Meilenstein für Bitcoin und Krypto-Industrie: DAG Global beantragt Banklizenz im UK

  • Das Londoner Start-up DAG Global beantragt in Großbritannien eine Banklizenz, um die Lücke zwischen Krypto-Unternehmen und dem traditionellen Bankensystem zu schließen.
  • Für viele Start-ups aus dem Kryptowährungsbereich stellt der Zugang zu einem Bankkonto noch immer ein erhebliches Problem dar, was DAG Global ändern möchte.

Die Kryptowährungsbranche kämpft bereits seit längerem mit einem inhärenten Problem, welches Börsen und Betreiber anderer Krypto-Services betrifft. Weltweit haben sie es schwierig, Beziehungen zu Geschäftsbanken aufzubauen, um einerseits Fiat-Gateways bereitzustellen und andererseits ihre eigenen Finanzen zu verwalten. Um dieses Problem zu beseitigen, gründen weltweit zahlreiche Start-ups neue Banken, die gezielt für die Krypto-Branche ihre Dienste anbieten.

In Großbritannien versucht das Start-up DAG Global eine britische Banklizenz zu erhalten, um die Lücke zwischen Krypto-Unternehmen und Banken zu schließen. Wie die Financial Times berichtete, arbeitet das in London ansässige Unternehmen daran, seinen Lizenzantrag im nächsten Monat erneut einzureichen, um in 2021 die „erste Digital Asset Merchant Bank“ in Großbritannien zu werden.

Das 2018 gegründete Londoner Start-up hat laut dem Bericht mit einem Mangel an Verständnis und dem Reputationsproblem der Krypto-Branche zu kämpfen. Zwar habe DAG Global, so der Bericht, „konstruktive Gespräche“ mit den britischen Behörden, der Financial Conduct Authority (FCA) und der Prudential Regulation Authority (PRA) geführt. Dennoch warnen beide Behörden vor der Verwendungen von Kryptowährungen, wie Bitcoin für kriminelle Handlungen. Bis jetzt sei aber noch keine „rote Fahne“ geschwenkt worden.

Die DAG Global reichte ihren Antrag ursprünglich im Mai 2019 ein. Allerdings verzögerte sich die Genehmigung des Antrags aufgrund von behördlichen Blockaden. Dadurch verzögerte sich auch der Plan bereits in 2019 die Unternehmenstätigkeit aufzunehmen. Trotzdem zeigte sich Sean Kiernan, CEO von DAG, optimistisch und glaubt, dass „es ein Mangel an Verständnis und das Reputationsrisiko“ sind, die die bisherigen Bemühungen blockiert haben. Weiterhin führte er aus, dass die Kryptowährungsbranche ein „saubererer Sektor“, als die Mainstream-Finanzbranche sein kann.

Der Schlüssel zu einer Bank-unabhängigen Krypto-Industrie

DAG Global schreibt auf ihrer Unternehmens-Website, dass eine vollständige britische Banklizenz es ihr erlauben würde, Blockchain- und Krypto-Unternehmern eine vollständige Palette von Bank-Dienstleistungen anzubieten, um die Lücke zwischen Fiat-Währungen und Kryptowährungen zu schließen (frei übersetzt)

Unsere robuste, branchenführende digitale Bankplattform wird unter Verwendung fortschrittlicher und robuster Technologien aufgebaut, die es uns ermöglichen, kostengünstige Transaktionen innerhalb und zwischen traditionellen Fiat-Währungen und digitalen Vermögenswerten zu erleichtern – und das alles unter Einhaltung der höchsten weltweit etablierten Compliance- und Sicherheitsstandards.

Die Firma schließt sich einer Reihe von Unternehmen weltweit an, die ein ähnliches Ziel verfolgen. In den USA wurde die Silvergate Bank gegründet, um Bankdienstleistungen für Krypto-Unternehmen bereitzustellen. Silvergate, zuvor ein kleines Unternehmen aus San Diego, ist seit der Umstellung auf Kryptowährungsgeschäfte schnell gewachsen und seit Ende letzten Jahres an der New Yorker Börse notiert.

Wie sich in der Vergangenheit zeigte, haben selbst etablierte Unternehmen wie Coinbase, Probleme Zugang zum Fiat-Bankensektor zu erhalten. Die stark auf Compliance ausgerichtete Kryptowährungsbörse hatte es ebenfalls schwer, Bankbeziehungen in Großbritannien aufzubauen. In 2018 eröffnete Coinbase ein Bankkonto bei Barclays, welches im vergangenen Jahr wieder eingestellt wurde.

Stephanie Ramezan, Chief Commercial Officer der DAG konstatierte gegenüber der Financial Times:

Wir werden täglich von Unternehmen in der Region angesprochen, weil die Menschen die Nase voll haben von dem, was sie im Moment für die Erfüllung der grundlegenden Bedürfnisse des Business Banking brauchen.

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About Author

Jake Simmons has been a crypto enthusiast since 2016, and since hearing about Bitcoin and blockchain technology, he's been involved with the subject every day. Beyond cryptocurrencies, Jake studied computer science and worked for 2 years for a startup in the blockchain sector. At CNF he is responsible for technical issues. His goal is to make the world aware of cryptocurrencies in a simple and understandable way.

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