Diese Änderungen werden die Krypto-Industrie nach dem FTX-Crash treffen – Neuer Regulationsrahmen von JP Morgan

  • Die Experten der Investment-Bank JPMorgan haben sich über regulatorische Konsequenzen für die  Kryptoindustrie nach dem FTX-Debakel Gedanken gemacht.
  • JPMorgan erklärte, der Verbraucherschutz werde zentraler Bestandteil der regulatorischen Änderungen für die Branche sein.

Nach dem Zusammenbruch von FTX und seiner Schwesterfirma Alameda Research gab es Kollateralschäden bei anderen Krypto-Unternehmen, von Liquiditätsengpässen bis zum Konkurs. Da die Sperrung von Abhebungen Debatten über die Zukunft der Branche auslöste, sind neue Vorschriften mit dem Schwerpunkt Verbraucherschutz mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu erwarten.

Angesichts der aktuellen Krise der Kryptobranche wird der Druck der Anleger und der Regulierungsbehörden auf die Börsen zunehmen, den Nachweis zu erbringen, dass sie über ausreichende Reserven verfügen, um ihre  Plattformen im Fall einer Liquiditätskrise zu stabilisieren. Basierend auf den Ereignissen der letzten Wochen, ist JPMorgan zu Schlussfolgerungen gekommen, deren Umsetzung zu den Veränderungen führen würden, die die Investmentbank für die Kryptobranche nach dem FTX-Desaster erwartet.

Der wichtigste Gesetzentwurf, der in der Krypto-Community diskutiert wird, ist die EU-Verordnung über den Markt für Krypto-Assets (MiCA). Das MiCA-Gesetz hat die meisten Gesetzgebungsverfahren innerhalb der Europäischen Union durchlaufen. Der umfassende Gesetzesentwurf zur Kryptoregulierung wartet noch auf die endgültige Ratifizierung durch das Europäische Parlament.

Es wird jedoch eine Übergangsphase von etwa 18 Monaten erwartet, bevor die Vorschriften 2024 vollständig umgesetzt werden. Außerdem werden mit der MiCA-Verordnung alle Krypto-Assets und -Märkte einer einzigen EU-Behörde unterstellt. Regelungen für Aktivitäten wie das Prägen neuer Münzen, die Ausgabe von Stablecoins und das Bereitstellen von Nutzerinformationen für alle Transaktionen sind ebenfalls in dem Gesetzentwurf enthalten.

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Interessanterweise wurde in dem Gesetzentwurf auch eine Obergrenze für die Zahl der Stablecoins festgelegt, die ein Emittent genehmigen kann, insbesondere wenn sie nicht an den Euro oder eine andere EU-Währung gekoppelt sind. Da die Vereinigten Staaten im Hinblick auf umfassende Krypto-Vorschriften hinter der EU zurückbleiben, stellt JP Morgan fest, dass dies teilweise die Konflikte zwischen den verschiedenen US-Regulierungsbehörden widerspiegelt.

Neue Krypto-Vorschriften könnten sich stärker auf die Verwahrung konzentrieren

Laut JP Morgan wird der Verbraucherschutz ein zentraler Bestandteil der regulatorischen Änderungen für die Kryptobranche sein, wie es auch im traditionellen Finanzsektor der Fall ist. Noch bevor die neuen Richtlinien in Kraft treten, ergreifen private und institutionelle Händler Maßnahmen zum Schutz ihrer Kryptoanlagen.

Nach dem FTX-Zusammenbruch will die Community vermehrt Self-Custody-Wallets, und die Anbieter entsprechender Dienste haben Hochkonjunktur. Ein weiterer Schwerpunkt der zumindest in der EU kommenden neuen Regelung ist die Entflechtung der sogenannten Broker-, Kredit- und Handelseinheiten wie sie im traditionellen Finanzsystem üblich ist. All das dient dem Schutz der Kundenvermögen und soll Marktmanipulationen verhindern.

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Es ist nicht wahrscheinlich, dass Offshore-Kryptobörsen wie Binance solchen regulatorischen Anforderungen entgehen können, da sie die Börsen zwingen werden, sich der regulatorischen Aufsicht der Märkte zu unterwerfen, in denen sie agieren, weil ihnen sonst die Lizenz entzogen würde. Die neuen, EU-weiten Regulierungsvorschriften schreiben allen Kryptoanbietern eine regelmäßige Berichterstattung sowie die Prüfung der Vermögenswerte, Reserven und Verbindlichkeiten vor.

All das ist vergleichbar mit den Verfahrensweisen des traditionellen Finanzsystems zur Gewährleistung von Transparenz. So könnte eine Verbindung zwischen dem Krypto-Ökosystem und der konventionellen Finanz-Wirtschaft entstehen.

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