Niederlande verhängen über drei Millionen Dollar Bußgeld gegen Binance

  • Schon 2021 wurde Binance in den Niederlanden verwarnt, weil die Börse die vorgeschriebenen Auflagen zur Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung nicht einhielt.
  • Laut Niederländischer Zentralbank ist die Entscheidung, Kryptodienstleister zur Registrierung zu zwingen, entscheidend für die Prävention krimineller Transaktionen.

Die Binance Holdings LTD in den Niederländen wurde mit einer Geldbuße belegt, weil sie Krypto-Dienste ohne die erforderlichen Registrierungen betrieben hat. Die Registrierungspflicht wurde Kryptounternehmen am 21. Mai 2020 auferlegt, da die Anlageklasse ein hohes Risiko der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung birgt.

Am 18. August 2021 sprach die De Nederlandsche Bank (DNB) eine Verwarnung gegen Binance aus, weil das Unternehmen nicht gemäß den gesetzlichen Auflagen zur Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung betrieben wurde. Da Binance nicht registriert ist, hatte es keinen Zugang zur FIU-NL, der aber notwendig ist, um ungewöhnliche Transaktionen an die zuständigen Behörden zu melden. Dadurch werden die Kenntnisnahme solcher Transaktionen durch die Ermittlungsbehörden und entsprechende Ermittlungen verhindert.

Gegen die Krypto-Börse wurde daher eine Geldbuße von 3,37 Millionen Dollar verhängt. Die höchste mögliche Geldbuße wären vier Millionen Dollar gewesen.

Binance bekam 5% „Rabatt“

Das hohe Bußgeld trägt dem Ruf der Börse Rechnung. Binance ist einer der größten Krypto-Dienstleister weltweit mit einem täglichen Handelsvolumen von über 13,7 Milliarden Dollar und einer großen Kundenbasis in den Niederlanden. Ein weiterer Grund für die Verhängung der in den Augen der Niederländer hohen Geldbuße ist, dass Binance einen illegalen Wettbewerbsvorteil genossen hat, da keine Abgaben an die Regulierungsbehörde gezahlt wurden.

Der Zeitraum des Verstoßes erstreckte sich vom Tag der Einführung der Registrierungspflicht am 21. Mai 2020 bis zum Tag der Einleitung der Untersuchung im Dezember 2021. Die Geldbuße wurde um fünf Prozent gemildert, da Binance während des gesamten Prozesses kooperativ war und kürzlich seinen Registrierungsantrag nachgereicht hat. Die niederländische Zentralbank äusserte sich wie folgt:

„Ziele sind die Bekämpfung der Geldwäsche von Erträgen aus Straftaten und die Verhinderung von Terror-Finanzierung. Die Bekämpfung der Geldwäsche ist von großer Bedeutung für die wirksame Bekämpfung aller Arten schwerer Straftaten. Denn die Verschleierung der kriminellen Herkunft von Erträgen aus Straftaten ermöglicht es den Tätern, sich dem Zugriff der Ermittlungsbehörden zu entziehen und die angehäuften Vermögenswerte ungestört zu genießen.“

2021 hatte die britische Finanzaufsichtsbehörde, die Financial Conduct Authority, Binance eine Tätigkeit im Vereinigten Königreich verboten. Auch in Japan war Binance bereits ohne Genehmigung tätig gewesen.

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John ist seit Jahren ein begeisterter Krypto- und Blockchainjournalist. Besonders fasziniert ist er von aufstrebenden Startups und den versteckten Mächten hinter Angebot und Nachfrage. Er hat einen Bachelor-Abschluss in Geographie und Wirtschaft.

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