Optimistische institutionelle Analysten bewerten Ethereum strukturell mit 26-35 Tausend Dollar

  • Die Analysten der Standard Chartered Bank sehen Ethereum sehr optimistisch und halten eine künftige Bewertung von 26.000 bis 35.000 Dollar für möglich.
  • Ethereums Ökosystem hat sich gut entwickelt und überholte vor kurzem Bitcoin bei der Zahl der täglichen Transaktionen, was auf einen künftigen Umschwung hinweisen könnte.

Drei Analysten von Standard Chartered, einer britischen multinationalen Bank, sind sehr optimistisch gegenüber Ethereum. Sie veröffentlichten kürzlich einen Bericht über die beiden wichtigsten Kryptowährungen, Bitcoin und Ethereum. Darin wurden die strukturellen Überlegungen und wirtschaftlichen Anwendungsfälle von Ether dargelegt. Die drei erklärten, dass sie Ethereum strukturell mit 26.000 bis 35.000 Dollar bewerteten, trotz der jüngsten Kurseinbrüche – eine recht optimistische Prognose, denn Ether war am Dienstag um fast 20% gefallen. Bei Redaktionsschluss lag der ETH-Kurs bei 3.354 US-Dollar, was laut unseren Daten einem Rückgang von 11,1% Prozent entspricht. Damit ist der Kurs innerhalb einer Woche um 2,5% gefallen.

Sam Trabucco, CEO von Alameda Research, äußerte sich zu dem jüngsten Einbruch der ETH-Preise. Die Ereignisse vor einer Korrektur sind fast jedes Mal gleich, sagt er. Terminkontrakte werden zunächst mit einem hohen Aufschlag gehandelt, was auf aggressive Käufe hindeutet. Danach kommt es zu einer steilen Preiskorrektur, die den Händlern einen günstigen Zeitpunkt bietet, im Kursrückgang zu kaufen.

Zahl der Transaktionen steigt

Darüber hinaus könnte der starke Anstieg der Transaktionsgebühren im Ethereum-Netzwerk den Einbruch ausgelöst haben. Ethereum-Gründer Vitalik Buterin führt ihn auf den Anstieg der nicht-fungiblen Token (NFTs) im Netzwerk zurück. Im Ethereum-Forschungsblog schlug er vor, NFTs vollständig auf Layer-2-Lösungen zu verlagern, um dem Problem Herr zu werden.

Derzeit haben Ethereum Virtual Machine-fähige Rollups Hintertüren und einen gewissen Grad an Zentralisierung. Bis eine bessere Lösung gefunden ist, sollten NFTs daher Rollup-übergreifend sein. NFTs sollten sich problemlos durch das gesamte L2-Ecosystem bewegen, bis ein einziges Rollup die Zentralisierungs- und Sicherheitsprobleme löst. Erwartungsgemäß hat sein Vorschlag eine Debatte ausgelöst. Der Vorschlag hat jedoch zu weiteren Wachstumsmöglichkeiten für L2-Skalierungslösungen geführt. Mehr noch, kürzlich übertrafen die täglichen Transaktionen auf Ethereums Layer-2 mit etwa 250.000 die von Bitcoin – etwa 210.000. Dies sind Coin-Metrics-Statistiken, die von Evan Vas Ness, Gründer von Week In Ethereum News, getwittert wurden.

Umsturz?

Flippening, ein theoretisches Konzept, das noch nicht in die Realität umgesetzt wurde, ist wieder einmal ins Gespräch gekommen. Der Begriff bezieht sich auf ein Ereignis, bei dem ein Altcoin den Bitcoin in Bezug auf die Marktkapitalisierung übertrifft. Dies würde die Bitcoin-Dominanz beenden und andere Münzen würden nicht mehr von den Bewegungen von Bitcoin beeinflusst. Angesichts der Tatsache, dass Ethereum Layer-2 die täglichen Transaktionen übertroffen hat, ist Flippening wieder einmal relevant geworden. Abgesehen davon ist die Marktkapitalisierung von Bitcoin mit 870 Milliarden Dollar mehr als doppelt so hoch wie die von Ethereum mit 397 Milliarden Dollar.

Doch trotz der Preiskorrektur von Ether geben die Entwicklungen in seinem Ökosystem für viele Analysten immer noch ein optimistisches Bild ab. Die Analysten von Standard Chartered sind zuversichtlich, dass „die potenziellen Renditen für Ethereum zwar höher sind als für Bitcoin – aber eben auch die Risiken“.

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