Staatspräsident und Wirtschaftsprofessor im Clinch wegen einer Bitcoin-City

  • Nach kritischen Äußerungen des Johns-Hopkins-Wirtschaftsprofessors Steve Hanke verteidigt El Salvadors Präsident Nayib Bukele seine geplante Bitcoin-City.
  • Für den Wirtschaftswissenschaftler ist es der Plan einer narzisstischen Persönlichkeit, die unbedingt im Mittelpunkt stehen muss.

Der Lieblingspräsident der Krypto-Community wurde erneut von dem US-Wirtschaftswissenschaftler Steve Hanke angegangen. Der Professor, Bitcoin-Kritiker seit langem, hat in den letzten Monaten El Salvador mehrfach kritisiert, nachdem der Präsident die staatliche Unterstützung für Bitcoin und die darauffolgende Bitcoin-Einführung im Land durchgesetzt hatte. In seinen jüngsten Kommentaren stellte der 79-jährige Professor für angewandte Wirtschaftswissenschaften an der Johns Hopkins University den vom Präsidenten im letzten Jahr bestätigten Anleiheplan des Landes infrage. Bukele will auf Bitcoin lautende Anleihen im Wert von einer Milliarde Dollar ausgeben.

Auch von der geplanten „Bitcoin-City“ hält der renommierte Professor nichts. Dazu schrieb Hanke auf Twitter:

„Die von @nayibbukele vorgeschlagene Bitcoin-Stadt ist so gut vorbereitet wie Florida auf Schnee. Die angekündigte Energiequelle für die Stadt ist ein inaktiver Vulkan. Es ist nur eine neue Aufmerksamkeit heischende Masche eines narzisstischen Präsidenten, der nur heiße Luft spuckt.“

Bukele hat sich nach dieser Bemerkung zu Wort gemeldet. Der Tweet mache deutlich, dass der Professor nicht verstehe, wie geothermische Energie gewonnen wird. Diese werde weltweit in der Nähe inaktiver Vulkane erzeugt. Man würde wohl kaum eine neue Stadt neben einem aktiven Vulkan bauen…

Mehr zum Thema: El Salvador erarbeitet Gesetzesentwürfe für die Emission seiner Bitcoin-Anleihen

Es ist nicht das erste Mal, dass der Professor Hanke  den Präsidenten Bukele wegen seines Engagements für Bitcoin angreift. Zunächst lehnt der Wirtschaftswissenschaftler die Bitcoin-Investitionen des Landes ab. Er bezeichnete die Käufe als wahnsinnig und unverantwortlich und forderte den Präsidenten auf, sein eigenes Geld für den Kauf von Bitcoin zu verwenden und nicht das der Steuerzahler. In einer weiteren Bemerkung warnte der Wirtschaftswissenschaftler, dass El Salvador mit Bukele am Ruder auf dem Weg in den finanziellen Ruin sei.

Wie wir vor einigen Tagen berichteten, hat das Land die Verabschiedung von 20 neuen Gesetzesentwürfen vorangetrieben. Diese sollen den rechtlichen und finanziellen Rahmen für die Emission der Milliarden-Bitcoin-Anleihe.

Apropos Bitcoin:  Bitcoin und der gesamte Markt sind in schweren Turbulenzen. In den letzten Tagen hat der Bitcoin-Kurs mit 41.000 Dollar den niedrigsten Stand seit 3 Monaten erreicht. Doch trotz des Einbruchs herrscht immer noch großer Optimismus, dass Bitcoin das im letzten Jahr erreichte Allzeithoch von 65.000 Dollar übertreffen wird.

Präsident Bukele gehört zu denen, die in den kommenden Monaten eine starke Performance erwarten und ein Kursziel von 100.000 Dollar bis zum Ende des Jahres anvisieren. Außerdem erwartet der Bukele, dass mindestens zwei weitere Länder Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel einführen werden.

Mehr zum Thema: Nayib Bukele: 2022 erreicht Bitcoin 100.000 Dollar und weitere Länder führen Bitcoin ein

Während des Kursverfalls hat Bukele die Bitcoin-Reserven des Landes aufgestockt. Die Investition soll die Wirtschaft des Landes ankurbeln, wenn Bitcoin wieder auf dem Weg nach oben ist. Wenn.

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John Kiguru ist ein scharfsinniger Autor mit großer Leidenschaft für Kryptowährungen und deren zugrunde liegender Technologie. Er durchsucht das Netz den ganzen Tag über nach neuen digitalen Innovationen, um seine Leser über die neuesten Entwicklungen zu informieren.

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