Schräge Theorie: Nur Bitcoins PoW funktioniert und Ethereum geht mit PoS unter

  • Microstrategy-Chef Saylor besteht darauf: Proof-of-Work ist die einzige Möglichkeit ist, ein digitales Gut zu schaffen.
  • Tatsächlich ist der Ethereumkurs nach der Fusion gesunken, während der Bitcoinkurs so etwas wie Schwung zeigt.

Am Samstag erklärte der bekannte Bitcoin-Taliban Michael Saylor, dass Bitcoin trotz der Ethereum-Fusion stärker werde. Saylor zufolge ist Proof-of-Work (PoW) der weltweit akzeptierte und bewährte Weg, ein digitales Gut zu erzeugen.

Der Abschluss des Ethereum Merge bedeutet, dass das Ethereum-Netzwerk nicht mehr mit einem Proof-of-Work-Konsensmechanismus arbeitet, sondern nun durch Proof-of-Stake gesteuert wird. Der Zusammenschluss des Ethereum-Mainnets mit der dafür entscheidenden Beacon-Chain fand am 15. September statt.

Vor der Fusion war diese Umstellung – der „Merge“ – nicht nur in der Kryptowelt Dauerdiskussionsthema, sogar die traditionelle Finanzwelt verfolgte es mit großer Aufmerksamkeit. Heute sprach Saylor auf einer Konferenz in Australien und teilte seine Auffassung dazu mit, was mit Bitcoin nach der Ethereum-Fusion passieren wird.

Saylor sagte, Bitcoin werde dem Merge noch stärker werden, und der PoW-Konsensmeechanismus sei der erporbte Weg, digitale Werte zu schaffen. Saylor hatte zuvor Ethereum als Wertpapier bezeichnet. Nachdem sich Ethereum von PoS verabschiedet hat, hat Bitcoin jetzt 95 Prozent Marktanteil unter den Token, die mit dem PoW-Konsensmechanismus arbeiten.

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„Ich sehe voraus, dass Bitcoin nur stärker werden wird. Er wird nicht schwächer werden. PoW ist der beste Weg weltweit, um eine digitale Ware zu etablieren.“

Der Hauptkritikpunkt an Bitcoin und den anderen PoW-Netzwerken ist ihr extremer Energieverbrauch. Eine einzige Bitcointransaktion verbraucht beospielsweise so viel Energie, wie ein durchschnittlicher deutscher Haushalt in eineinhalb Monaten. Die Umstellung von Ethereum auf PoS bedeutet jedoch eine Senkung des Energieverbrauchs der Blockchain um 99,5 Prozent, da der PoS-Mechanismus nicht abertausende Computer weltweit zur Validierung eines Blocks benötigt.

Anfang der Woche behauptete der Chef der US-Börsenaufsicht SEC, Gary Gensler, dass es sich bei Ethereum nach der Umstellung auf PoS nun defininitiv um ein Wertpapier handele.

Saylor trommelt derweil unbekümmert weiter für Bitcoin und behauptet, das Bitcoin-Mining sei die sauberste und effizienteste Nutzung von Elektrizität in der Branche und außerdem stellten die Bitcoin-Miner auf nachhaltige Energiequellen um, um die Energieeffizienz des Netzwerks zu verbessern. Im übrigen fügt Saylor hinzu, dass Bitcoin die Monetarisierung von ungenutzten Methangas- und Erdgas-Energiequellen ermöglicht hat. Kein Wunder also, wenn Saylor die Bitcoin-Betände für Microstrategy weiter erhöht. Am 10. September beantragte das Unternehmen bei der SEC den Kauf weiterer BTC.

Dem Antrag zufolge würde Microstrategy MSTR-Aktien im Wert von 500 Millionen Dollar verkaufen, um diesen Kauf zu finanzieren. Derzeit beläuft sich der gesamte Bitcoin-Bestand des Unternehmens auf 129.699 BTC. Interessanterweise hält Microstrategy aber nur 14.589 BTC, während die Tochtergesellschaft Macrostrategy die restlichen 115.110 BTC hält. Eins muss man Michael Saylor definitiv lassen: Seine „Augen-zu-und-durch-Strategie ist konsequent.

Verkehrte Welt – ETH-Kurs fiel nach dem Merge

Viele Branchenanalysten prognostizierten, dass Ethereum nach dem Merge durchstarten und zur führenden Digital-Währung vor Bitcoin werden würde. Aber das ist bisher nicht passiert. Stattdessen ist der Kurs nach der Fusion sogar gefallen. Er ging auf seine Unterstützungsebene bei 1.430 Dollar zurück, bevor er sich wieder aufrappelte. In den letzten 24 Stunden verlor Ethereum 1,64 Prozent und wird derzeit bei 1.434 Dollar gehandelt, wie aus den neuesten Coinmarketcap-Daten hervorgeht. Im Gegensatz dazu hat der Bitcoinkurs angezogen in den letzten 24 Stunden, wenn auch nur um bescheidene 0,73 Prozent. Er wird zum Redaktionsschluss bei 19.886 Dollar gehandelt.

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