OpenSea bestätigt, dass ein Mitarbeiter am NFT-Insiderhandel beteiligt war

  • Ein OpenSea-Mitarbeiter wurde des Insiderhandels auf der Plattform beschuldigt.
  • Er soll vertrauliche Daten verwendet haben, um ein NFT zu kaufen, bevor es auf der Website des Unternehmens und in den sozialen Medien beworben wurde.

OpenSea, der weltweit größte NFT-Marktplatz, hat kürzlich Beweise für Insiderhandel aufgedeckt. Einer der Mitarbeiter des Unternehmens, der Leiter der Produktabteilung, ist wegen des Skandals in die Kritik geraten. Er soll vertrauliche Informationen genutzt haben, um NFTs zu kaufen, bevor sie auf der Homepage beworben wurden. Später verkaufte er sie mit Gewinn weiter.

Weitere Analysen von BlockBeats deuten darauf hin, dass besagter Mitarbeiter in mehreren Fällen von Insiderhandel  etwa 65.000 Dollar kaassiert hat. Der Angestellte hatte zuvor zugegeben, gefragte Kunstwerke eines bekannten Künstlers gekauft zu haben, und wurde des gleichen Vergehens beschuldigt.

Der Vorfall wurde am Dienstagabend durch Twitter bekannt. Auch Großinvestor Andreesen Horowitz untersuchte den Fall. OpenSea hat inzwischen einen Blogbeitrag veröffentlicht, in dem die Vorwürfe möglicherweise bestätigt und als „unglaublich enttäuschend“ bezeichnet werden.

Zulassung zum Insiderhandel bei OpenSea

Das Unternehmen veranlasste eine Überprüfung des Vorfalls durch einen Dritten und führte zwei neue Richtlinien ein. Den Mitarbeitern von OpenSea ist es nun untersagt, mit Sammlungen oder Kreativen zu handeln, während diese auf der Website des Unternehmens vorgestellt werden. Außerdem ist es den Mitarbeitern des Unternehmens untersagt, vertrauliche Informationen zum Kauf oder Verkauf von NFTs zu verwenden. Das gilt unabhängig davon, ob die NFTs auf OpenSea verfügbar sind oder nicht. Abschließend versprach OpenSea, „das Richtige“ zu tun, um das Vertrauen der Gemeinschaft, der es dient, zurückzugewinnen.

Neben der Marktmanipulation wurde das Unternehmen auch wegen seiner mangelnden Transparenz und seiner hochgradigen Zentralisierung gerügt. Weiter wurde OpenSea in den letzten Wochen auch wegen seiner 2,5-prozentigen Handelsgebühr, Suchfunktionen und Kategorisierungen heftig kritisiert. Letzte Woche vernichtete ein Fehler auf der Plattform NFTs im Wert von 100.000 Dollar.

Dennoch dominiert die Plattform die globalen NFT-Marktplätze. OpenSea verzeichnete im vergangenen Monat einen Nutzerzuwachs von über 181% und über 14.000 Wallet-Adressen, die an Transaktionen beteiligt waren. Es fanden über 1,57 Millionen Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von rund 1,67 Milliarden US-Dollar statt. Derzeit führt die Plattform die Rangliste für die meisten gebrannten ETH seit EIP-1559 an.

In der vergangenen Woche sank das Verkaufsvolumen von OpenSea jedoch um fast 50%. Viele warten nun ab, inwieweit der rufschädigende Vorfall Auswirkungen auf das Unternehmen haben wird.

Das größere Bild in der Kryptoindustrie

Wie Wu Blockchain – eine chinesische Krypto-Nachrichtenplattform – jedoch feststellt, ist ein solcher Vorfall in der Krypto-Branche durchaus üblich.

„OpenSea hat den Insiderhandel zugegeben. Obwohl dies in der Kryptowährungsbranche zu häufig ist. Coinbase wurde gerade von vielen Menschen in Frage gestellt.“

Schon 2017 beschuldigten Bitcoin-Nutzer Coinbase des Insiderhandels, bevor die Börse neue Unterstützungsdienste für Bitcoin Cash (BCH) einführte. TechCrunch berichtete, dass BCH bei Coinbase 8.500 Dollar erreicht hatte, fast das Dreifache des Preises an allen anderen Börsen.

Ein Jahr später kamen die gleichen Bedenken in Bezug auf Litecoin (LTC) auf. Kurz darauf wurde das in San Francisco ansässige Unternehmen mit einer Sammelklage wegen BCH-Insiderhandels überzogen. Daraufhin gaben das Management von Coinbase und PIPE-Investoren Aktien im Wert von Milliarden an Kleinanleger ab.

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