Hacker von Poly Network gibt 260 Millionen Dollar zurück und nennt das Netz anständig und hoch entwickelt

  • Poly Network hat 260 Millionen Dollar des Anfang der Woche gestohlenen Vermögens von über 600 Millionen Dollar in kleineren Beträgen zurückbekommen.
  • Der Hacker behauptet, ein „White Hat“ zu sein, und sagt, dass er alles langsam zurückgeben will, während die Verhandlungen mit dem Poly-Team andauern.

Nach dem DeFi-Angriff Anfang dieser Woche hat der Hacker von Poly Network die entwendeten Vermögenswerte teilweise und in kleinen Teilen zurückgegeben. Es begann mit der Rückgabe von etwa 4,7 Millionen Dollar der insgesamt gestohlenen 611 Millionen. Danach setzte der Hacker diese Salami-Taktik fort, als die DeFi-Plattform einige der Token-Adressen, die Geld zurückbekommen hatten, bekannt gab. Am 11. August um 16:18 Uhr UTC hatte der Hacker etwas mehr als 260 Millionen Dollar zurückgegeben, wie das Poly Network mitteilte.

Seitdem hat der Hacker die Kommunikation mit dem Poly Network-Team aufrechterhalten, wie auf Twitter gefordert. Er hat auch mit einem unbekannten White-Hat-Hacker kommuniziert.

Hacker erklärt sich

In einem Twitter-Posting teilt der Hacker mit, der Angriff sei nur  „zum Spaß“ erfolgt und dass „Cross-Chain-Hacking heiß ist“. Er wiederholte mehrfach, er habe „das Projekt gerettet“, und seine Vorgehensweise sei notwendig gewesen, weil er niemandem vertrauen konnte, der hätte helfen können. Der Hacker erklärt ausführlich, wie er eine Schwachstelle im System entdeckt und ausgenutzt hat. Außerdem hat der Hacker kleine Altcoins nicht angefasst, damit deren Wert nicht abstürzt. Er hat jedoch wütend Stablecoins eingezahlt, da das Poly-Team ihm keine Chance gab, sich zu erklären. Mit den so genannten „gefälschten DeFi-Münzen“ will der Hacker Zinsen verdienen, während die Verhandlungen mit dem Poly-Team weitergehen.

Überraschenderweise lobte der Hacker das Poly-Netzwerk und bezeichnete es als „anständiges“ und „ausgeklügeltes System“. Der Hacker sagte auch, dass alle Vermögenswerte zu gegebener Zeit in kleinen Tranchen zurückgegeben würden, während die Verhandlungen andauern. Am Ende bat der Hacker darum, dem Poly-Team „Tipps zur Sicherung ihrer Netzwerke“ geben zu dürfen.

Entwicklungen aufgrund des Hacks

Das Blockchain-Intelligence-Unternehmen Chainalysis, das bei der Analyse der Angreifer an vorderster Front dabei war, stellte fest:

„Dies könnte ein Trick sein, um sich mit den gestohlenen USDT aus dem Staub zu machen, aber bisher deutet nichts darauf hin, dass der Angreifer die gestohlenen Vermögenswerte nicht wieder zurückgeben wird.“

Poly Network verlor Bestände aus 12 Kryptowährungen, darunter ETH, WETH, WBTC und USDT, jeweils in Millionenhöhe. Das Sicherheitsunternehmen Slowmist zeigte, dass der Hacker Spuren auf der relativ unbekannten Börse Hoo.com hinterlassen hat. Das Unternehmen war auch in der Lage, die Mailbox und die IP-Adresse des Hackers zu identifizieren, aber es wurde noch niemand konkret benannt.

Einige Krypto-Experten haben sich skeptisch über die Absichten des Hackers geäußert. Gurvais Grigg, CEO von Chainalysis und ehemaliger FBI-Veteran, sagte, es sei unwahrscheinlich, dass ethische Hacker eine so große Summe stehlen würden. Wahrscheinlich hätten sie einen Teil des gestohlenen Betrags zurückgegeben, weil es sich als nicht machbar erwiesen habe, alles in Fiat umzuwandeln.

„Es ist schwer, die Motivation zu erkennen… Mal sehen, ob sie den ganzen Betrag zurückgeben.“

Nichtsdestotrotz muss Poly Network auf die Aussagen des Hackers vertrauen und hoffen, dass der ganze Aufruhr bald ein Ende hat. Der unglückliche Vorfall lenkt jedoch die Aufmerksamkeit auf die Sicherheit der im Entstehen begriffenen Cross-Chain-Netzwerke, zumal es der größte DeFi-Angriff der Geschichte ist.

About Author

A financial analyst who sees positive income in both directions of the market (bulls & bears). Bitcoin is my crypto safe haven, free from government conspiracies. Mythology is my mystery! "You cannot enslave a mind that knows itself. That values itself. That understands itself.”

Comments are closed.