Streit zwischen Bitcoin-Optimisten und -Pessimisten – wer sieht die Zukunft realistisch?

  • Der jüngste Einbruch auf dem Kryptomarkt hat einen Streit zwischen Bitcoin-Optimisten  und -Pessimisten ausgelöst, die jeweils „prognostizieren“, was sie für die Zukunft halten.
  • Bitcoin-Investoren in China – doch, es gibt sie noch – planen derweil, den Dip zu kaufen, während Mike Novogratz und Peter Schiff sich auf Twitter sinnlose Wortgefechte liefern.

Der jüngste Einbruch des Kryptomarktes hat dazu geführt, dass der inoffizielle Leitwert Bitcoin fast 50% unter seinen Höchststand gefallen ist und zwar mit 35.093 Dollar auf den niedrigsten stand seit sechs Monaten. Dies löste eine eine hitzige Debatte zwischen der Pro-Bitcoin- und der -Kontra-Bitcoin-Fraktion aus, wobei kaum Fakten, umso mehr aber Überzeugungen vorgetragen werden.

Eine kürzlich auf der Mikroblogging-Plattform Weibo – das ist Chinas Twitter-Äquivalent – durchgeführte Umfrage unter chinesischen Krypto-Investoren zeigt, dass die Mehrheit das Prinzip „Buy the Dip“ unterstützt. 35% gaben an, dass sie Bitcoin kaufen würden, wenn er unter 30.000 Dollar falle. Mehr als 60 % sagten, sie würden zum aktuellen Preis kaufen, während 22% von Bitcoin nichts wissen wollen und sich für Ethereum entscheiden würden.

Diese Einlassungen dürften auf den allgemein niedrigen Erwartungen in Zeiten großer Einbrüche beruhen, sagen erfahrene Investoren. Bemerkenswert ist, dass der Kryptohandel in China trotz des letztjährigen Verbots von Kryptowährungen offenbar weitergeht.

Millionen-Wette auf den Bitcoin-Kurs

Auf Krypto-Twitter (CT) hat sich der Bitcoin-Fan und CEO von Galaxy Digital, Mike Novogratz, eine Wette auf die Kryptowährung angeboten. Es war eine reaktion auf den Bitcoin-Skeptiker und Goldfan Peter Schiff, CEO von Euro Pacific Capital Inc. der just eine Tirade über den Rückgang des Kryptomarkts von sich gegeben hatte. Bitcoin könne nicht mit Gold verglichen werden, sagte er, und weiter:

„Die einzigen anderen Risiko-Assets, mit denen Bitcoin letztendlich korrelieren wird, sind 17.000 wertlose #Altcoins!“

Novogratz antwortete mit einem Wett-Angebot:

„Peter Schiff, ich wette eine Million Dollar zugunsten einer Wohltätigkeitsorganisation unserer Wahl, dass der Bitcoin-Kurs in einem Jahr höher als 35.000 Dollar ist. Sind Sie dabei?“

Als Schiff nicht reagierte, änderte Novogratz die Wette auf 1.000 Liegestützen um, mit den Worten: „Ich möchte nur, dass Sie nicht nur mit Worten, sondern auch mit Haut und Haaren bei der Sache sind.“

Darüber hinaus spekulierte Novogratz, dass Ethereum bei 2.600 Dollar Unterstützung finden werde. Schiff erwiederte seinerseits, dass dies bereits eine gescheiterte Spekulation sei und sagte, Ethereum steuere auf ein Niveau von unter 1.000 Dollar zu. Bei Redaktionsschluss wurde Ethereum mit 2.459 Dollar gehandelt.

Konträre Auffassungen

Der umstrittene, sich nur unter Pseudonym auf Twitter äußernde Analyst „Cryptowhale“ glaubt, dass dieser Marktcrash die „Mutter aller Crashs“ sein wird. Seine „Follower“ preisen Bitcoin als Inflationsabsicherung und nicht als korrelierenden Vermögenswert an.

Auch Bitcoin-Fans wie Alex Gladstein, CSO der Human Rights Foundation, halten an dem Potenzial von Bitcoin als Inflationsschutz fest. Ein anderer Analyst geht im schlimmsten Fall von einem Kurs von 20.000  für 2022 aus, ist aber immer noch optimistisch, dass „100 bis 200 Tausend  Dollar bis 2023 – frühestens Ende 2022 – erreicht werden“. In der Zwischenzeit könnten die Anleger mit DCA – Dollar-Cost-Averaging – in den Markt einsteigen“.

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