte in diesem Jahr stark volatil werden, da die US-Notenbank deutliche Zinserhöhungen vorbereitet.

Wetten gegen Bitcoin könnten einfacher werden als je zuvor: Am 5. April beantragte ProShares einen börsengehandelten Short-Bitcoin-Strategie-Fonds (ETF) bei der SEC, der die indirekt proportionale Wertentwicklung eines Index von Bitcoin-Futures abbilden soll.
Im vergangenen Oktober 2021 führte ProShares den Bitcoin Strategy ETF unter dem Ticker BITO ein. Er hatte eine solide Resonanz und wurde zum populärsten ETF-Debüt aller Zeiten.
Wenn der ProShares Short Bitcoin Strategy ETF von der US-Börsenaufsicht SEC genehmigt wird, ist er der erste US-amerikanische ETF, der gegen die Wertentwicklung der BTC-Futures wettet. Allerdings hatte die SEC im vergangenen Jahr einen ähnlichen Antrag des ProShares-Konkurrenten Direxion abgelehnt. Wie Bloomberg Intelligence berichtet, könnte die SEC das Produkt dieses Mal jedoch genehmigen. Eric Balchunas, der ETF-Analyst bei BIoomberg Intelligence, sagte:

„ProShares hat die Offenheit der SEC für einen Futures-ETF unter Beweis gestellt, und es gibt keinen Grund, daran zu zweifeln, zumal der Handel mit BITO gut funktioniert hat. Das könnte bedeuten, dass die SEC bereit ist, den nächsten kleinen Schritt zu tun.“

Bei dem ProShares-Antrag handelt es sich um einen vorläufigen Prospekt, der noch vervollständigt werden muss. In dem Antrag wird auch ein öffentliches Angebot 75 Tage nach der Einreichung vorgeschlagen. Natürlich kann die SEC dies weiter hinauszögern, wie sie es bereits mehrfach getan hat.

Bitcoin fällt seit dem Proshares-Antrag

Bitcoin verzeichnete in den letzten 24 Stunden einen starken Rückgang und fiel um 5 Prozent, was sich auf mehr als 10 Prozent  in den letzten beiden Tagen summiert, seitdem ProShares seinen Short Bitcoin Strategy ETF beantragt hat.
Der jüngste BitcoinKursverlust kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die US-Notenbank eine bedeutende Zinserhöhung plant, um die steigende Inflation in den Griff zu bekommen. Einem Bericht von Bloomberg zufolge hat Bitcoin in den letzten 90 Tagen eine starke Korrelation mit dem US-Aktienmarkt gezeigt.
Die Fed könnte den Zinssatz in naher Zukunft um 50 Basispunkte anheben. Das kann weiteren Druck auf den Aktienmarkt ausüben, da die Anleger eher risikoscheu sein werden. In diesem Fall könnten auch Kryptowährungen unter starken Verkaufsdruck geraten.
Krypto-Milliardär Mike Bloomberg sagte, dass Bitcoin wieder steigen kann, wenn die Fed eine Pause einlegt – aber die hat für 2022 schon vier bis sechs Zinserhöhungen in diesem Jahr angedeutet. Das bedeutet, dass wir für 2022 eine stärkere Volatilität erwarten können.
Andererseits drängt der Krypto-Vermögensverwalter Grayscale auf die Zulassung seines Bitcoin-Spot-ETFs. Grayscale-CEO Michael Sonneshien sagte, dass die Einwände der SEC gegen einen Bitcoin-Spot-ETF schwächer geworden seien:
„Wenn die SEC einen Bitcoin-Futures-ETF zulässt, muss sie auch mit einem Bitcoin-Spot-ETF einverstanden sein. Und sie können sich nicht mehr zu Recht auf den ’40 Act als Unterscheidungsmerkmal berufen“, sagte er.
In einem kürzlichen Interview mit Bloomberg sagte der Sonneshien, dass sein Unternehmen die SEC vor Gericht bringen könnte.

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