Cryptoqueen von Onecoin verschwand mit $13 Milliarden Dollar in Bitcoin

  • Die Cryptoqueen von OneCoin machte sich mit 230.000 Bitcoins im Wert von rund 13 Milliarden Dollar davon.
  • 500 Millionen Dollar wurden auf Bankkonten in Dubai gefunden.

OneCoin war ein Ponzi-Schema, das von den in Bulgarien ansässigen Unternehmen OneCoin LTD und OneLife Network LTD als Kryptowährung beworben wurde. OneCoin LTD war in Dubai und OneLife Network LTD war in Belize registriert. Beide Unternehmen wurden von einer 36-jährigen Frau namens Dr. Ruja Ignatova gegründet, die im Volksmund als „Cryptoqueen“ bekannt ist.

Im Juni 2016 verkündete sie vor Tausenden von Fans in der Wembley Arena, dass OneCoin ein „Bitcoin-Killer“ sei. Sie versicherte den jubelnden Fans, dass in zwei Jahren niemand mehr über Bitcoin sprechen würde.

Sie war in der Lage, eine Menge Leute weltweit zu überzeugen, ihre Ersparnisse in den dubiosen Vermögenswert zu investieren. Laut BBC investierten Briten in der ersten Woche 2 Millionen Euro in OneCoin, und 30 Millionen Euro in den ersten sechs Monaten. Weltweit wurden zwischen August 2014 und März 2017 etwa 4 Milliarden € investiert. Während dieser Zeit tourte sie in Macau, Dubai und Singapur, um ihre Vision in gefüllten Sport-Arenen zu fördern.

Allerdings wurden die Investoren immer besorgter, da der versprochene Austausch, der ihre OneCoin in Fiat-Geld umzutauschen versprach, immer wieder verzögert. Um dieses Problem anzugehen, wurde im Oktober 2017 eine große Versammlung europäischer OneCoin-Investoren in Lissabon anberaumt. Wer nicht erschien, war die „Cryptoqueen“. Das FBI gab bekannt, sie habe zwei Wochen nach der Versammlung von Lissabon einen Flug von Sofia nach Athen genommen.

230.000 Bitcoins sind weg

Die Cryptoqueen verschwand mit 230.000 Bitcoins im Wert von derzeit rund 13 Milliarden Dollar. Die waren 2015 von einem Mitglied der emiratischen Königsfamilie, Sheikh Al Qassimi, bezahlt worden. Außerdem befinden sich noch 500 Millionen Dollar auf Bankkonten in Dubai.

Al Qassimi ist der Sohn des Chefs der United Arab Bank, S.E. Sheikh Faisal Bin Sultan Bin Salem Al Qassimi. Der wiederum war ein Partner der Cryptoqueen. Dies gab ihr die Freiheit zu reisen und sich in den VAE aufzuhalten. 2015 gab Al Qassimi vier Hardwallets mit 230.000 Bitcoins im Wert von damals rund 50 Millionen Dollar an die Cryptoqueen. Im Gegenzug erhielt er Immobilien in den VAE im Wert von etwa 1 Milliarde Dollar, OneCoin-Bankkonten und andere Vermögenswerte. Die gefundenen 500 Millionen Dollar und die Vermögenswerte im Wert von rund $1 Milliarde sind zurzeit Gegenstand von Gerichtsverfahren, an denen Mitarbeiter der Cryptoqueen, OneCoin Mitarbeiter und ein emiratischer Scheich beteilgt sind.

Jonathan Levy, der Anwalt des Klägers sagte, die Kriminellen seien die Gewinner, da die Regulierungsbehörden den Zweck von Krypto nicht zu kennen scheinen, der Kriminelle wie die Cryptoqueen belohnt.

„Gewinner sind die Bösewichte: organisiertes Verbrechen, Geldwäscher und Marktmanipulatoren, während die Kleinanleger ständig betrogen, gehackt und missbraucht werden. Krypto kann nicht versichert werden, und wenn wir es nicht ganz verbieten können, ist ein Opfer-Superfonds eine dringende Notwendigkeit.“

Was passiert mit dem Bitcoin-Preis?

Ein Versuch der Cryptoqueen, die Bitcoin im Wert von 13 Milliarden Dollar gegen Fiat zu verkaufen, könnte den Markt massiv beeinflussen, da eine  Transaktion dieser Größe Druck auf den Preis ausüben könnte. Der breitere Markt könnte auch versuchen zu verkaufen, was den Bitcoin-Preis noch weiter nach unten schicken würde.

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John ist seit Jahren ein begeisterter Krypto- und Blockchainjournalist. Besonders fasziniert ist er von aufstrebenden Startups und den versteckten Mächten hinter Angebot und Nachfrage. Er hat einen Bachelor-Abschluss in Geographie und Wirtschaft.

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