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Nach RandomX: Ist das Monero Netzwerk wirklich sicher?

  • Nach der erfolgreichen Implementierung von RandomX sind in der Monero Community Zweifel aufgekommen, ob das XMR Netzwerk zum Opfer eines 51% Angriffs werden kann.
  • Zumindest unter den aktuellen Erkenntnissen erscheint ein 51% Angriff auf Monero eher unwahrscheinlich.

Wie CNF gestern berichtete, wurde der RandomX Hard Fork von den Monero Entwicklern erfolgreich bei Block 1.978.433 implementiert. RandomX soll die Grundlage dafür schaffen, dass ASIC Miner dauerhaft aus dem XMR Netzwerk ausgeschlossen werden. Hierfür haben die Monero Entwickler den seit dem Genesis Block von Monero verwendeten CryptoNight-Algorithmus durch RandomX ersetzt.

Obwohl der Hard Fork problemlos und erfolgreich aktiviert wurde, gibt es Stimmen in der Monero-Community, die RandomX kritisch betrachten. Es herrscht Unsicherheit darüber, ob RandomX die Sicherheit des XMR Netzwerkes gefährdet, da RandomX nicht nur ASIC-resistent, sondern auch sehr CPU freundlich ist.

Wie wir Mitte Oktober berichteten, sind auch Grafikarten (GPUs) im Vergleich zu CPUs im Nachteil. Insbesondere AMD Ryzen CPUs der dritten Generation auf Basis der ZEN 2-Architektur sollen einen „interessanten“ Leistungsvorteil besitzen. Durch das CPU Mining erhofft sich das Monero Team eine starke Dezentralisierung des Netzwerks. Die Frage ist nur, ob dies auf Kosten der Sicherheit geschieht?

Kann das Monero Netzwerk einen 51% Angriff erleiden?

Nach dem jüngsten 51% Angriff auf Vertcoin (VTC) vom 01. Dezember 2019, wobei 603 VTC-Blöcke durch 553 Blöcke eines Angreifers ersetzt wurden, stellt sich die Frage, ob dies Monero ebenfalls passieren kann. Gewisse Parallelen zu Vertcoin sind unbestreitbar vorhanden. So ist Vertcoin ebenfalls ein Fork des Bitcoin Protokolls, welches behauptet, ASIC resistent zu sein und CPU Mining kompatibel zu sein.

Für Vertcoin ist es nicht das erste Mal, dass es einen erfolgreichen 51% Angriff gab. Bereits im Oktober und Dezember 2018 erlitt das Vertcoin Netzwerk eine Reihe von 51% Angriffen. Ähnlich wie bei den letzten Angriffen soll der Cloud-Mining Anbieter Nicehash stark ausgelastet und somit Ausgangspunkt für den Angriff gewesen sein.

Fraglich ist, ob ein ähnlicher Angriff auch auf Monero möglich sein könnte. Wie ein Nutzer auf Reddit erklärte, könnte eine Übernahme von 51% der Hashrate von Monero nicht unmöglich sein (frei übersetzt):

Laut https://monerobenchmarks.info/ bräuchte man etwa 60.000 AMD Ryzen 3900X, um die Mehrheit der Hashrate von Monero zu übernehmen. Ist das für die großen Clouds wie Amazon, Google, Microsoft oder staatliche Akteure mit Supercomputern nicht möglich?

Moneros Hashrate ist seit dem Hard Fork gestiegen

Fakt ist, dass Monero’s Hashrate nach dem RandomX Upgrade deutlich angestiegen ist. Vor dem Hard Fork lag diese bei rund 309 MH/s und ist nun auf 754 MH/s angestiegen. Damit befindet sie sich zwar noch nicht wieder auf dem Niveau vor dem Hard Fork im März 2019, allerdings ist sie auf einem guten Weg dahin.

monero hashrate randomx

Source: https://bitinfocharts.com/en/comparison/monero-hashrate.html#1y

Um die bestehenden Zweifel an der Sicherheit des XMR Netzwerks auszuräumen, hat sich ArticMine, eine Core Entwickler von XMR zu Wort gemeldet. Auf Reddit schreibt er (frei übersetzt):

Da die Marktkapitalisierung von Monero ~77x mal so hoch ist wie bei Vertcoin, ist ein solcher Angriff kaum überraschend.

Das Problem ist hier nicht die Mining Hardware ASIC, vs. GPU, vs. CPU, sondern vielmehr, dass die Mining Hardware einer viel größeren Münze die Gleiche ist, wie die der angegriffenen Münze. […] Der Schlüssel hier ist, dass die größte Münze in Bezug auf die USD Rentabilität der Mining-Belohnungen für einen bestimmten Algorithmus und die Mining-Hardware sicher ist, während die Kleineren anfällig sind.

Monero ist die derzeit größte Münze mit einem CPU-orientierten PoW-Algorithmus.

Trotz der logischen Erklärung von ArticMine gibt es natürlich keine Garantie dafür, dass das Monero Netzwerk sicher ist. Bloß weil Monero derzeit die größte CPU Mining Blockchain ist, bedeutet dies nicht, dass es keine großen Cloud-Dienste schaffen könnten, dass Netzwerk zu erobern.

Klar scheint allerdings zu sein, wie sech1 in dem Reddit feststellte, dass es derzeit keinen einzelnen Supercomputer gibt, der einen 51% Angriff realisieren kann. Selbst der neueste CPU-only-Supercomputer (11969 64-Core AMD EPYC CPUs) kann auf RandomX nur etwa 480 MH/s erreichen. Sofern die Hashrate nun konstant bleibt oder weiter steigt, scheint ein 51% Angriff daher zunächst einmal unwahrscheinlich.

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Jake Simmons

Jake Simmons ist seit 2016 ein Krypto-Enthusiast. Seit er von Bitcoin und der Blockchain-Technologie gehört hat, beschäftigt er sich täglich mit dem Thema. Jenseits von Kryptowährungen studierte Jake Informatik und arbeitete 2 Jahre lang für ein Startup im Blockchain-Bereich. Bei CNF ist er für die Beantwortung technischer Fragen zuständig. Sein Ziel ist es, die Welt auf eine einfache und verständliche Weise auf Kryptowährungen aufmerksam zu machen.

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