Nordkorea erhöht Monero Mining um Sanktionen zu umgehen

  • Ein neuer Bericht zeigt, dass Nordkorea das Monero Mining seit Mai 2019 um das Zehnfache gesteigert hat.
  • Für Nordkorea ist das Minen von Monero attraktiver als von Bitcoin. Der günstige Strom und die Anonymität sind die Hauptgründe.

Ein Bericht der Forschungsfirma Recorded Future befasst sich eingehend mit Nordkoreas Aktivitäten mit Kryptowährungen. Der Bericht mit dem Titel „How North Korea Revolutionized the Internet as a Tool for Rogue Regimes“ untersucht die Methoden, die das asiatische Land anwendet, um das Internet für die eigene Bereicherung zu nutzen.

Monero verdrängt Bitcoin als Nordkoreas Haupteinnahmequelle

Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass Monero für Nordkorea von größerem Wert ist als Bitcoin. Seit Mai 2019 hat das Land seine Miningaktivitäten von Monero um das Zehnfache gesteigert. Der Untersuchung zufolge ist dies darauf zurückzuführen, dass Monero weniger Anforderungen an die Leistung der Hardware stellt und Anonymität bietet. Letzteres ist für die Operationen des Landes von entscheidender Bedeutung.

Nordkorea ist eines der am stärksten sanktionierten Länder der Welt. Dem Bericht zufolge sind Kryptowährungen und das Internet zu Nordkoreas wertvollstem Instrument geworden, um den von den Vereinigten Staaten und dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verhängten Sanktionen zu entgehen:

Wir sind der Ansicht, dass Kryptowährungen ein wertvolles Instrument für Nordkorea als unabhängige, locker regulierte Einnahmequelle, aber auch als Mittel zur Bewegung und Verwendung illegal erworbener Gelder sind.

Der wichtigste Internetanbieter des asiatischen Landes ist die russische Firma TransTelekom. Seit September 2019 ist das nordkoreanische Subnetz vollständig von der chinesischen Firma Unicom auf den russischen Partner übertragen worden. Darüber hinaus stellte der Bericht fest, dass die nordkoreanische Bandbreitenkapazität seit Oktober 2017 schrittweise erhöht wurde. Aus diesen Ergebnissen wird folgende Schlussfolgerung gezogen:

Das Internet ist nicht mehr nur eine Faszination oder Freizeitbeschäftigung, sondern hat sich zu einem entscheidenden Werkzeug für nordkoreanische Führungskräfte entwickelt.

Nordkorea hat 3 Haupteinnahmequellen geschaffen, die dem Land Einnahmen bescheren. Zu seinen Aktivitäten mit Kryptowährungen stellt der Bericht fest, dass das Land zumindest in Bitcoin, Litecoin und Monero über siginifkante Guthaben verfügt. Diese Gelder wurden durch Cyber-Angriffe und Mining generiert. Das Bitcoin-Mining blieb während des gesamten Jahres 2019 konstant und stellt einen Teil des nordkoreanischen Miningeinkommens dar.

Es wird spekuliert, dass Nordkoreas Hardware mit hoher Kapazität und einer höheren Hash-Rate arbeiten. Der Bericht war jedoch nicht in der Lage, die spezifische Hash-Rate der Miningaktivitäten zu bestimmen. Der Bericht spekuliert:

(…) die Aktivität wird durch eine IP-Adresse proxifiziert, von der wir glauben, dass sich dahinter mindestens mehrere unbekannte Rechner befinden.

Die vollständige Anonymität von Monero mach die Kryptowährung für das nordkoreanische Regime besonders attraktiv.

Nordkoreanische Cyber-Angriffe

Der Record Futures-Bericht weist auch auf die verschiedenen Methoden hin, die Nordkorea anwendet, um Benutzer anzugreifen und Kryptowährungen zu stehlen. Von der Verwendung gefälschter Seiten über die Erstellung bösartiger „Trading“-Bots bis hin zur Erstellung von Telegramm-Chats zur Infektion von Geräten. Nordkoreas Cyber-Angriffstechniken werden immer ausgereifter. Weiterhin werden die daraus erzielten Einnahmen auf mehrere Millionen USD geschätzt.

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Reynaldo Marquez has closely followed the growth of Bitcoin and blockchain technology since 2016. He has since worked as a columnist on crypto coins covering advances, falls and rises in the market, bifurcations and developments. He believes that crypto coins and blockchain technology will have a great positive impact on people's lives.

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