Peter Schiff räumt ein, er habe Bitcoin falsch beurteilt – hätte 2011 kaufen sollen

  • Peter Schiff, langjähriger Bitcoin-Kritiker, hat eingeräumt, dass die Münze weit über 100.000 Dollar steigen könnte und bedauert, 2011 nicht gekauft zu haben.
  • Schiff bezweifelt jedoch nach wie vor, dass Bitcoin zu einem globalen Zahlungsmittel werden kann.

Peter Schiff, bisher ein notorischer Bitcoin-Kritiker, hat überraschend eingeräumt, dass Bitcoin die 100.000-Dollar-Marke erreichen könnte. Der CEO des Broker-Dealer-Unternehmens Euro Pacific Capital bedauerte sogar, nicht früher in die Kryptowährung investiert zu haben. Er bleibt jedoch weiterhin pessimistisch.

Schiff wurde durch die exakte Vorhersage der Finanzkrise von 2008 bekannt. Er ist überzeugt, Gold sei das Maß der Dinge was langfristige Anlagen betrifft. An der Kryptobranche lässt er seit Jahren kein gutes Haar.

Peter Schiff über Bitcoin

In einem kürzlichen Interview wiederholte Schiff seine negative Haltung gegenüber Bitcoin. Er behauptet, dass die Währung niemals ihr ultimatives Ziel, zum globalen Zahlungsmittel zu werden, erreichen werde. Er argumentiert auch, dass selbst Bitcoin-Befürworter wie Anthony Pompliano nicht davon überzeugt sind, dass die Menschen ihren Besitz für Tickets und Popcorn ausgeben wollen. Letzteres ist ein Anspielung auf den jüngsten Schritt von AMC-Entertainment, Bitcoin als Zahlungsmittel zuzulassen.

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Außerdem wies er darauf hin, dass kein Vermieter die digitale Währung aufgrund ihrer starken Volatilität als Miete akzeptieren würde. Aus diesen Gründen ist er der Meinung, dass Bitcoin nur als spekulativer Vermögenswert von Nutzen sei, weiter nichts.

Darüber hinaus fügte der Goldfan hinzu, dass Gold für die oben genannten Zwecke besser geeignet sei als Bitcoin. Gold wird bei der Herstellung olympischer Medaillen, in der Elektronik und in der Raumfahrtindustrie verwendet. Es wird seit Tausenden Jahren als Zahlungsmittel verwendet, was es von Bitcoin unterscheidet.

Schiff konnte jedoch nicht bestreiten, dass Bitcoin seit seiner Existenz zu den Anlagen mit der besten Rendite gehlört und die Performance von Gold bei weitem übertrifft.

Hätte, hätte, Fahrradkette …

Widerwillig gab er zu, er sich wünschte, er hätte Bitcoin gekauft, als er 2011 erstmals davon hörte.

„Ich wünschte, ich hätte Bitcoin gekauft, als ich zum ersten Mal davon hörte – das war ein echter Fehler. Hätte ich 100.000 Dollar darin investieren können – ja, das hätte ich. Ich meine, ich habe 100.000 Dollar in andere Dinge investiert, die sich schlecht entwickelt haben… Ich hätte jetzt einer der Bitcoin-Milliardäre sein können, da ich offensichtlich schon früh davon wusste. Wenn ich in der Zeit zurückgehen könnte, wäre das etwas das ich tun würde.“

Danach sprach Schiff über die Kurs-Entwicklung von Bitcoin. Der Wirtschaftswissenschaftler hält es für sehr wahrscheinlich, dass Bitcoin 100.000  oder sogar eine Million Dollar erreichen kann. Er stellte jedoch klar, dass auch dieses potenzielle Preisschild Bitcoin nicht weniger zu einer Blase macht. Er sagte sogar, dass er sich mit der Zeit zu einer so großen Blase entwickeln könnte, dass es den Begriff „Schneeballsystem“ ersetzen könnte.

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