Monero Hard Fork wird CPU-Mining massiv befördern

  • Monero wird voraussichtlich am 30. November den nächsten Hard Fork durchführen. Die Tests dafür sind abgeschlossen. 
  • Mit dem Protokoll-Upgrade wird ein neuer Mining-Algorithmus, RandomX eingeführt. 

Monero (XMR) wird seinen Proof of Work Algorithmus erneut ändern, um das Netzwerk gegenüber ASIC Minern resistent zu machen. Wie Monero Farm ankündigte, wird bei Block 1.978.433, der voraussichtlich am 30. November 2019 erreicht wird, der nunmehr dritte Hard Fork stattfinden, um den neuen Mining-Algorithmus Random X zu aktiveren und die ASIC Resistenz ein für allemal herzustellen. In den vergangenen zwei Jahren hatte Monero mit dem Aufkommen von ASICs (application-specific integrated circuits) zu kämpfen.

Bei einem ASIC Miner handelt es sich um spezifische Hardware, die speziell auf das Mining (mit einem bestimmten Algorithmus) zugeschnitten ist. ASICs sind im Vergleich zu Grafikkarten und CPUs wesentlich leistungsstärker. Allerdings machen sie das Mining für Einzelpersonen per herkömmlicher Technik (CPU, Grafikkarte) nicht profitabel. Deshalb haben ASICs in der Krypto-Community weitläufig den Ruf zur Zentralisierung des Minings und damit des Netzwerks zu führen.

Monero hatte in der Vergangenheit mehrfach betont, dass dies verhindert werden muss. Der bisher verwendete CryptoNight-Algorithmus galt lange Zeit als ASIC resistent, bis Anfang 2018 die ersten ASIC Miner von Bitmain für den CryptoNight-Algorithmus entwickelt wurden und in das XMR Netzwerk kamen. Aufgrund dessen haben die Monero Entwickler im April 2018 und März 2019 bereits kleinere Änderungen am Mining-Algorithmus von Monero vorgenommen, was was zu einem Crash der Hashrate führte, wie das Chart von Bitinfocharts zeigt.

monero hashrate

Source: https://bitinfocharts.com/comparison/monero-hashrate.html

RandomX eliminiert ASICs

Dennoch sind immer noch ASICs im Monero Netzwerk aktiv. Aufgrund dessen hat sich Monero dazu entschieden, einen komplett neuen Mining-Algorithmus, RandomX, einzuführen. Durch die Umstellung wird der seit dem Genesis-Block verwendete CryptoNight-Algorithmus entfernt und durch RandomX ersetzt. Dies wird einerseits die ASICs vollständig aus dem Monero-Netzwerk entfernen, anderseits aber auch das Problem der Monero Mining Malware und Botnets beseitigen.

Laut dem offiziellen Reddit-Thread von Monero wird das Protokoll-Upgrade für den 30. November erwartet, wobei der Code bereits zum 24. Oktober eingefroren wird. Laut Monero Team sind alle Tests erfolgreich abgeschlossen und der Code durch vier Audit-Teams unabhängig geprüft (frei übersetzt):

Die Tests auf dem privaten RandomX-Testnetz sind erfolgreich abgeschlossen und RandomX PoW Mining wird zu öffentlichen Tests auf dem offiziellen XMR-Testnetz übergehen.

Der Hard Fork wird von der Monero-Community mit Optimismus erwartet. Allerdings gibt es auch kritische Stimmen, die die Gefahr einer anfänglich niedrigen Hashrate und damit das Potenzial für Angriffe und Double-Spends sehen. Langfristig wird aber mit einer deutlich steigenden Hashrate im XMR-Netzwerk gerechnet, da die „durchschnittliche CPU deutlich mehr Hashes produzieren wird“.

Neben dem Mining-Algorithmus wird es aber noch weitere Änderungen geben. So wird es zu einer schrittweise Abschaffung von langen Zahlungs-IDs im XMR-Netzwerk kommen. Dies soll sowohl dem Datenschutz als auch der Benutzerfreundlichkeit zu Gute kommen. Außerdem werden zur Verbesserung des Datenschutzes für jede Transaktion zwei Outputs notwendig sein. Die vierte Änderung ist, dass die zehn Blocks (ca. zwanzig Minuten) Sperrzeit für eingehende Transaktionen auf Protokollebene durchgesetzt wird.

CPUs im Leistungsvorteil

Wie Monero Farm schreibt, werden CPUs mit RandomX deutlich an Bedeutung gewinnen, da auch das Mining mittels Grafikkarten drastisch sinken wird. Aus den ersten Tests hat sich laut Monero Farm ergeben, dass AMD Ryzen CPUs einen „interessanten“ Leistungsvorteil haben werden. Insbesondere für die dritte CPU-Generation auf Basis der ZEN 2-Architektur soll es große Vorteile geben.

Das leistungsfähigste Modell soll derzeit der Ryzen 9 3900x sein, der mit 12 Kernen und 24 Threads bei einem Basistakt von 3,8 GHz ausgestattet ist. Diese CPU soll eine Hashrate von nahezu 11500-12000 H/s bei einem Verbrauch von ca. 150 Watt, bei einem Preis von über 600 Dollar/Euro, erreichen. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet laut Monero Farm der Ryzen 5 3600, der eine Hashrate von bis zu fast 6300 Hash/s erreichen kann und einen Preis von unter 200 Euro/ USD hat.

Monero Kurs

Aktuell liegt der Monero Kurs bei 57,55 USD und befindet sich damit weiterhin in einem Downtrend (-23% über die letzten 30 Tage). Es bleibt abzuwarten, ob und wie sich der Hard Fork auf den Preis auswirken wird.

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Jake Simmons has been a crypto enthusiast since 2016, and since hearing about Bitcoin and blockchain technology, he's been involved with the subject every day. Beyond cryptocurrencies, Jake studied computer science and worked for 2 years for a startup in the blockchain sector. At CNF he is responsible for technical issues. His goal is to make the world aware of cryptocurrencies in a simple and understandable way.

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