Haben NFTs mehr Potenzial als Bitcoin?

  • Laut Kevin O’Leary von Shark Tank könnten NFTs mehr Potenzial haben als Bitcoin.
  • Bobby Ong, Gründer und Chef von CoinGecko, hält den Vergleich jedoch für falsch.

Das Ökosystem der nicht-fungiblen Token, der NFTs, hat in den letzten Monaten eine unglaubliche Akzeptanz erfahren, da viele prominente Persönlichkeiten und Institutionen in diesen Bereich eingestiegen sind. 2021 wurden Berichten zufolge NFTs im Wert von über 20 Milliarden Dollar gehandelt.

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Der Vorstandschef von O’Shares Investment Advisers, Kevin O’Leary, hat sich in einem kürzlich geführten Interview sehr optimistisch über NFTs geäussert und prognostiziert, dass das Ökosystem größer werde als Bitcoin. Seiner Meinung nach ist es durch die digitale Darstellung des Eigentums an realen Gegenständen wie Autos und Designerstücken in einer besseren Wachstumsposition.

„In den nächsten Jahren wird es viel Bewegung bei der Online-Authentifizierung, bei den Versicherungspolicen und bei der Grunderwerbssteuer geben, was NFTs zu einem viel größeren und aussichtsreicheren Markt machen könnte als nur Bitcoin allein.“

Bobby Ong hält Vergleich von NFTs und Bitcoin für fehl am Platz

Bobby Ong, Gründer und Chef von CoinGecko, widerspricht dem vehement. Seiner Meinung nach ist es methodisch falsch, Bitcoin, einen einzelnen Vermögenswert, mit NFTs zu vergleichen, die eine neue Anlageklasse, sogar ein eigener Sektor sind. Er räumte jedoch ein, dass es bei den NFTs viel Luft nach oben gibt, sofern die Entwicklung von 2021 sich fortsetzt.

O’Leary machte in der Vergangenheit widersprüchliche Äusserungen zu Bitcoin. Noch  2019 hielt er Bitcoin für wertlos:

„Es ist eine nutzlose Währung. Für mich ist es Müll, denn man kann es nicht in großen Mengen einzahlen oder sich auszahlen lassen.“

Kürzlich änderte er seine Haltung und bezeichnet Bitcoin seitdem als sehr gute Absicherung gegen die steigende Inflation. Inzwischen wurde bekannt, dass fast die Hälfte seiner in den letzten sechs Monaten ausgestellten Schecks für Krypto- und Blockchain- Unternehmungen bestimmt sind. In einem Interview verriet er, dass er einige Positionen in Bitcoin, Solana und Polygon hält, seine größte Position sei aber in Ethereum.

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Viele Finanzexperten haben die Einführung einer Regulierung von Kryptowährungen gefordert, um deren Verwendung wie jedes andere Finanzinstrument zu kontrollieren. Laut O’Leary verhindere dies Geldwäsche und schütze die Verbraucher vor den damit verbundenen Risiken. Weil die Staaten unterschiedliche Strategien in Bezug auf Kryptowährungen haben, sei es wichtig, sich an solche zu halten, die eine fortschrittliche Politik verfolgen.

Er führte Kanada als Beispiel an. Kanada hat einen Bitcoin Exchange Traded Fund ((Bitcoin-ETF) zugelassen. Auch Länder die Vereinigten Arabischen Emirate und die Schweiz hält er für kryptofreundliche Länder mit einer fortschrittlichen Politik.

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John ist seit Jahren ein begeisterter Krypto- und Blockchainjournalist. Besonders fasziniert ist er von aufstrebenden Startups und den versteckten Mächten hinter Angebot und Nachfrage. Er hat einen Bachelor-Abschluss in Geographie und Wirtschaft.

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